Wenn Bilder mehr sagen als Worte: Die Deutsche Presse Agentur hat kürzlich eine besondere Bilderreihe veröffentlicht. Die Motive bleiben gleich, doch die Welt vor der Linse wandelt sich. In der Langzeitserie werden seit einigen Jahren im August immer dieselben Standorte in ganz Deutschland fotografiert. Zu sehen sind zahlreiche Naturschauplätze wie Wälder, Seen oder Gletscher. Die Fotos offenbaren eindrücklich die Veränderungen von Jahr zu Jahr. Dadurch wird der Klimawandel gegenwärtig und greifbar.
Die letzten Gletscher Deutschlands schmelzen immer schneller: Der Nördliche Schneeferner auf dem Zugspitzplatt im Jahr 2021 (oben, l.), 2022 (oben, r.), 2023 (unten, l.) und 2024 (unten, r.). (c) Angelika Warmuth/dpa
Ausgetrocknete Seen und schmelzende Gletscher machen spürbar, wie tiefgreifend die Folgen des Klimawandels bereits sind und die Umwelt verändern. Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes untermauern, dass sich Deutschland im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bereits um 2,6 Grad erwärmt hat. Expert:innen gehen davon aus, dass sich die Auswirkungen des Klimawandels weiter verschärfen werden.
Ein Beispiel dafür ist der Ottofelsen im Harz. Vergleiche der Aufnahmen von 2014 bis 2023 verdeutlichen, wie aus grünen Flächen zunehmend abgestorbene Wälder wurden. Gründe dafür sind unter anderem Hitze, Trockenheit und Schädlinge wie der Borkenkäfer. Dass höhere Temperaturen zu mehr Verdunstung und somit sinkenden Wasserständen führen, belegen auch die Fotografien vom Arendsee in der Altmark. Die Folgen sind drastisch: Freiliegende Stege, Probleme beim Baden und mit dem Schiffsverkehr, Verlust von Brut‑ und Laichgebieten sowie eine höhere Schadstoffkonzentration und schnellere Erwärmung des Wassers. In der Summe führt das zu massiven Gefahren für Ökosysteme und Wasserqualität. Die Reihe veranschaulicht diese Probleme und appelliert an die Betrachter:innen, den Klimawandel und seine Folgen zu reflektieren – und vor allem ernst zu nehmen. Vielleicht können die Bilder den einen oder die andere auch zu einem klimabewussteren Leben animieren.
Blick vom Ottofelsen im Harz: Seit Jahren haben Trockenheit und der Befall durch Borkenkäfer hier zu massivem Baumsterben geführt. (c) Julian Stratenschulte/dpa
Im Gegensatz zu häufig abstrakten Studien und mit Zahlen gefüllten Tabellen gelingt es den Fotos, die ganz realen Auswirkungen des Klimawandels abzubilden. Die Abbildungen machen betroffen, wecken Emotionen und regen zum Nachdenken an. Wenn wir sehen, dass Gletscher verschwinden, Wälder sterben und Seen austrocknen, spüren wir: Dieses Problem ist hier und jetzt. Wer glaubt, der Klimawandel sei ein fernes Problem, der sollte sich die Bilderreihe unbedingt ansehen. Durch den direkten Vorher-Nachher-Vergleich regt sich auch ein Gefühl der Unumkehrbarkeit: Niemand kann den abgestorbenen Fichtenwald zurückholen oder den geschmolzenen Gletscher wieder einfrieren.
Da die Auswirkungen des Klimawandels weiter zunehmen werden, werden solche Bilderreihen in Zukunft noch entscheidender sein. Die Eindrücke können die Politik, Gesellschaft und Individuen motivieren, nachhaltiger zu handeln. Der Klimawandel wird so nicht nur messbar, sondern auch sichtbar. Und hoffentlich zieht das endlich Handlungen nach sich.
Wenn Bilder mehr sagen als Worte: Die Deutsche Presse Agentur hat kürzlich eine besondere Bilderreihe veröffentlicht. Die Motive bleiben gleich, doch die Welt vor der Linse wandelt sich. In der Langzeitserie werden seit einigen Jahren im August immer dieselben Standorte in ganz Deutschland fotografiert. Zu sehen sind zahlreiche Naturschauplätze wie Wälder, Seen oder Gletscher. Die Fotos offenbaren eindrücklich die Veränderungen von Jahr zu Jahr. Dadurch wird der Klimawandel gegenwärtig und greifbar.
Ausgetrocknete Seen und schmelzende Gletscher machen spürbar, wie tiefgreifend die Folgen des Klimawandels bereits sind und die Umwelt verändern. Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes untermauern, dass sich Deutschland im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bereits um 2,6 Grad erwärmt hat. Expert:innen gehen davon aus, dass sich die Auswirkungen des Klimawandels weiter verschärfen werden.
Ein Beispiel dafür ist der Ottofelsen im Harz. Vergleiche der Aufnahmen von 2014 bis 2023 verdeutlichen, wie aus grünen Flächen zunehmend abgestorbene Wälder wurden. Gründe dafür sind unter anderem Hitze, Trockenheit und Schädlinge wie der Borkenkäfer. Dass höhere Temperaturen zu mehr Verdunstung und somit sinkenden Wasserständen führen, belegen auch die Fotografien vom Arendsee in der Altmark. Die Folgen sind drastisch: Freiliegende Stege, Probleme beim Baden und mit dem Schiffsverkehr, Verlust von Brut‑ und Laichgebieten sowie eine höhere Schadstoffkonzentration und schnellere Erwärmung des Wassers. In der Summe führt das zu massiven Gefahren für Ökosysteme und Wasserqualität. Die Reihe veranschaulicht diese Probleme und appelliert an die Betrachter:innen, den Klimawandel und seine Folgen zu reflektieren – und vor allem ernst zu nehmen. Vielleicht können die Bilder den einen oder die andere auch zu einem klimabewussteren Leben animieren.
Im Gegensatz zu häufig abstrakten Studien und mit Zahlen gefüllten Tabellen gelingt es den Fotos, die ganz realen Auswirkungen des Klimawandels abzubilden. Die Abbildungen machen betroffen, wecken Emotionen und regen zum Nachdenken an. Wenn wir sehen, dass Gletscher verschwinden, Wälder sterben und Seen austrocknen, spüren wir: Dieses Problem ist hier und jetzt. Wer glaubt, der Klimawandel sei ein fernes Problem, der sollte sich die Bilderreihe unbedingt ansehen. Durch den direkten Vorher-Nachher-Vergleich regt sich auch ein Gefühl der Unumkehrbarkeit: Niemand kann den abgestorbenen Fichtenwald zurückholen oder den geschmolzenen Gletscher wieder einfrieren.
Da die Auswirkungen des Klimawandels weiter zunehmen werden, werden solche Bilderreihen in Zukunft noch entscheidender sein. Die Eindrücke können die Politik, Gesellschaft und Individuen motivieren, nachhaltiger zu handeln. Der Klimawandel wird so nicht nur messbar, sondern auch sichtbar. Und hoffentlich zieht das endlich Handlungen nach sich.
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