Besserwisserwissen: Manifestieren neurowissenschaftlich erklärt 

Darstellung eines menschlichen Gehirns
Was sagt die Neurowissenschaft zum Manifestieren?
Jenna Wolfram, funky-Jugendreporterin

Es gibt wieder eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Wusstest du, dass Manifestieren neurowissenschaftliche Effekte hat? 

Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Sich einfach etwas vorstellen, und schon wird es zur Realität. Diese Idee, besser bekannt als Manifestieren, erfuhr in den letzten Jahren einen regelrechten Hype. Guides in sozialen Medien boten „Zehn Schritte zur erfolgreichen Manifestation“ an und versprachen, man könne sich allein mit der Kraft der Gedanken jegliche Wünsche und Träume erfüllen.  

Auch auf TikTok kursierten mehrere Methoden zur Selbstverwirklichung durch das Nutzen der eigenen Vorstellungskraft, etwa die 369-Methode: Ihr zufolge müsse man seinen Wunsch mehrmals aufschreiben, dreimal morgens, sechsmal tagsüber und neunmal abends, und er erfülle sich angeblich wie von selbst. Auch Visionboards und geführte Meditationen sind häufige Elemente der Manifestation, die in den sozialen Medien angepriesen werden. Aber woher kommt die Überzeugung, dass so etwas überhaupt funktioniert? 

Die Grundidee des Manifestierens 
Die ursprüngliche Idee aus der Spiritualität ist unbedingt von den wissenschaftlichen Erklärungen zu unterscheiden. Viele spirituelle Ansätze basieren auf dem sogenannten „Gesetz der Anziehung“: Sie suggerieren, dass Energien gleiche Energien anziehen. Jeder Gedanke und jede Emotion stellt dabei eine eigene Energie dar. Bringt man die eigenen „Energien“ in Einklang mit den Erwünschten, ziehe man diese angeblich automatisch an. Das Universum agiert in diesem Konzept als „Lieferant“ und bringt die Wünsche nach erfolgreichem Manifestieren ins Leben der jeweiligen Person. 

Keine Zauberei – Belege der aus Wissenschaft 
Doch was steckt dahinter? Neben spirituellen Auffassungen, die sich auf die Kraft des Universums berufen, findet die Neurowissenschaft eine andere Begründung für den Effekt der Manifestation: Neuroplastizität. Darunter versteht man die Fähigkeit des Gehirns, sich durch das Bilden neuronaler Verbindungen zu verändern, weiterzubilden und anzupassen. Mithilfe von Manifestation können ebenfalls neue neuronale Verbindungen geschaffen werden, die mit jeder Wiederholung gefestigt und verstärkt werden. Besonders, wenn man seine Pläne aufschreibt, etwa mit der genannten 369-Methode, werden verschiedene Gehirnregionen aktiv, in denen sich neue Verknüpfungen bilden. In Kombination mit der sogenannten selektiven Aufmerksamkeit, also die oft unterbewusste Konzentration auf relevante Reize oder Aufgaben, tritt die Wirkung der Manifestation besonders schnell zutage: Das wiederholte Trainieren des Gehirns auf bestimmte Denkweisen sorgt dafür, dass uns einige Chancen und Möglichkeiten auffallen, die wir vorher nicht bemerkt haben. So entsteht dieser scheinbare magische Effekt, dass plötzlich alle Wünsche in Erfüllung gehen. 

Trotzdem stellt Manifestation keine Garantie für ein erfülltes Leben und das Wahrwerden aller Träume dar. Es kann jedoch den Weg dorthin erleichtern, und dabei helfen, konkretere Vorstellungen von den eigenen Zielen zu entwickeln.  

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.