Besserwisserwissen: Wusstest du, dass Palmöl in jedem zweiten Supermarktprodukt steckt?

Ein Buch als Symbol fürs Besserwisserwissen
Es gibt eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Diesmal geht es um unsere Ernährung: Wusstest du, dass jedes zweite Supermarktprodukt Palmöl enthält?

Clara Vestl, funky-Jugendreporterin

Egal ob in Fertignahrung, Kosmetika oder Kraftstoff: Palmöl wird für eine Vielzahl an Produkten des alltäglichen Gebrauchs verwendet und ist aus unserem Leben mittlerweile kaum mehr wegzudenken. Im Jahr werden etwa 66 Millionen Tonnen davon hergestellt. Dabei bringt die Verwendung des Pflanzenöls eine ganze Reihe Nachteile für Mensch und Natur mit sich. Für die Herstellung müssen beispielsweise unzählige Hektar Regenwald gerodet werden, die vielen bedrohten Tierarten als Lebensraum dienen. Die Ölpalmen können nämlich nur in den feuchtwarmen Tropen nahe dem Äquator gedeihen. Durch die Brandrodung gelangen außerdem jede Menge klimaschädlicher Gase in die Atmosphäre. Kleinbauern und indigene Gruppen, die den Wald über Generationen bewohnten, werden im Zuge der Landgewinnung brutal vertrieben. Weltweit nehmen die Palmölplantagen inzwischen etwa die Fläche von Neuseeland ein. 

Darüber hinaus trägt das Fett auch nicht gerade zur Gesundheit bei. Experten zufolge soll es das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Probleme und Diabetes erhöhen. Eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit kam sogar zu dem Schluss, dass beim Verarbeitungsprozess von Palmöl Stoffe entstehen, die das Erbgut verändern können. Und trotzdem ist das Öl in sehr vielen Supermarktprodukten enthalten, denn es kann kostengünstig hergestellt werden und verleiht vielen Lebensmitteln ihre cremige Konsistenz. Vor allem Produkte wie Butter, Margarine, Kekse, Schokolade, Brotaufstriche, Tütensuppen und häufig sogar Babynahrung führen Palmöl auf ihrer Zutatenliste. Die meisten Leute wissen häufig nicht, dass ihre gekauften Produkte Palmöl enthalten – und unterstützen die Produktion so unbewusst. Rund fünfzig Prozent der Fertigprodukte, die wir im Supermarkt kaufen, enthalten das schädliche Öl.

Um das zu vermeiden, sollten wir als Verbraucher mal ein Auge auf die Zutatenliste werfen. Heutzutage gibt es bereits viele Alternativen zu Produkten mit Palmöl, wie beispielsweise Kokosöl oder durchgehärtetes Rapsöl – auch wenn diese zugegebenermaßen etwas teurer sind. Aber betrachtet man das Gesamtbild, lohnt es sich. Mit der Vermeidung des Öls schützt man nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die Natur. 

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