Kennt ihr den schon? Testet euer Wissen über historische Persönlichkeiten

Ein Fernrohr und Fragezeichen.
Rätselt mit und testet euer Wissen über historische Persönlichkeiten!
In unserer Rätselrubrik testen wir euer Wissen über bedeutende Persönlichkeiten und führen euch durch den Dschungel wichtiger geschichtlicher Ereignisse. Könnt ihr erraten, wer sich hinter diesem Text versteckt? 
Friederike Keil, funky-Jugendreporterin

2020 gingen nach dem gewaltsamen Tod George Floyds weltweit Tausende Menschen auf die Straßen, um gegen Rassismus zu protestieren. Aber auch vor etwa 50 Jahren gab es eine Bewegung, bei der sich viele US-Amerikaner*innen aktiv für die Rechte von BIPOCs (Black, Indigenous and People of Color) einsetzten. Unter ihnen war einer der Anführer der Bürgerrechtsbewegung, dessen Biografie von Diskriminierung und Rassismus geprägt wurde.

Als einer von sieben Kindern wuchs er in Nebraska auf und musste in seinem Leben einige Schicksalsschläge ertragen. Sein Vater, ein Prediger, starb durch einen Straßenbahnunfall als er gerade einmal sechs Jahre alt war. Nach diesem Verlust lebte die Familie in Hunger und Armut. Wenige Jahre später brach die Mutter unter dem Druck zusammen und wurde in eine Nervenklinik eingewiesen. Unsere gesuchte Person und seine Geschwister wuchsen von da an in Heimen und bei Pflegefamilien auf.

Aufgrund seiner Hautfarbe erlebte er immer wieder Diskriminierung. Trotz seiner ausgeprägten Intelligenz und der guten schulischen Leistungen wurde ihm das Studium verwehrt. Stattdessen nahm er Gelegenheitsjobs an und rutschte immer weiter in das kriminelle Milieu ab. Er dealte mit Drogen und saß für mehrere Einbrüche im Gefängnis seine Strafe ab. Dort kam er in Kontakt mit der Bewegung „Nation of Islam“ und beschäftigte sich mit Philosophie und Geschichte, was ihm den Anstoß zur Neuorientierung gab. Innerhalb der „Nation of Islam“ etablierte er sich nach seiner Haftstrafe als Wortführer, reiste nach Mekka und durch verschiedene afrikanische Staaten.

Sein Wirken galt den Rechten von BIPOCs in den USA. Er strebte neben ihrer Vereinigung in Nordamerika auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit und einen autonomen Staat an. Dabei war Gewalt durchaus ein Mittel zum Zweck, für diese Forderungen einzustehen. Durch seine Reden begeisterte er viele Zuhörer*innen und rief zur bewaffneten Selbstverteidigung auf. Die „Nation of Islam“ lehnte jedoch sein aktives politisches Engagement ab, weshalb es zum Bruch kam. Dieser Streit endete damit, dass Anhänger der Bewegung ihn 1965 erschossen. Seine Geschichte und seine emotional aufgeladenen Reden inspirieren bis heute Menschen der „Black Lives Matter“-Bewegung.

Wisst ihr, wer gemeint ist?
Malcolm X

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.