Larissa Menne, funky-Jugendreporterin
Während die Welt auf Krisenherde wie brennende Städte in der Ukraine, Krieg im Nahen Osten und geopolitische Machtspiele zwischen Großmächten blickt, scheint das Thema Klima in den Hintergrund zu rücken. Die Schlagzeilen gehören den Kriegen, der Klimawandel findet dort aktuell nur bei Unwetterkatastrophen Platz. Doch das Klima-Thema verliert nicht an Aktualität – im Gegenteil. Deshalb ist es wichtig, dass die UN-Weltklimakonferenz auch in diesem Jahr stattfindet. Vom 10. bis 21. November 2025 werden internationale Politker:innen in der brasilianischen Amazonas-Stadt Belém über Klima-Themen sprechen. Denn der Klimawandel wartet nicht, bis die Menschheit ihre Konflikte gelöst hat.
Die Erderwärmung ist kein Thema, das man „später“ wieder aufgreifen kann. Sie zeigt sich schon jetzt schleichend, aber unaufhaltsam. 2024 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Gletscher schmelzen, Wälder brennen, Dürren zerstören Ernten, Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage. Die Folgen dieser Veränderungen sind bereits Teil der Gegenwart. Trotzdem fällt es der Weltgemeinschaft weiterhin schwerer, gemeinsame Antworten zu finden und sich auf Ziele zu einigen.
Dass die Klimakonferenz bereits seit Jahrzehnten jedes Jahr aufs Neue zusammenkommt, ist deshalb mehr als Routine. Die Versammlung gegen Ende des Jahres ist ein Symbol dafür, dass internationale Zusammenarbeit noch möglich ist. In einer Zeit, in der Bündnisse bröckeln und Egoismen wachsen, ist sie eine wichtige Bühne, auf der Staaten sich nicht über Gegensätze, sondern über gemeinsame Lösungen austauschen.
Viele junge Menschen fühlen sich angesichts der fortschreitenden globalen Krisen ohnmächtig. Doch genau sie sind es, die den längsten Atem brauchen werden. Denn während ältere Generationen über politische Kompromisse debattieren, werden die Menschen, die heute jung ist, die Konsequenzen dieser Entscheidungen noch über Jahrzehnte hinweg spüren. Der Klimawandel betrifft nicht nur „die Zukunft“, er betrifft alle Menschen, die auf der Erde leben. Und er wird auch noch das Leben ihrer Kinder und Kindeskinder bestimmen.
Die Klimakrise ist dabei kein Konkurrenzthema zu Krieg oder sozialer Ungerechtigkeit. Aber sie hat auch Auswirkungen auf diese Themen. Denn sie verschärft bestehende Konflikte, zwingt Menschen zur Flucht und destabilisiert Regionen.
Natürlich ist die Weltklimakonferenz keine Lösung für alles. Zu oft endeten die Treffen mit Kompromissen, die kaum ausreichen, um das 1,5-Grad-Ziel realistisch zu halten. Aber sie ist ein Ort, an dem Verhandlungen zumindest die Richtung vorgeben können.
Denn Klimaschutz kennt keine Verhandlungspause oder ein „Wir haben gerade Wichtigeres zu tun“. Wer den Klimawandel ignoriert, verliert Zeit. Und das könnte viele(s) die Zukunft kosten.
Du willst mehr? Du bekommst mehr!
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Natürlich ist die Weltklimakonferenz keine Lösung für alles. Zu oft endeten die Treffen mit Kompromissen, die kaum ausreichen, um das 1,5-Grad-Ziel realistisch zu halten. Aber sie ist ein Ort, an dem Verhandlungen zumindest die Richtung vorgeben können.
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