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Umweltfreundlich einkaufen: Darauf kannst du achten

Durchschnittlich ist jeder Deutsche jährlich für einen Ausstoß von rund acht Tonnen CO2 verantwortlich. Rund zwölf Prozent davon macht die Ernährung aus. Dass etwa Fleischkonsum einen hohen Emissionsverbrauch hat und dadurch den Klimawandel weiter vorantreibt, ist bereits seit Längerem bekannt. Um den immens hohen Betrag an schädlichem CO2 zu reduzieren, zeigen wir, welche Produkte unseren ökologischen Fußabdruck etwas weniger belasten und wo diese zu finden sind.
Von Clara Verstl, funky-Jugendreporterin

Frische Marktprodukte
Einen Markt, der nicht nur frische, sondern vor allem auch regionale Produkte verkauft, hat fast jeder in der näheren Umgebung. Regional erzeugte Lebensmittel sind vor allem deshalb ökologischer, weil sie mit viel kürzeren Transportwegen verbunden sind. Die kleinste CO2-Bilanz haben dabei pflanzliche Produkte. Sie belasten das Klima am wenigsten. Doch Achtung bei Lebensmitteln in Konservendosen: Ihr ökologischer Fußabdruck ist in der Regel dreimal schlechter als der von frischen, unverpackten Produkten. Also: Lieber Gemüse und Obst auf dem regionalen Markt kaufen anstatt verpackt im Supermarkt!

Augen auf beim Apfelkauf
Wie kompliziert es ist, umweltfreundliche Lebensmittel zu erkennen, zeigt sich besonders bei den Äpfeln: Werden sie regional angebaut und dann auf Märkten weiterverkauft, sind ihre CO2-Werte in der Regel vorbildlich. Doch werden Äpfel gleich nach ihrer Ernte in Kühlhäusern gelagert, steigt ihre CO2-Bilanz logischerweise. Ab April (vorausgesetzt im Herbst wurde geerntet) ist es dann sogar klimafreundlicher, die Äpfel aus Argentinien importieren zu lassen. Regionale Produkte verursachen also größtenteils zwar weniger CO2, jedoch nur, wenn sie frisch sind und gleich nach der Ernte verkauft werden.

Go green, go veggie. Sich vegetarisch zu ernähren oder seine Ernährung zumindest ein wenig grüner zu gestalten, kann viel bewirken. Foto: Pexels.

Auf Fleisch verzichten
Der Unterschied zwischen der CO2-Bilanz von 100 Gramm Hühnerbrust (1500 Gramm CO2) und der gleichen Menge Linsen (250 Gramm CO2) ist erstaunlich groß. Dass deshalb nicht jeder gleich auf eine komplett vegetarische Ernährung umsteigt, ist klar. Doch es wäre schon ein wichtiger Schritt, wenn viele einfach nur weniger Fleisch essen würden. Warum beim nächsten Einkauf also nicht einfach mal auf eine vegetarische Alternative ausweichen? Auf lange Sicht gesehen tut man so nicht nur seinem Körper einen Gefallen, sondern auch der Umwelt.

Schokolade
Im Großen und Ganzen steht Schokolade nicht gerade für einen kleinen ökologischen Fußabdruck, da die Anpflanzung viel Wasser benötigt und die Kakaobohnen zu uns importiert werden. Möchte man sich trotzdem eine Tafel gönnen, sollte man auf folgende Dinge achten. Erster Punkt: die Verpackung. In der Regel ist leicht zu erkennen, ob es sich dabei um Plastik oder einen recycelbaren Stoff handelt. Meist steht auf der Verpackung auch, wie sie entsorgt werden kann. Als Nächstes wird auf die Zutatenliste geschaut: Enthält die Lieblingsschokolade Palmöl? Das wäre nicht gut, da für die Palmölplantagen hektarweise Regenwald gerodet werden müssen. Zum einen verlieren dadurch immer mehr bedrohte Tierarten ihren Lebensraum. Zum anderen gelangen durch die Brandrodung klimaschädliche Gase in die Atmosphäre. Zum Glück jedoch sind plastik- und palmölfreie Schokoladen nicht mehr so selten wie noch vor einigen Jahren und heutzutage in fast jedem Supermarkt zu finden.

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