Allein mit dem Auto unterwegs zu sein, verspricht eine neue, aufregende Freiheit. Kein Ort ist unerreichbar, kein Weg zu weit. Doch bevor es endlich losgehen kann, steht etwas anderes an: die Fahrschule. Vier junge Menschen erinnern sich an diese Zeit zurück und teilen ihre ersten Erfahrungen beim Autofahren.
Wenn die Aggressionsprobleme mitfahren
Ich hatte einen wirklich aggressiven Fahrlehrer, der sofort anfing, mich und auch andere Fahrschülerinnen und Fahrschüler anzubrüllen, wenn wir die Verkehrsregeln nicht beachteten. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich in einer Fahrstunde eine Rechts-vor-links-Situation übersehen habe. Daraufhin ist mein Fahrlehrer so wütend geworden, dass er mich angeschrien hat, ausgestiegen ist, die Tür zugeknallt und auf die Motorhube geschlagen hat. Ich glaube furchteinflößender geht es wohl kaum. Der absolute Horror. So macht Autofahren definitiv keinen Spaß und ich bin ehrlich: Ich habe heute immer noch Angst beim Fahren. Was auch meinem furchtbaren Fahrlehrer zu verdanken ist. Pauline Dörrich, funky-Jugendreporterin
Neue Flexibilität auf vier Rädern
Da ich auf dem Land aufgewachsen bin, hatte ich mich schon sehr viele Jahre im Voraus darauf gefreut, endlich meinen Führerschein zu machen. Er versprach die Freiheit, endlich das tun zu können, was ich wollte, wann immer ich es wollte. Nicht mehr darauf angewiesen zu sein, dass meine Mama mich irgendwohin mitnimmt oder einen der wenigen Busse zu erwischen, die aus meinem kleinen Dorf in die nächste Kleinstadt fahren, um etwas unternehmen oder Freundinnen und Freunde treffen zu können. Obwohl die Theoriestunden ausgesprochen langweilig und die Praxisstunden manchmal auch frustrierend waren, hatte ich immer das Ziel vor Augen, danach endlich unabhängiger zu sein. Als ich schließlich meinen Führerschein in den Händen hielt, war ich einfach nur stolz, erleichtert und voller Vorfreude auf meine ersten Fahrerlebnisse ohne Fahrlehrerin. Noch heute macht mir das Autofahren sehr viel Spaß. Celina Otto, funky-Jugendreporterin
Stundenlange Fahrten mit Freundinnen und Freunden
Ich konnte es damals kaum erwarten, meinen Führerschein zu machen und endlich 18 zu werden. Denn das gab mir in der dörflichen Umgebung, in der ich aufgewachsen bin, eine bisher nicht dagewesene Unabhängigkeit. Ich war in meiner Freundesgruppe einer der Ältesten und als ich alles verfügbare Geld zusammenkratzte, um eine gebrauchte Rostlaube zu kaufen, erschlossen sich uns völlig neue Möglichkeiten. Stundenlang fuhren wir durch die Gegend oder hingen einfach nur im Auto herum und hörten Musik durch die schäbigen Lautsprecher. Noch heute schwelgen wir manchmal in Erinnerungen an diese Zeit, in der uns ein fahrbarer Untersatz genügte, um alles möglich und vieles einfacher erscheinen zu lassen. Jan-Malte Wortmann, funky-Jugendreporter
Nervenzusammenbrüche treffen auf Sexismus
Nachdem ich den Hänger-Führerschein bestanden hatte, schwor ich mir, nie wieder einen Führerschein zu machen. Mein Fahrlehrer war eigentlich nett und witzig. Nur leider hatte ich Probleme mit seiner direkten Kommunikationsweise. Darüber, dass er mich „Prinzessin“ nannte und im Auto bei halb geöffneten Fenster rauchte konnte ich noch hinwegsehen. Seine nicht vorhandene Geduld und seine Nervenzusammenbrüche, weil ich etwas länger gebraucht hatte, um mit dem Hänger rückwärts um die Ecke zu fahren, waren dann aber doch verletzend und in dem Job einfach fehl am Platz. Kommentare wie „So schlecht war noch niemand“ oder – mein Favorit – direkt vor der Prüfung „Keine Ahnung, ob du das schaffst“, haben mich sehr unter Druck gesetzt. Ohne die Übung mit meinem Vater hätte ich die Prüfung wahrscheinlich nicht bestanden. Sophie Ostermann, funky-Jugendreporterin
Allein mit dem Auto unterwegs zu sein, verspricht eine neue, aufregende Freiheit. Kein Ort ist unerreichbar, kein Weg zu weit. Doch bevor es endlich losgehen kann, steht etwas anderes an: die
Fahrschule. Vier junge Menschen erinnern sich an diese Zeit zurück und teilen ihre ersten Erfahrungen beim Autofahren.
Wenn die Aggressionsprobleme mitfahren
Ich hatte einen wirklich aggressiven Fahrlehrer, der sofort anfing, mich und auch andere Fahrschülerinnen und Fahrschüler anzubrüllen, wenn wir die Verkehrsregeln nicht beachteten. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich in einer Fahrstunde eine Rechts-vor-links-Situation übersehen habe. Daraufhin ist mein Fahrlehrer so wütend geworden, dass er mich angeschrien hat, ausgestiegen ist, die Tür zugeknallt und auf die Motorhube geschlagen hat. Ich glaube furchteinflößender geht es wohl kaum. Der absolute Horror. So macht Autofahren definitiv keinen Spaß und ich bin ehrlich: Ich habe heute immer noch Angst beim Fahren. Was auch meinem furchtbaren Fahrlehrer zu verdanken ist.
Pauline Dörrich, funky-Jugendreporterin
Neue Flexibilität auf vier Rädern
Da ich auf dem Land aufgewachsen bin, hatte ich mich schon sehr viele Jahre im Voraus darauf gefreut, endlich meinen Führerschein zu machen. Er versprach die Freiheit, endlich das tun zu können, was ich wollte, wann immer ich es wollte. Nicht mehr darauf angewiesen zu sein, dass meine Mama mich irgendwohin mitnimmt oder einen der wenigen Busse zu erwischen, die aus meinem kleinen Dorf in die nächste Kleinstadt fahren, um etwas unternehmen oder Freundinnen und Freunde treffen zu können. Obwohl die Theoriestunden ausgesprochen langweilig und die Praxisstunden manchmal auch frustrierend waren, hatte ich immer das Ziel vor Augen, danach endlich unabhängiger zu sein. Als ich schließlich meinen Führerschein in den Händen hielt, war ich einfach nur stolz, erleichtert und voller Vorfreude auf meine ersten Fahrerlebnisse ohne Fahrlehrerin. Noch heute macht mir das Autofahren sehr viel Spaß.
Celina Otto, funky-Jugendreporterin
Stundenlange Fahrten mit Freundinnen und Freunden
Ich konnte es damals kaum erwarten, meinen Führerschein zu machen und endlich 18 zu werden. Denn das gab mir in der dörflichen Umgebung, in der ich aufgewachsen bin, eine bisher nicht dagewesene Unabhängigkeit. Ich war in meiner Freundesgruppe einer der Ältesten und als ich alles verfügbare Geld zusammenkratzte, um eine gebrauchte Rostlaube zu kaufen, erschlossen sich uns völlig neue Möglichkeiten. Stundenlang fuhren wir durch die Gegend oder hingen einfach nur im Auto herum und hörten Musik durch die schäbigen Lautsprecher. Noch heute schwelgen wir manchmal in Erinnerungen an diese Zeit, in der uns ein fahrbarer Untersatz genügte, um alles möglich und vieles einfacher erscheinen zu lassen.
Jan-Malte Wortmann, funky-Jugendreporter
Nervenzusammenbrüche treffen auf Sexismus
Nachdem ich den Hänger-Führerschein bestanden hatte, schwor ich mir, nie wieder einen Führerschein zu machen. Mein Fahrlehrer war eigentlich nett und witzig. Nur leider hatte ich Probleme mit seiner direkten Kommunikationsweise. Darüber, dass er mich „Prinzessin“ nannte und im Auto bei halb geöffneten Fenster rauchte konnte ich noch hinwegsehen. Seine nicht vorhandene Geduld und seine Nervenzusammenbrüche, weil ich etwas länger gebraucht hatte, um mit dem Hänger rückwärts um die Ecke zu fahren, waren dann aber doch verletzend und in dem Job einfach fehl am Platz. Kommentare wie „So schlecht war noch niemand“ oder – mein Favorit – direkt vor der Prüfung „Keine Ahnung, ob du das schaffst“, haben mich sehr unter Druck gesetzt. Ohne die Übung mit meinem Vater hätte ich die Prüfung wahrscheinlich nicht bestanden.
Sophie Ostermann, funky-Jugendreporterin
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