Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge; Durch die Gärten und Felder zerschlägt…
Johann Wolfgang von Goethe
Bitte was? „Behend“? Und warum wird – mitten im Spaziergang – auf einmal jemand zerschlagen? Diese Fragen stellte mir neulich meine kleine 15-jährige Schwester, während sie drauf und dran war, den unter Deutschlehrerinnen und -lehrern sehr beliebten „Osterspaziergang“ aus Goehtes „Faust“ auswendig zu lernen. Und mit diesen Fragen ist sie nicht allein. Alte Klassiker wie Schillers „Die Räuber“ oder Shakespeares „Hamlet“ zu verstehen wird für junge Menschen zunehmend zur Herausforderung. Warum also nicht einfach einmal alle Klassiker der Schullektüre in gut lesbares, leicht verständliches und zeitgemäßes Deutsch übersetzen? Schließlich könnte somit ein vereinfachter Zugang geschaffen werden, der zudem auch noch die Inklusion von Deutschlernenden oder Menschen mit Lernverzögerung ermöglicht. Die Leserinnen und Leser könnten außerdem die Situationen und Werte besser mit ihrem eigenen Erleben in Einklang bringen und somit auch Parallelen und Unterschiede zwischen den damaligen und heutigen gesellschaftlichen Strukturen besser einordnen. Auch jüngere Schüler könnten durch eine vereinfachte Sprache den ein oder anderen Klassiker schon früher in der Schule behandeln. Es könnte ein ganz neuer Lehrplan entstehen, der unter anderem durch das Einsparen von lästiger Verständnisarbeit Früchte trägt.
In meinen Augen wäre das ein guter Weg, um die Schülerinnen und Schüler selbstständiger durch die Lektüre zu führen. Dieser Aufwand erübrigt sich allerdings, wenn man die richtige Lehrperson an der Hand hat. Denn der Schlüssel eines guten Deutschunterrichts liegt darin, die Schülerinnen und Schüler nicht mit der Lektüre allein zu lassen. Eine gute Begleitung, um Verständnisfragen zu lösen, schwierige Sprachpassagen zu vereinfachen und den Inhalt für alle verständlich aufzubereiten, spielt hier die zentrale Rolle. Daher sehe ich keine Notwendigkeit darin, die „alten Klassiker“ zu überarbeiten, auch wenn die Idee erfrischend ist. Im Gegenteil: Heute zu erleben, auf welche sprachlichen und inhaltlichen Schwerpunkte zu Beispiel zu Schillers und Goehtes Zeiten Wert gelegt wurde, macht die Klassiker doch erst so spannend.
Bitte was? „Behend“? Und warum wird – mitten im Spaziergang – auf einmal jemand zerschlagen? Diese Fragen stellte mir neulich meine kleine 15-jährige Schwester, während sie drauf und dran war, den unter Deutschlehrerinnen und -lehrern sehr beliebten „Osterspaziergang“ aus Goehtes „Faust“ auswendig zu lernen. Und mit diesen Fragen ist sie nicht allein. Alte Klassiker wie Schillers „Die Räuber“ oder Shakespeares „Hamlet“ zu verstehen wird für junge Menschen zunehmend zur Herausforderung. Warum also nicht einfach einmal alle Klassiker der Schullektüre in gut lesbares, leicht verständliches und zeitgemäßes Deutsch übersetzen? Schließlich könnte somit ein vereinfachter Zugang geschaffen werden, der zudem auch noch die Inklusion von Deutschlernenden oder Menschen mit Lernverzögerung ermöglicht. Die Leserinnen und Leser könnten außerdem die Situationen und Werte besser mit ihrem eigenen Erleben in Einklang bringen und somit auch Parallelen und Unterschiede zwischen den damaligen und heutigen gesellschaftlichen Strukturen besser einordnen. Auch jüngere Schüler könnten durch eine vereinfachte Sprache den ein oder anderen Klassiker schon früher in der Schule behandeln. Es könnte ein ganz neuer Lehrplan entstehen, der unter anderem durch das Einsparen von lästiger Verständnisarbeit Früchte trägt.
In meinen Augen wäre das ein guter Weg, um die Schülerinnen und Schüler selbstständiger durch die Lektüre zu führen. Dieser Aufwand erübrigt sich allerdings, wenn man die richtige Lehrperson an der Hand hat. Denn der Schlüssel eines guten Deutschunterrichts liegt darin, die Schülerinnen und Schüler nicht mit der Lektüre allein zu lassen. Eine gute Begleitung, um Verständnisfragen zu lösen, schwierige Sprachpassagen zu vereinfachen und den Inhalt für alle verständlich aufzubereiten, spielt hier die zentrale Rolle. Daher sehe ich keine Notwendigkeit darin, die „alten Klassiker“ zu überarbeiten, auch wenn die Idee erfrischend ist. Im Gegenteil: Heute zu erleben, auf welche sprachlichen und inhaltlichen Schwerpunkte zu Beispiel zu Schillers und Goehtes Zeiten Wert gelegt wurde, macht die Klassiker doch erst so spannend.
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