Marie Wilken, funky-Jugendreporterin
Tausend Mal berührt, Tausend Mal ist nichts passiert: Dieses Gefühl kennt nicht nur Klaus Lage. Man kennt sich und ist vertraut miteinander. Doch plötzlich ist da doch mehr als nur Freundschaft. Wie ist es wirklich, wenn aus Freundschaft Liebe wird? Mia ist seit über zwei Jahren mit ihrem Freund zusammen. Die beiden haben sich über gemeinsame Freunde in der Schule kennengelernt und waren zunächst nur befreundet. Im Gespräch erzählt Mia, wie es weiterging und welche Vorteile es haben kann, sich bereits gut zu kennen.
Mia, wie war dein erster Eindruck von deinem Freund?
Mia: Mein erster Eindruck war nicht so gut. Er war Teil einer Freundesgruppe, die ich nicht gut kannte und die auch nicht so mein Fall war. In der Mittelstufe hatten wir nicht viel miteinander zu tun. In der Oberstufe saßen wir dann in Geschichte nebeneinander und in Geographie saß er direkt vor mir. Sein Freund und er haben immer alles gewusst. Das fand ich schon beeindruckend, aber auch immer ein bisschen komisch. Es war aber auf jeden Fall nicht der erste Eindruck, der mich überzeugt hat. Erst, als wir uns näher kennengelernt haben, war er mir sympathisch.
Was habt ihr in eurer Freundschaft über den jeweils anderen gelernt?
Ziemlich viel, würde ich sagen. Alles, was die Familie angeht, Interessen und auch, was wir nach dem Abitur machen möchten. Wir haben damals auch schon viel miteinander telefoniert und geschrieben. Somit haben wir uns auch schon vor unserer Beziehung sehr gut gekannt.
Wie habt ihr gemerkt, dass ihr mehr als Freunde seid?
Ich habe einer gemeinsamen Freundin geschrieben, dass da von meiner Seite aus mehr sein könnte. Bis dahin waren vielleicht drei Monate vergangen. Sie hat es ihm dann aus Versehen gesagt. Anschließend hat er mich gefragt, ob es stimmen würde. Danach war alles erst einmal sehr überfordernd. Wir haben uns beide die Zeit genommen, darüber nachzudenken. Nach einer Weile habe ich ihn dann einfach gefragt, ob er mit mir in den Urlaub fahren möchte. Da haben wir dann sehr viel Zeit zu zweit verbracht und auch viel miteinander geredet. Dabei haben wir gemerkt, dass es wirklich passen könnte.
Habt ihr zunächst versucht, Gefühle zu verstecken?
Nein. Ab dem Zeitpunkt, wo wir unsere Gefühle bemerkt haben, wusste es unser enger Kreis eigentlich auch. Dadurch, dass meiner Freundin meine Gefühle rausgerutscht sind, waren wir von Anfang an auch direkt offen miteinander.
Hattet ihr Angst um eure Freundschaft?
Kurz. Ich befürchtete, dass es sich anders anfühlen könnte. Auch wenn es in die Hose gehen würde, wäre es für unsere Freundesgruppe nicht schön gewesen. Aber das Risiko haben wir in Kauf genommen. Wir könnten ja beide auch getrennt noch mit denselben Menschen befreundet sein. Ich wollte nicht, dass das der Grund ist, es nicht zu versuchen. Manchmal denke ich heute noch darüber nach.
Wie kam es dazu, dass einer von euch den Schritt gemacht hat?
Dadurch, dass ich gefragt habe, ob er mit mir Urlaub machen möchte, war das eigentlich ich. So hat er auch gemerkt, dass ich es wirklich ernst meine. Eines Abends sind wir im Urlaub noch was trinken gewesen. Dabei haben wir wieder richtig viel geredet und uns einmal sehr lange einfach angeschaut. Ich glaube, das war der Moment, in dem wir es beide endgültig gemerkt haben: Da ist mehr.
Was hat sich seitdem zwischen euch geändert?
Wir haben natürlich ein viel engeres Verhältnis zueinander. Wir stimmen mehr miteinander ab, das macht man in einer Freundschaft nicht. Auch die kleinen Dinge, die er macht, interessieren mich mehr. Wenn ich eine Freundin fünf Tage nicht sehe und höre, ist das normal. Dazu bin ich viel verletzlicher geworden, weil er mich zu 100 Prozent kennt und ich mich geöffnet habe. Wir teilen wirklich alles miteinander.
Was ist gleichgeblieben?
Unser Humor. Wir haben immer noch dieselben Insider, auch wenn natürlich neue Witze dazugekommen sind.
War es ein Vorteil, dass ihr euch zuvor schon gut kanntet?
Ich glaube schon. Wenn du eine Person neu kennenlernst, kannst du sie nicht einschätzen. Du weißt gar nicht, wer sie ist. Wir wussten schon einiges voneinander. Ich musste mir vor unseren Treffen keine Gedanken machen, wie es werden könnte. Ich denke, dass es dann ein Vorteil ist.
Gibt es etwas, das du an eurer Geschichte besonders gerne magst?
Dass es so ungezwungen war. Wir waren beide mitten im Abitur und nicht auf der Suche nach einer Beziehung. Es ist einfach so passiert. Wir haben es einfach mal versucht und es hat geklappt. Wir konnten so sein, wie wir sind. Ich musste mich nie verstellen. Wir haben uns beide einfach darauf eingelassen. Das war sehr schön.
Du willst mehr? Du bekommst mehr!
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Mia, wie war dein erster Eindruck von deinem Freund?
Mia: Mein erster Eindruck war nicht so gut. Er war Teil einer Freundesgruppe, die ich nicht gut kannte und die auch nicht so mein Fall war. In der Mittelstufe hatten wir nicht viel miteinander zu tun. In der Oberstufe saßen wir dann in Geschichte nebeneinander und in Geographie saß er direkt vor mir. Sein Freund und er haben immer alles gewusst. Das fand ich schon beeindruckend, aber auch immer ein bisschen komisch. Es war aber auf jeden Fall nicht der erste Eindruck, der mich überzeugt hat. Erst, als wir uns näher kennengelernt haben, war er mir sympathisch.
Was habt ihr in eurer Freundschaft über den jeweils anderen gelernt?
Ziemlich viel, würde ich sagen. Alles, was die Familie angeht, Interessen und auch, was wir nach dem Abitur machen möchten. Wir haben damals auch schon viel miteinander telefoniert und geschrieben. Somit haben wir uns auch schon vor unserer Beziehung sehr gut gekannt.
Wie habt ihr gemerkt, dass ihr mehr als Freunde seid?
Ich habe einer gemeinsamen Freundin geschrieben, dass da von meiner Seite aus mehr sein könnte. Bis dahin waren vielleicht drei Monate vergangen. Sie hat es ihm dann aus Versehen gesagt. Anschließend hat er mich gefragt, ob es stimmen würde. Danach war alles erst einmal sehr überfordernd. Wir haben uns beide die Zeit genommen, darüber nachzudenken. Nach einer Weile habe ich ihn dann einfach gefragt, ob er mit mir in den Urlaub fahren möchte. Da haben wir dann sehr viel Zeit zu zweit verbracht und auch viel miteinander geredet. Dabei haben wir gemerkt, dass es wirklich passen könnte.
Habt ihr zunächst versucht, Gefühle zu verstecken?
Nein. Ab dem Zeitpunkt, wo wir unsere Gefühle bemerkt haben, wusste es unser enger Kreis eigentlich auch. Dadurch, dass meiner Freundin meine Gefühle rausgerutscht sind, waren wir von Anfang an auch direkt offen miteinander.
Hattet ihr Angst um eure Freundschaft?
Kurz. Ich befürchtete, dass es sich anders anfühlen könnte. Auch wenn es in die Hose gehen würde, wäre es für unsere Freundesgruppe nicht schön gewesen. Aber das Risiko haben wir in Kauf genommen. Wir könnten ja beide auch getrennt noch mit denselben Menschen befreundet sein. Ich wollte nicht, dass das der Grund ist, es nicht zu versuchen. Manchmal denke ich heute noch darüber nach.
Wie kam es dazu, dass einer von euch den Schritt gemacht hat?
Dadurch, dass ich gefragt habe, ob er mit mir Urlaub machen möchte, war das eigentlich ich. So hat er auch gemerkt, dass ich es wirklich ernst meine. Eines Abends sind wir im Urlaub noch was trinken gewesen. Dabei haben wir wieder richtig viel geredet und uns einmal sehr lange einfach angeschaut. Ich glaube, das war der Moment, in dem wir es beide endgültig gemerkt haben: Da ist mehr.
Was hat sich seitdem zwischen euch geändert?
Wir haben natürlich ein viel engeres Verhältnis zueinander. Wir stimmen mehr miteinander ab, das macht man in einer Freundschaft nicht. Auch die kleinen Dinge, die er macht, interessieren mich mehr. Wenn ich eine Freundin fünf Tage nicht sehe und höre, ist das normal. Dazu bin ich viel verletzlicher geworden, weil er mich zu 100 Prozent kennt und ich mich geöffnet habe. Wir teilen wirklich alles miteinander.
Was ist gleichgeblieben?
Unser Humor. Wir haben immer noch dieselben Insider, auch wenn natürlich neue Witze dazugekommen sind.
War es ein Vorteil, dass ihr euch zuvor schon gut kanntet?
Ich glaube schon. Wenn du eine Person neu kennenlernst, kannst du sie nicht einschätzen. Du weißt gar nicht, wer sie ist. Wir wussten schon einiges voneinander. Ich musste mir vor unseren Treffen keine Gedanken machen, wie es werden könnte. Ich denke, dass es dann ein Vorteil ist.
Gibt es etwas, das du an eurer Geschichte besonders gerne magst?
Dass es so ungezwungen war. Wir waren beide mitten im Abitur und nicht auf der Suche nach einer Beziehung. Es ist einfach so passiert. Wir haben es einfach mal versucht und es hat geklappt. Wir konnten so sein, wie wir sind. Ich musste mich nie verstellen. Wir haben uns beide einfach darauf eingelassen. Das war sehr schön.
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