Es gibt eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Hast du schon vom „Looksmaxxing“-Trend gehört?
„Skinny Tok“, „Cleangirl Eating“ oder Kollagensupplements – online kursieren unzählige Schönheitstrends, die meistens Frauen zur Selbstoptimierung aufrufen. Doch auch jungen Männern schreiben Influencer in den sozialen Medien zunehmend vor, wie sie zu sein haben. „Looksmaxxing“ ist zu einem richtigen Trend geworden – und dabei geht es leider nicht nur um liebevolle Selbstfürsorge.
Die Botschaft der sogenannten Looksmaxxer ist klar: Du hast dein Aussehen selbst in der Hand und es ist deine eigene Schuld, wenn du nicht attraktiv bist. Dabei weisen die Influencer ihre überwiegend männlichen jungen Follower nicht nur auf ihre angebliche Unzulänglichkeit hin, sondern bieten mit dem Looksmaxxing auch die vermeintliche Lösung an.
Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern „looks“, auf Deutsch „Aussehen“, und „to maxx“, was so viel wie „etwas maximieren“ bedeutet, zusammen. Dahinter steckt der Versuch junger Männer, das eigene Aussehen systematisch zu optimieren, um im Leben und besonders bei Frauen erfolgreicher zu sein.
Dabei werden zwei Methoden unterschieden. Während beim „softmaxxing“ harmlosere Methoden wie Hautpflege oder Fitnessprogramme angewendet werden, sind die Wege zur vermeintlich perfekten Version des eigenen Körpers beim „hardmaxxing“ alles andere als ungefährlich. Männer schlagen sich beispielsweise bewusst ins Gesicht, um Mikrofakturen zu erzeugen. Hinter dem sogenannten „Bone Smashing“ steckt die Hoffnung, dass die Knochen beim Zusammenwachsen markantere Gesichtszüge ergeben. Mediziner raten stark von dieser Methode ab, da Frakturen zurückbleiben können und die Gefahr besteht, dass die Knochen falsch wieder zusammenwachsen. Ähnlich verhält es sich mit dem „Lemon Bottle“, einem Fett-weg-Serum, das Looksmaxxer nutzen, um Fett im Gesicht zu verlieren und dabei drohende Nebenwirkungen, wie etwa absterbendes Gewebe, in Kauf nehmen.
Doch Looksmaxxing ist nicht nur aus medizinischer Perspektive sehr fragwürdig, sondern trägt auch zur Radikalisierung junger Männer bei. Viele Looksmaxxer sind Teil der „manosphere“, einer Community, die antifeministische Ansichten verbreitet und toxische Männlichkeitsideale propagiert. Das Bestreben, Frauen durch die veränderte Optik zu gefallen, kann schnell in Frauenhass umschlagen, wenn die Looksmaxxer zu der Überzeugung gelangen, dass die Frauen sie zur Anpassung zwängen.
Frauen wird seit Jahrhunderten eingeredet, wie sie auszusehen haben, um Männern zu gefallen. Und jetzt wird Männern von vermeintlichen Experten erklärt, wie sie mit teuren Einzelcoachings und Workshops ihren „sexuellen Marktwerk (SMW)“ für Frauen erhöhen. Dabei steht hinter den Videos, in denen teils halbe Teenager sich voller Ernsthaftigkeit ins Gesicht schlagen, vor allem eine traurige Erkenntnis: Das Bewusstsein für toxische Schönheitsideale ist, trotz vieler Stimmen aus der Body- Positivity-Community, noch längst nicht groß genug, um solche gefährlichen Trends aufzuhalten.
Es gibt eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Hast du schon vom „Looksmaxxing“-Trend gehört?
„Skinny Tok“, „Cleangirl Eating“ oder Kollagensupplements – online kursieren unzählige Schönheitstrends, die meistens Frauen zur Selbstoptimierung aufrufen. Doch auch jungen Männern schreiben Influencer in den sozialen Medien zunehmend vor, wie sie zu sein haben. „Looksmaxxing“ ist zu einem richtigen Trend geworden – und dabei geht es leider nicht nur um liebevolle Selbstfürsorge.
Die Botschaft der sogenannten Looksmaxxer ist klar: Du hast dein Aussehen selbst in der Hand und es ist deine eigene Schuld, wenn du nicht attraktiv bist. Dabei weisen die Influencer ihre überwiegend männlichen jungen Follower nicht nur auf ihre angebliche Unzulänglichkeit hin, sondern bieten mit dem Looksmaxxing auch die vermeintliche Lösung an.
Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern „looks“, auf Deutsch „Aussehen“, und „to maxx“, was so viel wie „etwas maximieren“ bedeutet, zusammen. Dahinter steckt der Versuch junger Männer, das eigene Aussehen systematisch zu optimieren, um im Leben und besonders bei Frauen erfolgreicher zu sein.
Dabei werden zwei Methoden unterschieden. Während beim „softmaxxing“ harmlosere Methoden wie Hautpflege oder Fitnessprogramme angewendet werden, sind die Wege zur vermeintlich perfekten Version des eigenen Körpers beim „hardmaxxing“ alles andere als ungefährlich. Männer schlagen sich beispielsweise bewusst ins Gesicht, um Mikrofakturen zu erzeugen. Hinter dem sogenannten „Bone Smashing“ steckt die Hoffnung, dass die Knochen beim Zusammenwachsen markantere Gesichtszüge ergeben. Mediziner raten stark von dieser Methode ab, da Frakturen zurückbleiben können und die Gefahr besteht, dass die Knochen falsch wieder zusammenwachsen. Ähnlich verhält es sich mit dem „Lemon Bottle“, einem Fett-weg-Serum, das Looksmaxxer nutzen, um Fett im Gesicht zu verlieren und dabei drohende Nebenwirkungen, wie etwa absterbendes Gewebe, in Kauf nehmen.
Doch Looksmaxxing ist nicht nur aus medizinischer Perspektive sehr fragwürdig, sondern trägt auch zur Radikalisierung junger Männer bei. Viele Looksmaxxer sind Teil der „manosphere“, einer Community, die antifeministische Ansichten verbreitet und toxische Männlichkeitsideale propagiert. Das Bestreben, Frauen durch die veränderte Optik zu gefallen, kann schnell in Frauenhass umschlagen, wenn die Looksmaxxer zu der Überzeugung gelangen, dass die Frauen sie zur Anpassung zwängen.
Frauen wird seit Jahrhunderten eingeredet, wie sie auszusehen haben, um Männern zu gefallen. Und jetzt wird Männern von vermeintlichen Experten erklärt, wie sie mit teuren Einzelcoachings und Workshops ihren „sexuellen Marktwerk (SMW)“ für Frauen erhöhen. Dabei steht hinter den Videos, in denen teils halbe Teenager sich voller Ernsthaftigkeit ins Gesicht schlagen, vor allem eine traurige Erkenntnis: Das Bewusstsein für toxische Schönheitsideale ist, trotz vieler Stimmen aus der Body- Positivity-Community, noch längst nicht groß genug, um solche gefährlichen Trends aufzuhalten.
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