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Von Haus zu Haus ziehen? Fünf Ideen, Halloween mal anders zu feiern

Eine Frau hält einen Kürbis

Was ist Halloween?

Halloween kommt ursprünglich aus Irland, genau gesagt erfanden die Kelten, die Ureinwohner Irlands, diesen Brauch. Doch sie liefen nicht etwa von Haus zu Haus, sie gingen mit den besten Speisen und Getränken an die Gräber der Verstorbenen und feierten zusammen mit ihnen. Es war also ein „Tag der Toten“, oder auch ein „Rauschendes Fest“. Allerdings behielten die Kelten diesen Brauch nicht für immer. Mit der Zeit bekamen sie immer mehr Angst vor dem Tod und am „Tag der Toten“ war dieser ja besonders nah. Also beschlossen sie, den Tod in die Irre zu führen und zogen sich so an, dass es aussah, als wären sie bereits gestorben. So glaubten sie, würden sie nicht vom Tod geholt werden. Um die Geister friedlich zu stimmen, legten sie auch kleine Geschenke vor die Haustür.

Es stimmt also nicht, dass Halloween aus Amerika stammt. Die irischen Einwanderer brachten diesen Brauch mit in ihre neue Heimat Amerika. Dort wurde er sehr populär und später wurde auch Deutschland von dem Trend angesteckt.

Doch der 31. Oktober ist noch aus einem anderen Grund ein ganz Spezieller, denn es wird ein besonderer Mann geehrt: Am 31. Oktober feiern Protestanten die Reformation. Aber, was ist das eigentlich genau?

1517: Martin Luther schlägt 95 Thesen an eine Kirchentür. In diesen 95 Thesen zählt er alles auf, was er an der katholischen Kirche schlecht findet.

Zu der Zeit gab es noch kein evangelisch und katholisch. Die Kirche, also der Papst und die Bischöfe, verdienten sich eine goldene Nase an den Gläubigen, weil sie den Geistlichen alles glauben mussten, was sie aus der Bibel berichteten. Denn die Bibel war nur auf Latein geschrieben, und kaum einer verstand lateinisch. Und so konnte die Kirche alles erzählen, was sie wollte. Das machte sie sich zu Nutze und behauptete, dass man nach dem Tod in die Hölle käme, wenn man nicht genug Geld an die Kirche zahle. Außerdem könne man für Menschen, die schon gestorben sind, Geld zahlen, damit die Seelen aus der Hölle frei und in den Himmel kämen. Das wurde Ablassbrief genannt.

In der Bibel steht aber, dass man sich nicht freikaufen müsse, dass Gott uns alle Sünden vergebe und uns alle liebe, wie wir sind. Das wusste aber zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Erst als Martin Luther die Bibel auf Deutsch übersetzt und an sehr viele Leute weitergegeben hatte, bemerkten sie, was die Katholische Kirche getan hatte. Natürlich waren Päpste und Bischöfe viel Mächtiger als Luther, doch mit Hilfe seiner Freunde und Anhänger schaffte er es die mächtige Kirche zu „besiegen“ und die evangelische Glaubensrichtung enstand.

5. Reformationstag

Dieses Jahr feiern die Protestanten 500 Jahre Reformation, weshalb es viele Veranstaltungen zum Thema Martin Luther gab und noch geben wird. Auch so etwas wäre also ein guter Ersatz für den alt-irischen Brauch Halloween.

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.

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