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Fünf unausgesprochene Regeln, die (fast) alle befolgen

Eine Frau sitzt in einem leeren Zug
Eine der vielen unausgesprochenen Regeln: Wenn es genügend freie Plätze gibt, sollte man sich nicht direkt neben jemanden setzen.
Arsa Bushi, funky-Jugendreporterin

Es gibt Regeln, die stehen nirgendwo geschrieben – und trotzdem halten sich fast alle Menschen daran. Wer sie bricht, sorgt oft für irritierte Blicke oder unangenehme Stille. Kommen dir diese fünf unausgesprochenen Regeln des Alltags auch bekannt vor?

1. Der Sitzplatz daneben ist Tabu
Der Bus ist halb leer, überall gibt es freie Sitzplätze – und trotzdem setzt sich jemand genau neben dich. Sofort fragt man sich: Warum ausgerechnet hier? Schnell wirkt dieses Verhalten übergriffig. Die meisten Menschen halten automatisch Abstand zu Fremden – einfach, weil jeder seinen persönlichen Freiraum schätzt.

2. Man schaut nicht zu lange auf das Handy anderer
Egal ob im Zug, in der Schule oder im Wartezimmer: Wenn jemand Nachrichten schreibt, versucht man zumindest so zu tun, als würde man nicht mitlesen. Natürlich passiert es manchmal aus Versehen. Aber absichtlich den Chatverlauf einer anderen Person zu verfolgen, fühlt sich für viele wie ein Verstoß gegen die Privatsphäre an.

3.Man tut so, als hätte man einen peinlichen Moment nicht gesehen
Jemand stolpert auf der Treppe, ein Handy fällt laut auf den Boden oder jemand winkt einer Person zu, die eigentlich jemand anderen gemeint hat. Die höfliche Reaktion lautet meistens: So tun, als wäre nichts passiert. Denn manchmal ist Wegschauen die nettere Form der Aufmerksamkeit. Vielleicht funktioniert diese unausgesprochene Regel so gut, weil fast alle diese Situationen kennen und vermeiden wollen.

4. Wenn jemand seine PIN eingibt, schaut man weg
An der Supermarktkasse, am Geldautomaten oder beim Bezahlen im Restaurant passiert oft dasselbe: Sobald jemand seine PIN eingibt, richten die Menschen ihren Blick plötzlich auf alles Mögliche – nur nicht auf das Kartenlesegerät. Manche schauen auf die Süßigkeiten an der Kasse, andere auf ihr Handy oder aus dem Fenster. Obwohl niemand ausdrücklich darum bittet, wissen die meisten: Dieser Moment ist privat.

5. Man wartet kurz, bevor man den letzten Keks nimmt
In einer Gruppe liegt nur noch ein Keks, ein Stück Pizza oder die letzte Pommes auf dem Teller. Und trotzdem greift niemand sofort zu. Stattdessen wird kurz gefragt: „Will den noch jemand?“ Selbst wenn eigentlich alle wissen, dass niemand mehr zugreifen wird. Es geht dabei weniger um das Essen selbst als um die Höflichkeit, gefragt zu haben. Wer direkt den letzten Rest nimmt, ohne zu fragen, wirkt schnell etwas gierig – selbst wenn wahrscheinlich niemand etwas dagegen gehabt hätte.

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.