Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) veröffentlichte im Mai 2026 seinen internationalen Bericht über das Wohlergehen der Kinder in wohlhabenden EU- und OECD-Staaten. Beunruhigend ist, dass Deutschland dort von 37 untersuchten Staaten lediglich den 25. Platz belegt. In diesem unteren Mittelfeld befindet sich das Land bereits seit einigen Jahren.
„In Deutschland hängt der Bildungserfolg zu oft vom Geldbeutel der Eltern ab“, erklärt Katja Sodomann, Pressesprecherin von UNICEF Deutschland. „Wer in kleinen Wohnungen keine ruhige Ecke für Hausaufgaben hat, sich keine Nachhilfe leisten kann und kaum Bücher zu Hause hat, startet mit einem Rucksack voller Nachteile ins Schulleben. Das muss unser Bildungssystem noch besser ausgleichen.“ In der Summe beeinflussen diese Nachteile die kognitive und soziale Entwicklung der Kinder. Armut wirkt sich darüber hinaus nicht nur auf die Bildung, sondern auch auf Wohnen, Ernährung, Gesundheit und Freizeit aus.
Die Studie zeigt allerdings auch, dass die finanziellen Ungleichheiten in Deutschland eher zunehmen: Das Verhältnis der Einkommen zwischen wohlhabenden und ärmeren Familien liegt mittlerweile bei 1 zu 5, die Kinderarmutsquote stagniert bei 15 Prozent. Diese starken Ungleichheiten wirken sich laut dem Bericht deutlich auf Bildung sowie körperliche und mentale Gesundheit aus. „Dass Deutschland im Ranking so weit hinten liegt, hat vielschichtige Gründe. Wie Kinder aufwachsen, wird in der Familie, gesellschaftlich, kulturell oder auch politisch geprägt. Der internationale Vergleich zeigt: Es geht nicht darum, wie wohlhabend ein Land ist, sondern wofür es sein Geld ausgibt. Und da stehen Kinder in Deutschland zu selten ganz oben. Was Kinder in Deutschland brauchen, sind gute Bedingungen, um aufzuwachsen mit flächendeckender Betreuung, guten Ganztagsschulen und leichterem Zugang zu finanzieller Unterstützung für ihre Familien. Andere Länder zeigen: Das geht.“
Die verschiedenen Länder haben sehr unterschiedliche Ansätze, Kindern und Familien zu unterstützen, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Der Studie zufolge bleibt Deutschland weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Länder wie Portugal (Platz 4) oder Litauen (Platz 7) – mit teils deutlich geringerer Wirtschaftskraft – schneiden beim Wohlbefinden von Kindern besser ab. „Der internationale Vergleich zeigt: Kinderarmut kann gesenkt werden, wenn Politik konsequent in Familien investiert. Deutschland ist wohlhabend genug, um seine Kinderarmut zu bekämpfen“, so Sodomann.
Doch auch die Gesundheit von Kindern kann durch das Aufwachsen in Armut beeinträchtigt werden. Das Hilfswerk berichtet beispielsweise, dass der Anteil körperlich gesunder Kinder in Deutschland in Bevölkerungsanteilen mit einem höheren Einkommensniveau ebenfalls größer ist. Auch die mentale Gesundheit der Kinder wird negativ beeinflusst: 60 Prozent der 15-Jährigen aus einkommensschwachen Haushalten sagen, dass sie zufrieden mit ihrem Leben sind, wohingegen es bei den Befragten aus wohlhabenden Familien 73 Prozent sind.
Zurückzuführen sind diese Benachteiligungen auf meist infrastrukturelle Nachteile einkommensschwacher Familien: fehlende Kitaplätze, marode Schulgebäude, eingeschränkter Zugang zu Digitalisierung, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten sowie therapeutischer und medizinischer Versorgung.
UNICEF empfiehlt auf Grundlage dieses Berichts, politisch gegen Kinderarmut vorzugehen. Ein niedriger Lebensstandard bedeutet eine Einschränkung des Rechts auf Teilhabe, Bildung und Gesundheit. „Ein Land, das in Kinder investiert, investiert in seine eigene Zukunft. Deutschland sollte gezielt die Kinder fördern, die am stärksten benachteiligt sind. Denn alle Kinder verdienen die gleichen Chancen. Dafür braucht es mehr Unterstützung für Familien, bessere Zugänge zu Schulen, Ärzten und Kitas – egal in welchem Stadtteil ein Kind aufwächst, ein Mitspracherecht für Kinder und eine Politik, die checkt, ob ihre Entscheidungen auch wirklich etwas verbessern. Die Rechte von Kindern sollten im Grundgesetz stehen – nicht als Symbol, sondern damit sie bei allen politischen Entscheidungen von Anfang an mitgedacht werden“, fasst Katja Sodomann zusammen.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) veröffentlichte im Mai 2026 seinen internationalen Bericht über das Wohlergehen der Kinder in wohlhabenden EU- und OECD-Staaten. Beunruhigend ist, dass Deutschland dort von 37 untersuchten Staaten lediglich den 25. Platz belegt. In diesem unteren Mittelfeld befindet sich das Land bereits seit einigen Jahren.
„In Deutschland hängt der Bildungserfolg zu oft vom Geldbeutel der Eltern ab“, erklärt Katja Sodomann, Pressesprecherin von UNICEF Deutschland. „Wer in kleinen Wohnungen keine ruhige Ecke für Hausaufgaben hat, sich keine Nachhilfe leisten kann und kaum Bücher zu Hause hat, startet mit einem Rucksack voller Nachteile ins Schulleben. Das muss unser Bildungssystem noch besser ausgleichen.“ In der Summe beeinflussen diese Nachteile die kognitive und soziale Entwicklung der Kinder. Armut wirkt sich darüber hinaus nicht nur auf die Bildung, sondern auch auf Wohnen, Ernährung, Gesundheit und Freizeit aus.
Die Studie zeigt allerdings auch, dass die finanziellen Ungleichheiten in Deutschland eher zunehmen: Das Verhältnis der Einkommen zwischen wohlhabenden und ärmeren Familien liegt mittlerweile bei 1 zu 5, die Kinderarmutsquote stagniert bei 15 Prozent. Diese starken Ungleichheiten wirken sich laut dem Bericht deutlich auf Bildung sowie körperliche und mentale Gesundheit aus. „Dass Deutschland im Ranking so weit hinten liegt, hat vielschichtige Gründe. Wie Kinder aufwachsen, wird in der Familie, gesellschaftlich, kulturell oder auch politisch geprägt. Der internationale Vergleich zeigt: Es geht nicht darum, wie wohlhabend ein Land ist, sondern wofür es sein Geld ausgibt. Und da stehen Kinder in Deutschland zu selten ganz oben. Was Kinder in Deutschland brauchen, sind gute Bedingungen, um aufzuwachsen mit flächendeckender Betreuung, guten Ganztagsschulen und leichterem Zugang zu finanzieller Unterstützung für ihre Familien. Andere Länder zeigen: Das geht.“
Die verschiedenen Länder haben sehr unterschiedliche Ansätze, Kindern und Familien zu unterstützen, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Der Studie zufolge bleibt Deutschland weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Länder wie Portugal (Platz 4) oder Litauen (Platz 7) – mit teils deutlich geringerer Wirtschaftskraft – schneiden beim Wohlbefinden von Kindern besser ab. „Der internationale Vergleich zeigt: Kinderarmut kann gesenkt werden, wenn Politik konsequent in Familien investiert. Deutschland ist wohlhabend genug, um seine Kinderarmut zu bekämpfen“, so Sodomann.
Doch auch die Gesundheit von Kindern kann durch das Aufwachsen in Armut beeinträchtigt werden. Das Hilfswerk berichtet beispielsweise, dass der Anteil körperlich gesunder Kinder in Deutschland in Bevölkerungsanteilen mit einem höheren Einkommensniveau ebenfalls größer ist. Auch die mentale Gesundheit der Kinder wird negativ beeinflusst: 60 Prozent der 15-Jährigen aus einkommensschwachen Haushalten sagen, dass sie zufrieden mit ihrem Leben sind, wohingegen es bei den Befragten aus wohlhabenden Familien 73 Prozent sind.
Zurückzuführen sind diese Benachteiligungen auf meist infrastrukturelle Nachteile einkommensschwacher Familien: fehlende Kitaplätze, marode Schulgebäude, eingeschränkter Zugang zu Digitalisierung, Spiel- und Freizeitmöglichkeiten sowie therapeutischer und medizinischer Versorgung.
UNICEF empfiehlt auf Grundlage dieses Berichts, politisch gegen Kinderarmut vorzugehen. Ein niedriger Lebensstandard bedeutet eine Einschränkung des Rechts auf Teilhabe, Bildung und Gesundheit. „Ein Land, das in Kinder investiert, investiert in seine eigene Zukunft. Deutschland sollte gezielt die Kinder fördern, die am stärksten benachteiligt sind. Denn alle Kinder verdienen die gleichen Chancen. Dafür braucht es mehr Unterstützung für Familien, bessere Zugänge zu Schulen, Ärzten und Kitas – egal in welchem Stadtteil ein Kind aufwächst, ein Mitspracherecht für Kinder und eine Politik, die checkt, ob ihre Entscheidungen auch wirklich etwas verbessern. Die Rechte von Kindern sollten im Grundgesetz stehen – nicht als Symbol, sondern damit sie bei allen politischen Entscheidungen von Anfang an mitgedacht werden“, fasst Katja Sodomann zusammen.
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