Fünf feministische Bücher, die zeigen, wie Frauen oft übersehen werden

Eine Frau läuft mit einem Stapel Bücher eine Treppe herunter
Es gibt viele lesenswerte feministische Bücher.
Arsa Bushi, funky-Jugendreporterin

Wir leben in einer Welt, die in vielen Bereichen immer noch von Männern dominiert wird. Die Lebenswelt und die Erfahrungen von Frauen geraten in den Hintergrund. Diese fünf Bücher machen deutlich, wieso sich das dringend ändern muss. 

1. „Difficult Women“ von Helen Lewis 
Nicht die „braven“ Frauen schreiben Geschichte, sondern die „schwierigen“ – das ist der zentrale Gedanke dieses Buches. Helen Lewis porträtiert elf Frauen, die Regeln gebrochen, Erwartungen gesprengt und damit die Welt verändert haben. Diese Frauen haben sich gegen das Patriarchat, gesellschaftliche Normen und das Bild der „angepassten Frau“ gestellt. Doch gerade ihr Mut, laut zu sein und nicht nachzugeben, hat echte Veränderungen möglich gemacht. „Difficult Women“ ist mehr als nur eine Sammlung spannender Lebensgeschichten. Es ist eine Einladung zum Nachdenken – über den Wert von Widerstand, den Preis von Ungehorsam und darüber, warum echte Veränderung selten leise passiert. 

2. ,,Das andere Geschlecht“ von Simone de Beauvoir 
 Schon über 75 Jahre alt, aber immer noch ein feministischer Klassiker: Beauvoir zeigt, wie Frauen von der Gesellschaft als „zweites Geschlecht“ behandelt werden. Ihr Buch öffnet den Blick dafür, wie tief verwurzelt Geschlechterrollen sind und wie sie uns Menschen formen – weit über biologische Unterschiede hinaus. Wer verstehen will, warum Gleichberechtigung so hart erkämpft werden muss, findet hier eine unverzichtbare Grundlage. 

3. ,,Frauen schulden dir gar nichts“ von Florence Given 
Die 26-jährige Florence Given ist eine starke Stimme für junge Feministinnen und Feministen. Sie räumt mit Vorurteilen auf und spricht offen über Themen wie toxische Männlichkeit, Body Positivity und queere Lebensweisen. Dieses Buch gibt Selbstbewusstsein und Mut – perfekt für alle, die klare Worte und praktische Tipps für den Alltag suchen, um sich gegen sexistische Strukturen zu wehren. 

4. „Unsichtbare Frauen“ von Caroline Perez 
 Viele Dinge in unserer Welt sind für Männer gemacht, Frauen bleiben dabei oft unsichtbar. Caroline Perez zeigt eindrücklich, wie sich das auf Alltag, Gesundheit und das Sicherheitsgefühl von Frauen auswirkt. Ihre Beispiele wecken ein Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, Frauen nicht nur zu sehen, sondern sie aktiv in Politik und Gesellschaft einzubeziehen. Ein Buch, das für jeden Pflicht sein sollte, der oder die verstehen will, warum Gleichstellung mehr als nur ein Wort ist. 

5. ,,Komm, wie du willst“ von Emily Nagoski 
 Hier wird mit Mythen über die weibliche Sexualität aufgeräumt. Jede Frau hat ihr eigenes Verlangen – und das ist völlig normal. Nagoski hilft dabei, Scham abzulegen und sich selbst anzunehmen. Wer sich selbst besser verstehen und mit mehr Selbstbewusstsein leben möchte, findet in diesem Buch eine liebevolle und ehrliche Anleitung, die befreiend wirkt. 

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.