Rita Rjabow, funky-Jugendreporterin
Kurzfassung: Ja.
Denn wenn junge Menschen auf ihre Zukunft schauen, sehen sie vor allem eines: Unsicherheit. Eine Klimakrise, die sich weiter verschärft. Steigende Mieten und kein Wohnraum. Befristete Arbeitsverträge. Eine Ausbildung oder ein Studium, das immer schwerer zu finanzieren ist. Und eine Politik, die über ihre Köpfe hinweg entscheidet, während sie gleichzeitig behauptet, für die Zukunft zu handeln.
Junge Menschen sollen die Folgen politischer Entscheidungen tragen, bekommen aber viel zu selten die Möglichkeit, diese Entscheidungen mitzugestalten. Sie sollen sich um ihre Rente kümmern, obwohl viele von ihnen nicht wissen, ob sie sich jemals ihr Leben wirklich leisten können. Sie sollen für ihre Zukunft vorsorgen, während der Staat gleichzeitig an Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz spart. Und sie sollen optimistisch bleiben, während ihnen immer wieder erklärt wird, dass für ihre Anliegen leider kein Geld da sei.
Das Problem ist nicht, dass junge Menschen zu wenig Geduld haben. Das Problem ist eine Politik, die die Zukunft immer wieder vertagt. Denn wer heute bei Bildung spart, verschärft morgen soziale Ungleichheit. Wer beim Klimaschutz zögert, hinterlässt kommende Generationen mit den Folgen. Und wer junge Menschen politisch nur dann ernst nimmt, wenn sie wählen gehen sollen, hat Demokratie nicht verstanden.
Natürlich stehen Regierungen vor schwierigen Entscheidungen. Natürlich gibt es begrenzte Mittel und unterschiedliche Interessen. Superreiche zu besteuern oder andere Mittel aufzutreiben ist aber anscheinend nicht möglich, denn die Bundesregierung möchte es sich natürlich nicht mit den Lobbyinteressen verspaßen.
Politik muss sich daran messen lassen, wem sie zuhört und wessen Zukunft sie schützt. Und genau da entsteht der Eindruck: Junge Menschen werden oft erst dann sichtbar, wenn sie protestieren, demonstrieren oder laut werden. Dann sind sie plötzlich „zu radikal“, „zu naiv“ oder „zu realitätsfern“.
Aber was ist eigentlich realitätsfern? Zu fordern, dass Wohnen bezahlbar bleibt? Dass Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt? Dass die Klimakrise ernst genommen wird? Dass junge Menschen eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben haben? Das sind keine überzogenen Forderungen. Das ist das Mindeste, was eine Politik leisten sollte, die für die Zukunft Verantwortung übernehmen will.
Junge Menschen sind die Zukunft. Sie leben heute in einer Welt, die von politischen Entscheidungen geprägt wird, die sie nicht selbst getroffen haben. Und sie haben jedes Recht, sich einzumischen, laut zu sein und Antworten einzufordern.
Wir brauchen eine Regierung, die zuhört. Sie muss erklären, warum Entscheidungen getroffen werden. Und sie muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, für die nächsten Jahrzehnte und für heute.
Denn am Ende geht es um eine einfache Frage: In welcher Gesellschaft möchten wir leben und welche Gesellschaft wollen wir denen hinterlassen, die nach uns kommen?
Wenn die Antwort darauf lautet, dass junge Menschen sich eben irgendwie arrangieren müssen, während heute Probleme verschoben und morgen bezahlt werden, dann ist das keine verantwortungsvolle Politik.
Junge Menschen verdienen mehr als Durchhalteparolen. Sie verdienen eine Politik, die ihre Sorgen ernst nimmt, ihre Stimmen hört und ihre Zukunft nicht verspielt.
Denn wer junge Menschen immer wieder vertröstet, darf sich nicht wundern, wenn sie irgendwann aufhören, Vertrauen zu haben.
Du willst mehr? Du bekommst mehr!
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Kurzfassung: Ja.
Denn wenn junge Menschen auf ihre Zukunft schauen, sehen sie vor allem eines: Unsicherheit. Eine Klimakrise, die sich weiter verschärft. Steigende Mieten und kein Wohnraum. Befristete Arbeitsverträge. Eine Ausbildung oder ein Studium, das immer schwerer zu finanzieren ist. Und eine Politik, die über ihre Köpfe hinweg entscheidet, während sie gleichzeitig behauptet, für die Zukunft zu handeln.
Junge Menschen sollen die Folgen politischer Entscheidungen tragen, bekommen aber viel zu selten die Möglichkeit, diese Entscheidungen mitzugestalten. Sie sollen sich um ihre Rente kümmern, obwohl viele von ihnen nicht wissen, ob sie sich jemals ihr Leben wirklich leisten können. Sie sollen für ihre Zukunft vorsorgen, während der Staat gleichzeitig an Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz spart. Und sie sollen optimistisch bleiben, während ihnen immer wieder erklärt wird, dass für ihre Anliegen leider kein Geld da sei.
Das Problem ist nicht, dass junge Menschen zu wenig Geduld haben. Das Problem ist eine Politik, die die Zukunft immer wieder vertagt. Denn wer heute bei Bildung spart, verschärft morgen soziale Ungleichheit. Wer beim Klimaschutz zögert, hinterlässt kommende Generationen mit den Folgen. Und wer junge Menschen politisch nur dann ernst nimmt, wenn sie wählen gehen sollen, hat Demokratie nicht verstanden.
Natürlich stehen Regierungen vor schwierigen Entscheidungen. Natürlich gibt es begrenzte Mittel und unterschiedliche Interessen. Superreiche zu besteuern oder andere Mittel aufzutreiben ist aber anscheinend nicht möglich, denn die Bundesregierung möchte es sich natürlich nicht mit den Lobbyinteressen verspaßen.
Politik muss sich daran messen lassen, wem sie zuhört und wessen Zukunft sie schützt. Und genau da entsteht der Eindruck: Junge Menschen werden oft erst dann sichtbar, wenn sie protestieren, demonstrieren oder laut werden. Dann sind sie plötzlich „zu radikal“, „zu naiv“ oder „zu realitätsfern“.
Aber was ist eigentlich realitätsfern? Zu fordern, dass Wohnen bezahlbar bleibt? Dass Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt? Dass die Klimakrise ernst genommen wird? Dass junge Menschen eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben haben? Das sind keine überzogenen Forderungen. Das ist das Mindeste, was eine Politik leisten sollte, die für die Zukunft Verantwortung übernehmen will.
Junge Menschen sind die Zukunft. Sie leben heute in einer Welt, die von politischen Entscheidungen geprägt wird, die sie nicht selbst getroffen haben. Und sie haben jedes Recht, sich einzumischen, laut zu sein und Antworten einzufordern.
Wir brauchen eine Regierung, die zuhört. Sie muss erklären, warum Entscheidungen getroffen werden. Und sie muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, für die nächsten Jahrzehnte und für heute.
Denn am Ende geht es um eine einfache Frage: In welcher Gesellschaft möchten wir leben und welche Gesellschaft wollen wir denen hinterlassen, die nach uns kommen?
Wenn die Antwort darauf lautet, dass junge Menschen sich eben irgendwie arrangieren müssen, während heute Probleme verschoben und morgen bezahlt werden, dann ist das keine verantwortungsvolle Politik.
Junge Menschen verdienen mehr als Durchhalteparolen. Sie verdienen eine Politik, die ihre Sorgen ernst nimmt, ihre Stimmen hört und ihre Zukunft nicht verspielt.
Denn wer junge Menschen immer wieder vertröstet, darf sich nicht wundern, wenn sie irgendwann aufhören, Vertrauen zu haben.
Du willst mehr? Du bekommst mehr!
Der Blick auf den Sozialstaat scheint sich zu verschieben: Weg von einem System, das Teilhabe…
Viele psychisch erkrankte Menschen finden keinen Platz für eine Psychotherapie – nun könnte sich die…
Timothée Chalamet meint, dass Oper und Ballett Relikte vergangener Zeiten sind. Stimmt das?
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