Arsa Bushi, funky-Jugendreporterin
Eine Woche lang ehrlich sein, keinen Plastikmüll produzieren oder auf Instagram verzichten? In dieser Rubrik versucht sich die Jugendredaktion an spannenden Selbstexperimenten.
Was passiert, wenn man einen ganzen Tag lang einfach mal alle Entscheidungen abgibt? Kein „Was soll ich anziehen?“, kein „Wohin gehen wir essen?“, alles wird fremdbestimmt entschieden. Genau das habe ich ausprobiert – und ja, es war ein bisschen verrückt.
Meine Mutter übernahm die Rolle der „Entscheiderin“. Der Tag startete damit, dass sie schon am Abend zuvor meinen Wecker stellte – früher als üblich an einem Samstag. Statt meines gewohnten Kaffees gab es morgens Tee. Klingt harmlos? Für mich ein kleiner Schock.
Sie bestimmte auch, ob ich noch länger zu Hause bleibe oder rausgehe. Selbst das Sortieren des Mülls – eine Aufgabe, die ich sonst gerne vor mir herschiebe – wurde mir aufgedrängt. Bei der Kleiderwahl entschied sie sich für einen alten grauen Pullover, während ich natürlich lieber meine blaue dünne Lieblingsbluse getragen hätte. Haare glätten? Normalerweise mein Ritual. Meine Mutter jedoch entschied: Lockig sieht besser aus.
Beim Ausflug auf den Weihnachtsmarkt übernahm sie die komplette Planung: Welcher Markt, welche Leckerei – Churros oder Schmalzkuchen? – alles ihre Entscheidung. Selbst das Abendessen oblag ihrer Entscheidung.
Im Laufe des Tages wurde mir klar, wie sehr man sich an Routinen klammert. Jeder Moment, den ich sonst selbst bestimmte, fühlte sich plötzlich fremd an. Es war ein ständiger Mix aus „Cool!“ und „Oh bitte nicht, das hätte ich anders gemacht!“.
Das Spannendste daran: Ich merkte, wie viel Stress wir uns selbst machen, wenn wir immer alles kontrollieren wollen. Gleichzeitig spürte ich eine leichte Unsicherheit – nicht jede Entscheidung fühlte sich sofort richtig an, und so manche hätte ich lieber selbst getroffen.
Einen Tag lang die Kontrolle abzugeben ist ein kleiner Nervenkitzel, der mich zum Lachen, Staunen und manchmal auch Kopfschütteln brachte. Im Prinzip ist es ein interessanter Test, wie flexibel man wirklich ist – und wie sehr man darauf angewiesen ist, die eigenen Entscheidungen zu treffen.
Du willst mehr? Du bekommst mehr!
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Derzeit fluten Bilder von KI-generierten Actionfiguren den Feed: Eine puppenartige Version von sich selbst in…
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„Das hast du gut gemacht!“ oder „Dieses Outfit steht dir super!“: Über solche Komplimente freuen…
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Eine Woche lang kein Geld ausgeben – kaum vorstellbar, würde man meinen. Unsere Jugendreporterin macht…
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Selbstversuch eine Woche lang jeden Tag Schminken. Für viele normal aber für funky-Jugendreporterin Pauline Dörrich…
Eine Woche lang ehrlich sein, keinen Plastikmüll produzieren oder auf Instagram verzichten? In dieser Rubrik versucht sich die Jugendredaktion an spannenden Selbstexperimenten.
Was passiert, wenn man einen ganzen Tag lang einfach mal alle Entscheidungen abgibt? Kein „Was soll ich anziehen?“, kein „Wohin gehen wir essen?“, alles wird fremdbestimmt entschieden. Genau das habe ich ausprobiert – und ja, es war ein bisschen verrückt.
Meine Mutter übernahm die Rolle der „Entscheiderin“. Der Tag startete damit, dass sie schon am Abend zuvor meinen Wecker stellte – früher als üblich an einem Samstag. Statt meines gewohnten Kaffees gab es morgens Tee. Klingt harmlos? Für mich ein kleiner Schock.
Sie bestimmte auch, ob ich noch länger zu Hause bleibe oder rausgehe. Selbst das Sortieren des Mülls – eine Aufgabe, die ich sonst gerne vor mir herschiebe – wurde mir aufgedrängt. Bei der Kleiderwahl entschied sie sich für einen alten grauen Pullover, während ich natürlich lieber meine blaue dünne Lieblingsbluse getragen hätte. Haare glätten? Normalerweise mein Ritual. Meine Mutter jedoch entschied: Lockig sieht besser aus.
Beim Ausflug auf den Weihnachtsmarkt übernahm sie die komplette Planung: Welcher Markt, welche Leckerei – Churros oder Schmalzkuchen? – alles ihre Entscheidung. Selbst das Abendessen oblag ihrer Entscheidung.
Im Laufe des Tages wurde mir klar, wie sehr man sich an Routinen klammert. Jeder Moment, den ich sonst selbst bestimmte, fühlte sich plötzlich fremd an. Es war ein ständiger Mix aus „Cool!“ und „Oh bitte nicht, das hätte ich anders gemacht!“.
Das Spannendste daran: Ich merkte, wie viel Stress wir uns selbst machen, wenn wir immer alles kontrollieren wollen. Gleichzeitig spürte ich eine leichte Unsicherheit – nicht jede Entscheidung fühlte sich sofort richtig an, und so manche hätte ich lieber selbst getroffen.
Einen Tag lang die Kontrolle abzugeben ist ein kleiner Nervenkitzel, der mich zum Lachen, Staunen und manchmal auch Kopfschütteln brachte. Im Prinzip ist es ein interessanter Test, wie flexibel man wirklich ist – und wie sehr man darauf angewiesen ist, die eigenen Entscheidungen zu treffen.
Du willst mehr? Du bekommst mehr!
Derzeit fluten Bilder von KI-generierten Actionfiguren den Feed: Eine puppenartige Version von sich selbst in…
„Das hast du gut gemacht!“ oder „Dieses Outfit steht dir super!“: Über solche Komplimente freuen…
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Selbstversuch eine Woche lang jeden Tag Schminken. Für viele normal aber für funky-Jugendreporterin Pauline Dörrich…