Meinung

Reingeschaut: „Falling into Place“

Szenenbild aus "Falling into Place"
Im Kinofilm „Falling into Place“ führt Aylin Tezel Regie und agiert gleichzeitig als Schauspielerin.
Von Noah Nufer, funky-Jugendreporter

Das romantische Drama „Falling into Place“ ist seit Dezember in den deutschen Kinos zu sehen. Aylin Tezel hat bei diesem Film das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und die Hauptrolle übernommen. Eine echte Herausforderung.

Bei dem Regiedebüt von Aylin Tezel handelt es sich  um eine Liebesgeschichte, die zum Grübeln verleitet. Kira und Ian treffen sich zufällig auf der Isle of Skye in Schottland. Kira ist eine deutsche Bühnenbildnerin, die nach London gezogen ist. Sie ist ständig auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und verzweifelt regelmäßig daran. Ian befindet sich eigentlich noch in einer Beziehung. Trotzdem schläft er mit anderen Frauen und versucht sich so von der Realität abzulenken. Die Verbindung, die schon beim ersten Blick zwischen den beiden entsteht, ist nicht zu übersehen. Die überragende Freude, die sie durch beinahe kindisch wirkende Tätigkeiten miteinander teilen, bringt sie einander näher. Und doch müssen die beiden wieder ihre eigenen Wege gehen. War die Verbindung stark genug, um sie wieder zusammenzubringen?

It’s hurtful to know that everything is exchangeable.

Kira

Ein Thema, das sich durch den ganzen Film zieht, ist die Ersetzbarkeit. Ist jeder Mensch einfach austauschbar? Und wenn ja,  wie wirkt sich das auf das eigene Wertesystem aus? Im Film hadern beide Protagonist:innen mit diesem Thema. Gleichzeitig setzen sie sich mit den Konsequenzen der Ersetzbarkeit auseinander. Wenn man immer auf der Suche nach etwas Besserem wäre, würde man nie das Richtige finden. Dabei scheint die Handlung auf eine Schlüsselbotschaft hinauszulaufen: Niemand ist perfekt. 

Die Zuschauenden begleiten Ian und Kira bei der Sinnsuche, deren Weg voller Hindernisse ist.  Welche Rolle die Liebe beim Überwinden dieser Hindernisse spielt, wird im Verlauf des Films deutlich.

Abgerundet wird Tezels zum Nachdenken anregender Film durch die Bildsprache und die Musikauswahl. Zusammen ergaben sie in allen Szenen ein atmosphärisches Gesamtbild. Außerdem lebt der Film von den wunderschönen Landschaften der Isle of Skye in Schottland und fasziniert mit der lebendigen Café- und Restaurantlandschaft Londons.

Unsere Meinung: Absolute Seh-Empfehlung für Jugendliche und Erwachsene.

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