Juliane Uhl, funky-Jugendreporterin
Jugend wird oft mit Freiheit assoziiert. Das Berufsleben liegt noch bevor – und damit die Entscheidung, welchen Platz wir in der Gesellschaft einnehmen wollen. In der Kindheit träumen wir von Unabhängigkeit und der Möglichkeit, uns selbst zu verwirklichen. Doch Freiheit und Gemeinschaft bedingen einander. In einer Welt voller Krisen wird Freiheit, wie wir sie kennen, längst nicht mehr nur verteidigt, sondern zunehmend auch missinterpretiert.
Ob in Pandemiezeiten, beim Klimaschutz oder sozialer Gerechtigkeit: Hochgekochte Debatten um die Freiheit gab es in jüngster Vergangenheit einige. Was dabei immer wieder auffällt: Es geht nur selten um gemeinsame Verantwortung, sondern immer öfter um persönliche Komfortzonen. Der egoistische Freiheitsbegriff ist auf dem Vormarsch. Er äußert sich im Pochen auf individuelle Entfaltung, ohne Rücksicht auf Verluste, ganz im Sinne der Durchsetzung eigener Interessen.
Im Kreuzfeuer sich bekriegender Nationen und angesichts der voranschreitenden Klimakrise fühlen sich viele Menschen machtlos. Der eigene Wirkungskreis scheint die letzte kontrollierbare Größe zu sein. Besonders komfortabel wird diese Selbstverwirklichung in Verbindung mit eigens ausgewählten „Fakten“, die durch den Verbleib innerhalb einer ähnlich denkenden Community in den sozialen Medien scheinbar bestätigt werden. Doch genau diese Entwicklung lässt die gesellschaftliche Öffentlichkeit als Ort zur Aushandlung gemeinsamer Werte verschwinden.
Und das ist fatal. Denn die Demokratie und die damit verbundene Freiheit sind keineswegs selbstverständlich. Sie erfordern Engagement und ziehen alle Menschen mit in die Verantwortung, die gemeinsamen Grundsätze zu verteidigen. Der Verlust eines gemeinsamen Konsenses und die fatalistische Abkehr von der Gesellschaft untergraben genau diese Freiheit.
Gegen die Blindheit für Privilegien hilft nur Reflexion – und gelebte Erinnerungskultur. Politische Medienbildung und Räume für Beteiligung sind dafür unerlässlich. Wer Freiheit verlangt, muss die Demokratie schützen und sich bewusst für humanistische Werte entscheiden. Ohne Verantwortung bleibt Freiheit nur eine hohle Phrase.
Du willst mehr? Du bekommst mehr!
-
Sabrina Carpenter hat mit dem Cover ihres am 29. August 2025 erscheinenden Albums „Man’s Best…
-
„Man darf ja gar nichts mehr sagen". Stimmt nicht, findet unsere Autorin. Jüngste Beispiele zeigen,…
-
Streamingplattformen wie Netflix und Co. liefern sich einen immer härteren Konkurrenzkampf – mit lästigen Folgen…
-
Unbezahlte Praktika sind leider immer noch weit verbreitet. Unfair! Findet unsere Autorin und berichtet im…
Jugend wird oft mit Freiheit assoziiert. Das Berufsleben liegt noch bevor – und damit die Entscheidung, welchen Platz wir in der Gesellschaft einnehmen wollen. In der Kindheit träumen wir von Unabhängigkeit und der Möglichkeit, uns selbst zu verwirklichen. Doch Freiheit und Gemeinschaft bedingen einander. In einer Welt voller Krisen wird Freiheit, wie wir sie kennen, längst nicht mehr nur verteidigt, sondern zunehmend auch missinterpretiert.
Ob in Pandemiezeiten, beim Klimaschutz oder sozialer Gerechtigkeit: Hochgekochte Debatten um die Freiheit gab es in jüngster Vergangenheit einige. Was dabei immer wieder auffällt: Es geht nur selten um gemeinsame Verantwortung, sondern immer öfter um persönliche Komfortzonen. Der egoistische Freiheitsbegriff ist auf dem Vormarsch. Er äußert sich im Pochen auf individuelle Entfaltung, ohne Rücksicht auf Verluste, ganz im Sinne der Durchsetzung eigener Interessen.
Im Kreuzfeuer sich bekriegender Nationen und angesichts der voranschreitenden Klimakrise fühlen sich viele Menschen machtlos. Der eigene Wirkungskreis scheint die letzte kontrollierbare Größe zu sein. Besonders komfortabel wird diese Selbstverwirklichung in Verbindung mit eigens ausgewählten „Fakten“, die durch den Verbleib innerhalb einer ähnlich denkenden Community in den sozialen Medien scheinbar bestätigt werden. Doch genau diese Entwicklung lässt die gesellschaftliche Öffentlichkeit als Ort zur Aushandlung gemeinsamer Werte verschwinden.
Und das ist fatal. Denn die Demokratie und die damit verbundene Freiheit sind keineswegs selbstverständlich. Sie erfordern Engagement und ziehen alle Menschen mit in die Verantwortung, die gemeinsamen Grundsätze zu verteidigen. Der Verlust eines gemeinsamen Konsenses und die fatalistische Abkehr von der Gesellschaft untergraben genau diese Freiheit.
Gegen die Blindheit für Privilegien hilft nur Reflexion – und gelebte Erinnerungskultur. Politische Medienbildung und Räume für Beteiligung sind dafür unerlässlich. Wer Freiheit verlangt, muss die Demokratie schützen und sich bewusst für humanistische Werte entscheiden. Ohne Verantwortung bleibt Freiheit nur eine hohle Phrase.
Du willst mehr? Du bekommst mehr!
Sabrina Carpenter hat mit dem Cover ihres am 29. August 2025 erscheinenden Albums „Man’s Best…
„Man darf ja gar nichts mehr sagen". Stimmt nicht, findet unsere Autorin. Jüngste Beispiele zeigen,…
Streamingplattformen wie Netflix und Co. liefern sich einen immer härteren Konkurrenzkampf – mit lästigen Folgen…
Unbezahlte Praktika sind leider immer noch weit verbreitet. Unfair! Findet unsere Autorin und berichtet im…