Neuer Herbst – Neues Ich

Zwei modische Frauen winken.
Viele erfinden sich im Herbst neu.
Marie Wilken, funky-Jugendreporterin

Der Herbst leitet letzten Monate des Jahres ein. Doch gleichzeitig ist er auch ein Anfang: Das neue Schuljahr beginnt, genauso auch das neue Semester und das Lehrjahr. Auch die arbeitende Gesellschaft kehrt nach ihrem verdienten Sommerurlaub wieder in den Alltag zurück. Und wie Neustarts es so an sich haben, kommt direkt der Wunsch auf, als beste Version seiner selbst in den neuen Abschnitt zu starten – aber dieses Mal wirklich!

Schritt eins sind neue Routinen. Hier ist das Motto „Mehr ist mehr“: Früh aufstehen, na klar, sechs Uhr hört sich gut an – auch am Wochenende. Auch Sport gehört zum „Neuen Ich“ dazu. Eine gute Mischung aus Cardio und Muskeltraining führt zu einem Trainingsplan ohne Pausen. Und so ein gut durchgetaktetes Training bringt ohne Ernährung natürlich nichts. Womit wir beim nächsten Punkt der Routinen wären. Mit Zucker und Alkohol sind die Endgegner schon gefunden. Stattdessen deckt man sich mit Fitness-Produkten ein, reich an Ballaststoffen, Eiweiß und ein paar Kohlenhydraten. Und zu guter Letzt: Produktiver werden! Das Handy wird nur abends für eine Stunde genutzt, denn auf dem Schreibtisch liegt ein ganzer Stapel lehrreicher Bücher, die darauf warten, durchgearbeitet zu werden.

Neue Routinen müssen aber natürlich auch für die Außenwelt sichtbar sein. Schritt zwei: Der neue Look! Instagram und Pinterest sind voll mit den neuen Herbsttrends. Jeans, Strick und Boots sind die „Must-Haves“, auch 2026. Die Onlinestores werden durchgekämmt, um den neuen Stil zwischen Trends und dem individuellen gewissen Etwas zu finden. Vielleicht wären ein neuer Haarschnitt und ein bisschen Farbe auch ganz nett? Der Friseurtermin ist schon ausgemacht. Fehlt nur noch die Persönlichkeit. Vielleicht: „Ab jetzt bin ich eine Mischung aus extrovertiert, lustig und seriös.“ Denn TikTok sagt, dass diese Mischung am besten ankommt.

Das Ganze wird dann gute acht Wochen durchgezogen, bis Anfang Dezember die ersten Plätzchen winken. Die Energie für Veränderungen ist aufgebraucht und das Glas Rotwein und ein Stück Mandel-Zimt-Schokolade zum Weihnachtsfilm klingen doch ganz verlockend. Am Wochenende wird wieder ausgeschlafen und während man mit dem ersten Kaffee aus dem Fenster schaut, fragt man sich, warum man sich die letzten zwei Monate eigentlich so gestresst hat. Der erste Gedanke führt zu den sozialen Medien. Man summt die Melodie von „The Winner Takes It All“ und denkt an die unzähligen „Motivations-Videos“, mit denen man seine Zeit auf TikTok verschwendet hat.

Social Media gibt einem oft das Gefühl, sich verändern zu müssen. Ein Neustart kann dazu motivieren, schlechte Gewohnheiten loszuwerden. Jedoch darf sich das im eigenen Tempo entwickeln. Man mag es kaum glauben, aber man darf auch einfach alles so lassen, wie es ist und die gemütliche Jahreszeit genießen.

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.