Vampire trinken Blut, Hexen fliegen auf Besen und Geister treiben nachts ihr Unwesen. Zumindest kennen wir es so aus Gruselgeschichten und Filmen. Doch hinter vielen dieser Vorstellungen stecken beeindruckende Geschichten. Wir nehmen fünf der bekanntesten Mythen unter die Lupe und fragen uns: Was steckt wirklich hinter dem Spuk?
1. Geister sind die Seelen Verstorbener Der Mythos, dass Geister die rastlosen Seelen Verstorbener sind, zieht sich durch viele Kulturen. Viele glauben, dass Wesen, die plötzlich verstorben sind oder keine Ruhe finden, zwischen den Welten wandern oder an Orte ihres Leidens gebunden sind und sich durch Geräusche und Erscheinungen bemerkbar machen. Seinen Ursprung findet der Mythos im Wunsch der Menschheit, den Tod zu begreifen und Trauer zu bewältigen. Außerdem ist das menschliche Gehirn evolutionär darauf ausgelegt, in unklaren Situationen, wie beispielsweise einem seltsamen Schatten oder dem Knarren von Holzdielen, ein Lebewesen zu vermuten. So entstand aus der uralten Frage, was nach dem Tod mit uns geschieht, ein Mythos, der über Jahrtausende hinweg Kulturen und Religionen prägte und bis heute die Grenze zwischen Leben und Tod verschwimmen lässt.
2. Hexen fliegen auf Besen Das Bild einer Hexe, die auf einem Besen fliegt, ist wahrscheinlich jedem bekannt. Doch wieso eigentlich ein Besen? Der Besen wurde schon immer mit weiblicher Magie in Verbindung gebracht, er galt traditionell als Haushaltsgerät der Frau. Schon bei den alten Römern kehrten Hebammen, die damals als sehr weise galten, die Türschwelle nach der Geburt eines Kindes mit einem Besen, um es vor Geistern zu schützen. Später, in den Hexenprozessen, bei denen Frauen verbrannt wurden, die sich besonders gut mit Kräutern auskannten, glaubte man, dass Hexen sich mit einer sogenannten Flugsalbe einrieben. Diese soll der Sage nach aus halluzinogenen Nachtschattengewächsen und Pilzen gefertigt worden sein und im Gehirn Wahnvorstellungen auslösen, bei denen man glaubte, fliegen zu können. So wurde aus einem gewöhnlichen Haushaltsgegenstand das wohl bekannteste Symbol der Hexerei.
3. Vampire trinken Blut Die Vorstellung des blutsaugenden Vampirs ist bis heute eine der bekanntesten Schreckensgeschichten aus Literatur und Film. Tatsächlich galt Blut im mittelalterlichen Glauben als Essenz des Lebens. Der ursprüngliche Vampir hat jedoch wenig mit dem heute bekannten Blutsauger zu tun. Im südosteuropäischen Volksglaube war der Vampir eine aufgeblähte Leiche, die im Grab Kleidung oder Erde fraß. Die Annahme, dass Vampire Blut trinken, entstammt einem früheren Missverständnis: Menschen konnten sich nicht erklären, wieso bei manchen Leichen Blut aus Mund und Nase austrat. Das ließ die Menschen an Wiedergänger glauben. Bis heute bleibt der bluttrinkende Vampir ein Mythos, der die Angst vor dem Tod mit der Vorstellung verbindet, dass Blut ewiges Leben schenken könnte.
4. Schwarze Katzen sind Begleiter von Hexen und bringen Unglück Der Mythos, dass schwarze Katzen Begleiter von Hexen sind, stammt vor allem aus dem Mittelalter, als die Kirche in Folge der Hexenverbrennung die Tiere als Teufelstiere und Hexenbegleiter einstufte, da sie eigenständig und nachtaktiv waren. Da alleinstehende Frauen oft Katzen als Mäusefänger hielten, wurden sie mit Hexen in Verbindung gebracht und oft auch als mögliche Tarnung der Hexen dargestellt. Der Aberglaube, dass eine schwarze Katze, die von links nach rechts den eigenen Weg kreuzt, Unglück bringt, kommt wiederum aus der christlichen Symbolik, in der die linke Seite oft als schlecht galt. So wurde die schwarze Katze vom gewöhnlichen Haustier zum Symbol für Unglück und Hexerei.
5. Fledermäuse sind eng mit Vampiren verbunden Die Verbindung von Vampiren und Fledermäusen wurde einerseits durch die Entdeckung blutsaugender Fledermäuse in Amerika geprägt, andererseits lieferte der Roman „Dracula“ eine Steilvorlage. Der Autor Bram Stoker erfand die Figur des Vampirs Graf Dracula, der sich in eine Fledermaus verwandeln konnte, um unbemerkt durch Fenster fliegen zu können. Außerdem galt die Fledermaus im alten Europa wegen ihrer nächtlichen Lebensweise, ihres lautlosen Flugs und ihres ungewöhnlichen Aussehens als Figur des Bösen. Bis heute gelten Fledermäuse als geheimnisvolle Wesen der Nacht, die eng mit der Legende der Vampire verbunden sind.
Vampire trinken Blut, Hexen fliegen auf Besen und Geister treiben nachts ihr Unwesen. Zumindest kennen wir es so aus Gruselgeschichten und Filmen. Doch hinter vielen dieser Vorstellungen stecken beeindruckende Geschichten. Wir nehmen fünf der bekanntesten Mythen unter die Lupe und fragen uns: Was steckt wirklich hinter dem Spuk?
1. Geister sind die Seelen Verstorbener
Der Mythos, dass Geister die rastlosen Seelen Verstorbener sind, zieht sich durch viele Kulturen. Viele glauben, dass Wesen, die plötzlich verstorben sind oder keine Ruhe finden, zwischen den Welten wandern oder an Orte ihres Leidens gebunden sind und sich durch Geräusche und Erscheinungen bemerkbar machen. Seinen Ursprung findet der Mythos im Wunsch der Menschheit, den Tod zu begreifen und Trauer zu bewältigen. Außerdem ist das menschliche Gehirn evolutionär darauf ausgelegt, in unklaren Situationen, wie beispielsweise einem seltsamen Schatten oder dem Knarren von Holzdielen, ein Lebewesen zu vermuten. So entstand aus der uralten Frage, was nach dem Tod mit uns geschieht, ein Mythos, der über Jahrtausende hinweg Kulturen und Religionen prägte und bis heute die Grenze zwischen Leben und Tod verschwimmen lässt.
2. Hexen fliegen auf Besen
Das Bild einer Hexe, die auf einem Besen fliegt, ist wahrscheinlich jedem bekannt. Doch wieso eigentlich ein Besen? Der Besen wurde schon immer mit weiblicher Magie in Verbindung gebracht, er galt traditionell als Haushaltsgerät der Frau. Schon bei den alten Römern kehrten Hebammen, die damals als sehr weise galten, die Türschwelle nach der Geburt eines Kindes mit einem Besen, um es vor Geistern zu schützen. Später, in den Hexenprozessen, bei denen Frauen verbrannt wurden, die sich besonders gut mit Kräutern auskannten, glaubte man, dass Hexen sich mit einer sogenannten Flugsalbe einrieben. Diese soll der Sage nach aus halluzinogenen Nachtschattengewächsen und Pilzen gefertigt worden sein und im Gehirn Wahnvorstellungen auslösen, bei denen man glaubte, fliegen zu können. So wurde aus einem gewöhnlichen Haushaltsgegenstand das wohl bekannteste Symbol der Hexerei.
3. Vampire trinken Blut
Die Vorstellung des blutsaugenden Vampirs ist bis heute eine der bekanntesten Schreckensgeschichten aus Literatur und Film. Tatsächlich galt Blut im mittelalterlichen Glauben als Essenz des Lebens. Der ursprüngliche Vampir hat jedoch wenig mit dem heute bekannten Blutsauger zu tun. Im südosteuropäischen Volksglaube war der Vampir eine aufgeblähte Leiche, die im Grab Kleidung oder Erde fraß. Die Annahme, dass Vampire Blut trinken, entstammt einem früheren Missverständnis: Menschen konnten sich nicht erklären, wieso bei manchen Leichen Blut aus Mund und Nase austrat. Das ließ die Menschen an Wiedergänger glauben. Bis heute bleibt der bluttrinkende Vampir ein Mythos, der die Angst vor dem Tod mit der Vorstellung verbindet, dass Blut ewiges Leben schenken könnte.
4. Schwarze Katzen sind Begleiter von Hexen und bringen Unglück
Der Mythos, dass schwarze Katzen Begleiter von Hexen sind, stammt vor allem aus dem Mittelalter, als die Kirche in Folge der Hexenverbrennung die Tiere als Teufelstiere und Hexenbegleiter einstufte, da sie eigenständig und nachtaktiv waren. Da alleinstehende Frauen oft Katzen als Mäusefänger hielten, wurden sie mit Hexen in Verbindung gebracht und oft auch als mögliche Tarnung der Hexen dargestellt. Der Aberglaube, dass eine schwarze Katze, die von links nach rechts den eigenen Weg kreuzt, Unglück bringt, kommt wiederum aus der christlichen Symbolik, in der die linke Seite oft als schlecht galt. So wurde die schwarze Katze vom gewöhnlichen Haustier zum Symbol für Unglück und Hexerei.
5. Fledermäuse sind eng mit Vampiren verbunden
Die Verbindung von Vampiren und Fledermäusen wurde einerseits durch die Entdeckung blutsaugender Fledermäuse in Amerika geprägt, andererseits lieferte der Roman „Dracula“ eine Steilvorlage. Der Autor Bram Stoker erfand die Figur des Vampirs Graf Dracula, der sich in eine Fledermaus verwandeln konnte, um unbemerkt durch Fenster fliegen zu können. Außerdem galt die Fledermaus im alten Europa wegen ihrer nächtlichen Lebensweise, ihres lautlosen Flugs und ihres ungewöhnlichen Aussehens als Figur des Bösen. Bis heute gelten Fledermäuse als geheimnisvolle Wesen der Nacht, die eng mit der Legende der Vampire verbunden sind.
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