Besserwissenwissen:  Was bringt ein Dopamin-Detox?

Durch den Dopmain-Detox lernt das Gehirn, dass auch Ruhe schön ist – zum Beispiel bei einer Meditation.
Durch den Dopmain-Detox lernt das Gehirn, dass auch Ruhe schön ist – zum Beispiel bei einer Meditation.
Nele Heimann, funky-Jugendreporterin

Es gibt wieder eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Hast du schon einmal vom Dopamin-Detox gehört?

Um einen Text zu schreiben, ist es ratsam, zwischendurch nicht dauernd auf das Handy zu schauen. Leichter gesagt als getan. Die meisten haben ihr Handy fast minütlich in der Hand und checken Instagram, TikTok, WhatsApp und Co – und schon ist das nächste Dopamin-High da.

Dopamin ist ein Neurotransmitter, der im Gehirn als eine Art Belohnungssytem fungiert. Dopamin löst an sich kein Glücksgefühl aus, lässt uns aber gewisse Dinge mit (temporärem) Glück assoziieren. Genau das macht es so tückisch – denn nicht nur das Kompliment einer lieben Person kann Dopamin auslösen, sondern beispielsweise auch der Konsum von Alkohol oder anderen Suchtmitteln.

Aber geht es auch ohne? Beim Dopamin-Detox geht es genau darum: Abstand gewinnen von der Flut an Nachrichten und Likes in den sozialen Medien, die für die kurze Glücksmomente sorgen. Doch warum fällt es den meisten eigentlich so schwer, darauf zu verzichten?

Durch die Permanenz von Social-Media haben viele Menschen eine Art der Suchtverhalten entwickelt – gerade die Nutzung des Handys beim Treffen mit Freudinnen und Freunden, beim Filme schauen oder auf der Arbeit ist zur Normalität geworden. Um von dieser Sucht loszukommen, braucht es einen Neustart – und das bedeutet vorrübergehend die völlige Abstinenz.

Beim Dopamin-Detox passiert genau das. Eine Woche ohne Handy, wahlweise ohne irgendein digitales Medium, kann einen Effekt haben. Der Kopf lernt, dass Ruhe auch schön sein kann. Unterstützt werden kann der Lernprozess durch gezielte Entspannungstechniken, beispielsweise Meditation. Damit der Effekt anhält, sollte das Handy auch nach dem Detox regelmäßig zur Seite gelegt werden – denn eine Woche Auszeit reicht nicht aus, um die Muster im Gehirn langfristig zu durchbrechen.

Es empfiehlt sich daher, sich bewusst Auszeiten zu schaffen: maximal zwei Stunden Screentime am Tag, morgens nicht als Erstes aufs Handy schauen und sich den Dopamin-Hit lieber anderweitig holen – etwa durch Sport, Begegnungen oder ein gutes Buch.

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.