Ein Junge macht einen Powernap und stützt seinen Kopf mit der Hand dabei

Besserwisserwissen: So effektiv ist Powernapping

Es gibt eine Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Diesmal geht es um Schlaf: denn der Powernap, das kurze Nickerchen zwischendurch, wird immer beliebter. Aber wie effizient sind diese kurzen Schlafintervalle wirklich?

Hannah Lettl, funky-Jugendreporterin

Um die Mittagszeit sinkt die Leistungsfähigkeit der meisten Menschen. Sie machen Flüchtigkeitsfehler und arbeiten weniger effizient. Um diese Phase zu überbrücken und zu verkürzen machen viele Menschen einen Powernap. In Japan wird das kurze Schlafen sogar von der Regierung empfohlen und ist  in vielen Unternehmen Alltag.

Das kurze Nickerchen, das zwischen 10 und 30 Minuten dauern darf, ermöglicht dem Körper eine Ruhepause, ohne gleich in den Tiefschlaf zu fallen. Somit kann man sich nach dem Aufwachen schneller wieder konzentrieren, statt sich müde und schlapp zu fühlen. Professor Jürgen Zulley von der Universität Regensburg fand heraus, dass ein Powernap die Leistungsfähigkeit um 35 Prozent steigern kann. Dieser Effekt hält bis zu zwei Stunden an und kann somit das Mittagstief überwinden.

Koffein hilft beim Powernapping

Die Steigerung der Leistungsfähigkeit liegt an der Ruhephase, es muss also nicht zwingendermaßen geschlafen werden. Um den Effekt zu verstärken, hilft das Trinken eines koffeinhaltigen Getränkes vor der Pause. Dessen Wirkung setzt nämlich erst nach 20 Minuten ein und verstärkt den Effekt nach dem Aufwachen beziehungsweise Ruhen.

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Abgesehen von der erhöhten Leistung bringen die kurzen Ruhepausen auch gesundheitliche Vorteile mit sich. So fand eine Studie der Harvard School of Public Health und University of Athens Medical School heraus, dass regelmäßiges Powernapping das Herz-Kreislauf-System schützt und somit das Risiko für Herzerkrankungen um 37 Prozent senken kann.  Je häufiger man diese Schlafintervalle in seinen Rhythmus eingebaut, desto effektiver sind sie.

Nickerchen können übrigens auch beim Lernen unterstützen. Die Schlafforscherin Sara Mednick kam zu dem Ergebnis, dass eine Stunde Schlaf die kognitiven Fähigkeiten und somit auch die Gedächtnisleistung erhöhen kann.

So erholsam diese kurzen Nickerchen allerdings sein mögen – sie ersetzen keinesfalls den Nachtschlaf. Die biologisch regenerativen Prozesse in unserem Körper benötigen nämlich mehr als nur einen kurzen Mittagsschlaf.

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.