Besserwisserwissen: Die „Crazy Cat Lady“ als Witzfigur, der „Cat Dad“ als Green Flag?

Ein junger Mann scrollt am Handy, vor ihm liegt eine Katze
Katzenbesitzerinnen gelten schnell als „Crazy Cat Lady“, während das Haustier Männern einen Sympathiebonus einbringt.
Celina Thümen, funky-Jugendreporterin

Männer mit Katzen gelten als fürsorglich, empathisch und beim Dating deshalb als „Green Flag“. Das zeigt eine neue Studie zum Image sogenannter „Cat Dads“. Während Katzen ihren weiblichen Besitzerinnen lange das Klischee der einsamen „Crazy Cat Lady“ einbrachten, scheint dasselbe Haustier Männern nun einen Sympathiebonus zu verschaffen.

Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut rheingold im Juni 2026 insgesamt 2.020 in Deutschland lebende Personen zwischen 18 und 69 Jahren. Die Stichprobe wurde hinsichtlich des Geschlechts, Alters und der Region bevölkerungsrepräsentativ quotiert. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Unternehmen Mars, zu dem unter anderem die Katzenfuttermarken Whiskas, Sheba und Dreamies gehören.

Den Ergebnissen zufolge ist die Katzenhaltung heute nahezu gleichmäßig zwischen den Geschlechtern verteilt: Jeweils rund 31 Prozent der befragten Männer und Frauen besitzen aktuell mindestens eine Katze. Bei der Wahrnehmung männlicher Katzenhalter zeigt sich ein überwiegend positives Bild. 54 Prozent der Befragten finden, dass Männer mit einer Katze fürsorglicher wirken als Männer ohne Katze, 47 Prozent halten sie für empathischer.

Besonders deutlich fällt dieser Eindruck bei der Gen Z aus. Unter den 18- bis 29-Jährigen empfinden 69 Prozent Männer mit Katze als fürsorglicher, 63 Prozent als empathischer und 54 Prozent als moderner. Insgesamt halten 27 Prozent der Befragten männliche Katzenhalter für attraktiver als Männer ohne Katze, in der Gen Z sind es sogar 40 Prozent.

Auch beim Dating kann das Haustier offenbar zum Pluspunkt werden. 48 Prozent der Singles, die derzeit daten, betrachten eine Katze bei Männern als „Green Flag“. 37 Prozent finden Männer attraktiver, wenn diese ihre Katze im Datingprofil zeigen. Für 42 Prozent wirken „Cat Dads“ zudem eher wie Partner für eine ernsthafte und langfristige Beziehung.

Die männlichen Katzenhalter selbst schreiben ihren Tieren ebenfalls einen positiven Einfluss zu. Drei Viertel geben an, durch ihre Katze eine fürsorgliche Seite an sich wahrgenommen zu haben. 70 Prozent achten nach eigener Einschätzung stärker auf die Bedürfnisse anderer, 51 Prozent fällt es leichter Nähe zuzulassen. Die Befragung beweist allerdings nicht, dass Katzen Männer tatsächlich empathischer machen.

Bemerkenswert ist vor allem die unterschiedliche gesellschaftliche Bewertung: Frauen mit Katzen gelten noch immer schnell als „Crazy Cat Lady“. Sie seien einsam, merkwürdig und hätten angeblich keinen Partner abbekommen. Bei Männern wird dieselbe Tierliebe offenbar plötzlich als Zeichen für Fürsorge, emotionale Intelligenz und sogar als Datingbonus gelesen.

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