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Achtung, Verschwörung! Daran erkennt man Verschwörungstheorien


Verschwörungstheorien und -mythen reichen bis ins frühe Mittelalter zurück und tauchen bis heute vor allem dann auf, wenn es für eine große Tragödie oder Katastrophe keine eindeutige und zufriedenstellende Erklärung gibt. Klassische Beispiele sind etwa die großen Pestwellen im 14. Jahrhundert, das Attentat auf den US-Präsidenten John F. Kennedy oder die Anschläge vom 11. September 2001. Wir haben für euch fünf Merkmale gesammelt, an denen ihr Verschwörungstheorien erkennen könnt.
Leonie Wendt, funky-Jugendreporterin

Geheimlogen, die hinter der Weltherrschaft her sind, Hitler und die Nationalsozialisten, die mit einem Ufo unter dem Südpol leben, und Kondensstreifen am Himmel, die ein Beruhigungsgift versprühen. Verschwörungstheorien klingen meist lächerlich und an den Haaren herbeigezogen, sind jedoch in der Lage, Unruhe oder sogar Panik zu verbreiten.

Die Corona-Pandemie liefert hervorragenden Nährboden für Impfgegner und -skeptiker, die nun auf sämtlichen Social Media Plattformen ihre kruden Theorien streuen. Besonders beliebt ist derzeit der Messenger-Dienst Telegram. Wer dort unterwegs ist, muss nicht lange suchen, um auf Verschwörungstheorien zu stoßen. Schon nach ein paar Klicks landet man bei obskuren Artikeln, Videos und Podcasts, die einen davon überzeugen wollen, dass Covid-19 nur erfunden wurde, um uns mit der Impfung Mikrochips zu implantieren, mit denen Menschen überwacht werden sollen.

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In dieser PULS-Reportage wird erklärt, wie Verschwörungstheorien funktionierten. Quelle: YouTube

Diese fünf Anhaltspunkte helfen euch dabei, Verschwörungstheorien zu erkennen:

1. Elitäre Gruppe
Hinter einer angeblichen Verschwörung steckt laut Verschwörungstheoretikern immer eine Gruppe von Menschen: eine globale Elite, eine Organisation oder eine Loge, die hierarchisch organisiert ist und versucht, einen großen geheimen Plan durchzusetzen. Oft beschuldigte Personengruppen sind Politiker, Menschen jüdischen Glaubens, die Freimaurer und Illuminaten. Aber aufgepasst: Oft bedienen sich Verschwörungstheoretiker hierbei kodierter Sprache, die nicht auf den ersten Blick erkennen lässt, wer genau gemeint ist. Häufig betrifft das antisemitische Verschwörungstheorien, bei denen mit Begriffen aus dem internationalen Bankwesen dann das Judentum gemeint ist.

2. Heimlichkeit
Diese zuvor benannte elitäre Gruppe von Übeltätern agiert im Geheimen und manipuliert die ahnungslose Menschheit. Einzig die Verschwörungstheoretiker gehören zur Minderheit, die die vermeintliche Wahrheit kennt und versucht, die Unwissenden „aufzuwecken“.

3. Gut und Böse
Verschwörungstheorien basieren oft auf sehr simplem Schwarz-Weiß-Denken: Die vermeintlichen Verschwörer sind dabei die Bösen, die mit ihren Plänen der unschuldigen Menschheit Schaden zufügen wollen. Meist werden sie sehr eindimensional als diabolisch, durchtrieben und skrupellos dargestellt.

4. Machtgewinnung und Weltherrschaft
Ziel der Verschwörer ist immer Machtgewinnung und meist auch gleich das An-sich-reißen von nichts Geringerem als der totalen Weltherrschaft. Die Pläne sind dabei angeblich von langer Hand geplant und schon ewig am Laufen. Verschwörungserzähler gehen also davon aus, dass die Geschichte plan- und kontrollierbar ist und von den vermeintlichen Verschwörern gelenkt wird.

5. Packend und dramatisch
Verschwörungserzählungen sind gerade dadurch, dass sie sich so skurril anhören, extrem spannend und dramatisch. Sie klingen eigentlich immer so, als wären sie einem erfolgreichen Sci-Fi-Film entnommen. Einem Realitäts- oder Plausibilitätscheck werden sie allerdings unter keinen Umständen standhalten können.

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.