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Fünf unangenehme Begrüßungs- und Abschiedssituationen

Zwei Personen begrüßen sich mit dem Ellbogen
Der Corona-Ellenbogen hat bei so mancher Begrüßung schon zu peinlichen Verwirrungen geführt.

In unserer Reihe „5 unangenehme Situationen“ geht es diesmal um Momente, die vielleicht die Königsdisziplin der zwischenmenschlichen Interaktion sind: Begrüßung und Verabschiedung. „Hallo“ und „Tschüss“ sind umgeben von einem Minenfeld aus Rotwerdern, Blicksenkern und Imbodenversinkern. Hier kommen fünf unangenehme Situationen rund um Begrüßung und Abschied.

Matheo Berndt, funky-Jugendreporter

Wink-Irrtum

Den Klassiker gleich vorneweg: Jemand winkt dir zu, du kennst die Person entweder und winkst zurück oder du erkennst sie nicht, winkst aber trotzdem – falls ihr euch vielleicht doch kennt oder die andere Person vielleicht einfach nur freundlich zu Fremden ist. Und dann der Schock: Du siehst dich um und bemerkst, dass du eigentlich gar nicht gemeint warst. Falls man die Person nicht kannte, kann man zumindest schnell das Weite suchen und so tun, als wäre nichts gewesen. 

Der Ellbogen

Was auch immer es mit dieser Geste an sich hat – die Faustcheck-ähnliche Begrüßung mit dem Ellbogen, die sich seit der Pandemie eingeschlichen hat, hat etwas grundlegend Unangenehmes an sich. Vielleicht liegt es daran, dass durch die nicht verwendeten Unterarme ironischerweise der Abstand zwischen den Personen kleiner wird, vielleicht liegt es auch einfach an den Entstehungsumständen der Geste. Einziger Vorteil – abgesehen von der Hygiene – ist, dass man durch den Ellbogen nicht auf die Stärke des eigenen Händedrucks achten muss.

Zu früh eingewählt

Als Corona-Abiturient kann ich ein Lied von unangenehmen Teams- oder Zoom-Situationen singen. Unangenehm ist es vor allem, wenn man sich einwählt und erst ein oder zwei andere Personen im „Raum“ sind, oder schlimmstenfalls sogar nur die Lehrkraft. Es erinnert ein wenig an das Gefühl, der*die Letzte im Klassenraum zu sein während die Lehrkraft darauf wartet, den Raum abzuschließen zu können. Auch in anderen Zusammenhängen ziehen sich die Sekunden wie Kaugummi, wenn man am Anfang eines Videocalls mit Personen allein ist, mit denen man das für gewöhnlich selten ist.

Hallo, Hallo!

Situation: Man begegnet im Vorbeigehen einer Person, die man kennt. Man grüßt, die andere Person grüßt nicht sofort zurück. Hat er*sie mich gehört? Soll ich nochmal grüßen oder einfach riskieren, dass die Person denkt, ich hätte nicht gegrüßt? Besonders schwierig verhält sich dieses Dilemma bei älteren Personen, bei denen man ja als junge Person zuerst grüßen sollte. Toll wäre es, wenn man einfach fragen könnte „Haben sie mich gehört? Ich habe gerade Hallo gesagt.“

Vor verschlossenen Türen

Eine Verabredung, eine gemeinsame Fahrstuhlfahrt, eine spontane Begegnung in der Bahn neigt sich dem Ende zu. Eigentlich hat man sich schon verabschiedet, die Interaktion ist quasi in trockenen Tüchern, es kann nichts mehr schiefgehen – denkst du. Dann aber gehen die Türen nicht auf. Wieder ziehen sich die Sekunden schier ins Unendliche. Instinktives Knopfdrücken, Schweigen, nervöses Lächeln. Dann endlich gehen die Schiebetüren auf. Kameras an Aufzug- und Bahntüren würden wohl sehr viel komödiantisches Filmmaterial vom Feinsten einfangen!

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Du willst mehr? Du bekommst mehr!

Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.