Eine Frau mit Wanderausrüstung steht in einer Berglandschaft
5 funky facts

Ode an das Alleinsein: Warum es guttut, Dinge allein zu machen

Celina Thümen, funky-Jugendreporterin

Während einige Menschen es genießen, Zeit allein zu verbringen, ist genau das für viele andere eine Horrorvorstellung. Das Alleinsein hat einen schlechten Ruf, den es nicht verdient. Es ist nicht gleichzusetzen mit Einsamkeit oder Isolation. Im Gegenteil: Wer regelmäßig Zeit mit sich selbst verbringt, kann davon auf vielen Ebenen profitieren. Diese fünf Gründe zeigen, warum es sich lohnt, die Angst vor dem Alleinsein zu hinterfragen.

1. Du wirst unabhängig
Wer Dinge allein unternimmt, stärkt seine Selbstständigkeit. Du triffst Entscheidungen ohne Rückversicherung, meisterst Situationen ohne Hilfe und merkst: Du kannst dich auf dich selbst verlassen. Das schafft Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und die Kompetenz, das Leben auch ohne Begleitung zu gestalten.

2. Du bekommst Zugang zu deinen eigenen Bedürfnissen
Allein merkst du, was dir wirklich guttut und was du wirklich willst. Ob du lieber stundenlang durch Buchhandlungen streifst, am Samstag einen Longrun durch den Wald unternimmst oder spontan mit dem Fahrrad zum See fährst – du musst dich nicht abstimmen, nichts erklären, nichts rechtfertigen. Du darfst deinem eigenen Rhythmus, deinen eigenen Gedanken und deiner aktuellen Stimmung folgen.

3. Du nimmst deine Umgebung achtsamer wahr
Ohne Ablenkung durch Gespräche siehst, hörst und spürst du mehr. Ob beim Kaffeetrinken in der Sonne oder beim Spaziergang durch den Park – allein nimmst du Details wahr, die sonst untergehen. Geräusche der Natur, ungewohnte Gerüche, deine eigene Körperhaltung oder einen sanften Windstoß.

4. Du merkst, dass du auch allein vollständig bist
In einer Zeit, in der das Beisammensein oft als Ideal gilt, fühlt sich „allein“ manchmal wie ein Mangel an. Manche Menschen schämen sich sogar, wenn sie beispielsweise ohne Begleitung ein Restaurant besuchen. Dabei kann das Alleinsein das Gegenteil darstellen: ein Ausdruck innerer Fülle. Wenn du lernst, dich in deiner eigenen Gesellschaft wohl und vollkommen zu fühlen, wird außerdem auch die Zeit mit anderen Menschen intensiver – weil sie nicht nötig, sondern wirklich gewollt ist.

5. Du lernst, Unbehagen auszuhalten
Am Anfang löst das Alleinsein bisweilen Unbehagen aus, weil man es so gewöhnt ist, sich einige Dinge nur zu trauen, wenn andere Menschen dabei sind. Wenn du jedoch in solch unbekannten Situationen bleibst, statt sofort auszuweichen, entwickelst du genau dadurch innere Stabilität. Du brauchst nicht immer Rückhalt durch eine Begleitperson, sondern merkst, dass du dich selbst durch schwierige Gefühle begleiten kannst.

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.