Besserwisserwissen: Warum wir gähnen müssen 

Ein Mädchen steht im Badezimmer und gähnt.
Gähnen wir wirklich nur aus Müdigkeit?
Arsa Bushi, funky-Jugendreporterin

Es gibt wieder eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Wusstest du, wieso wir Menschen gähnen? 

Gähnen – alle machen es, aber kaum jemand weiß, warum. Klar, meist passiert es, wenn man müde, gelangweilt oder einfach unkonzentriert ist. Das Spannende: Allein, wenn man jemanden gähnen sieht oder nur daran denkt, zu gähnen, löst das häufig ein Gähnen aus. Forschende vermuten, dass das mit Mitgefühl und Nachahmung zu tun hat. 

Ganz verstanden haben Forschende das Phänomen aber noch nicht. Es gibt sogar ein eigenes Forschungsgebiet, das sich dem Gähnen widmet – die Chasmologie. Schon seit vielen Jahren versuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herauszufinden, was wirklich während dieses Prozesses im Körper passiert. 2010 trafen sich beispielsweise bei einem Internationalen Gähn-Kongress in Paris Expertinnen und Experten aus aller Welt, um ihre Ideen und Studien zu teilen. 

Früher dachte man, Gähnen hätte lediglich mit einem Sauerstoffmangel zu tun. Dieser Theorie zufolge soll Gähnen helfen, mehr frische Luft und somit Sauerstoff in den Körper zu transportieren. Doch der US-Psychologe Robert Provine konnte das schon im Jahr 1987 widerlegen: In seinem Experiment gähnten Menschen gleich oft, ganz unabhängig davon, ob sie reinen Sauerstoff oder normale Luft einatmeten. Damit war klar – der Sauerstoffmangel spielt höchstens eine Nebenrolle. 

Heute geht man von einer anderen Prämisse aus: der Gehirnkühlungs-Theorie. Demzufolge dient Gähnen dazu, das Gehirn leicht abzukühlen. Studien konnten zeigen, dass dabei die Temperatur im Kopf sinkt, was wiederum das Denken und die Konzentration unterstützen kann. Außerdem wurde beobachtet, dass Menschen weniger gähnen, wenn es draußen sehr kalt oder sehr heiß ist – in beiden Fällen bringt die Abkühlung nichts oder wäre sogar ineffektiv. 

Gähnen bleibt also ein faszinierendes Rätsel, das zeigt, wie klug der Körper ist. Es ist ein automatischer Reflex, der offenbar mehr steuert, als man dachte – vom Gehirn, über den Körper bis zu sozialen Signalen. 

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.