Besserwissen: Wie entstehen Polarlichter?

Grüne Polarlichter
Wie entstehen eigentlich Polarlichter?
Annelie Ahäuser, funky-Jugendreporterin

Es gibt wieder eine Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Wusstest du, dass Polarlichter von der Sonne ausgehen? 

Ein Himmel, der in Grün, Rot oder Violett erstrahlt, als hätte jemand mit leuchtenden Pinseln über den dunklen Himmel gemalt – genau dieses Naturphänomen erlebt man meist in Skandinavien. Doch in den letzten Wochen sorgten Polarlichter auch deutschlandweit für Staunen. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter?  
 
Schon die Wikinger blickten mit großem Staunen in den Himmel und fragten sich, was die bunten Lichter bedeuten könnten. Tanzende Götter? Nahendes Unheil? Oder doch die Seelen Verstorbener, wie das indigene Volk der Samen es deutete? Rätsel und Mythen rankten sich Jahrhunderte lang um das Naturphänomen. Doch der eigentliche Ursprung der Polarlichter liegt etwa 150 Millionen Kilometer von uns entfernt: die Sonne.  
 
Durch plötzliche Ausbrüche im Magnetfeld der Sonne entstehen sogenannte Sonnenstürme, bei denen große Mengen energiegeladener Protonen und Elektronen ins All geschleudert werden. Die Erde absorbiert diese durch den ihr eigenen Schutzschild, das Magnetfeld. Die elektrischen Teilchen finden jedoch meist an den Polen einen Weg zur Erde: Aufgrund der senkrecht stehenden Feldlinien des Erdfeldes ist es ihnen am Nord- und Südpol möglich, in die Erdatmosphäre einzudringen.  
 
Beim Eindringen in die Erdatmosphäre stoßen die elektronischen Teilchen mit Atomen und Molekülen zusammen, Energie wird freigesetzt, was wiederum  für leuchtende Polarlichter am Nachthimmel sorgt. Sowohl die Höhe als auch die Art der Moleküle bestimmen die dabei entstehende Farbe. Leuchtet der Himmel grün, so trafen die elektronischen Teilchen beispielsweise auf Sauerstoffmoleküle. Sieht man violette Lichter, war Stickstoff der Farbgeber. Wie intensiv das Leuchten ist, hängt von der Stärke der Sonnenstürme ab.  
 
Gut für uns: Derzeit befindet sich die Sonne in einer Phase besonders hoher Aktivität. Die Sonnenstürme sind somit stärker und die Chancen größer, dass Polarlichter auch weiter südlich zu sehen – sogar in Deutschland.  
 
Somit hier ein paar Tipps für dieSuche nach Polarlichten: 
– Vorhersage-Apps und Webseiten checken 
– Sternenklarer Himmel bietet die besten Voraussetzungen 
– Wählt einen dunklen Ort mit wenig Lichtverschmutzung 
– Richtet den Blick gen Norden 
– Geduldig sein! 

Meist brauchen die Augen einen Moment, um die sanften Lichtschimmer am Himmel zu erkennen. Außerdem lohnt sich die Verwendung eines Handys oder einer Kamera mit längerer Belichtungszeit, da diese das Leuchten meist besser erkennen als das bloße Auge. 

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