Neue Energie für Europa – das verspricht die neue Partei Volt, die am 26. Mai erstmals bei der Europawahl antritt. Das Besondere daran: Sie ist jung und paneuropäisch. Was das bedeutet und was sie im Parlament bewegen will, erzählt Damian Boeselager, Mit-Gründer und Vizepräsident von Volt Europa.

Was bedeutet paneuropäisch und warum ist das etwas Besonderes?

Paneuropäische bedeutet gesamteuropäisch, da die Vorsilbe pan- (παν-) aus dem Altgriechischen kommt und gesamt / alles bedeutet. Besonders ist es, weil bisher nationale Parteien zur Wahl standen, die sich dann im Parlament einer gesamteuropäischen Fraktion angeschlossen haben. Als Beispiel: Die SPD ist eine Partei aus Deutschland. Sie macht in Deutschland Wahlkampf und lässt sich von Menschen aus Deutschland wählen. Die SPD erhält nach der Wahl prozentual genauso viele von den Sitzen, die Deutschland zur Verfügung hat, wie sie Stimmen bekommen hat. Die gewählten Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP) schließen sich dann einer Fraktion an, im Fall der SPD war das bisher die Fraktion Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten. Volt hat zwar auch einen deutschen Ableger (Volt Deutschland) tritt aber in allen acht Ländern, in denen sie auf dem Wahlzettel steht, mit demselben Programm an. Und das hat Europa im Blick, nicht den Nationalstaat.