Interview

Ein Ausflug in den Bundestag: „Wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann stehe ich dazu“

Julian Pahlke
Für Julian Pahlke war klar: Wenn es eine Partei sein sollte, dann die Grünen.

Vom Aktivismus in den Bundestag: Julian Pahlke möchte bei den Grünen ehrliche Politik machen, die die Menschenrechte in den Fokus setzt.

Amelie Bahlert, funky-Jugendreporterin
Amelie und Julian im Bundestag. Foto: Privat

Eine BMW-Limousine nach der nächsten fährt Donnerstag früh am Reichstagsgebäude in Berlin Mitte vor. Mit meinem Presseausweis bewaffnet bewege ich mich zögerlich in Richtung Nordeingang, an dem ein junger schmaler Typ mit Brille bereits auf mich wartet. „Das ging ja leichter als gedacht!“, empfängt er mich freundlich. Vor Aufregung nuschle ich eine halbherzige Begrüßung vor mich hin. Wir eilen durch die Sicherheitskontrollen und laufen mit schnellen Schritten durch die Tunnel des Bundestags, um pünktlich zu unserem ersten Termin zu kommen.

Aber mal von vorn: Was mache ich eigentlich im Bundestag? Ich darf heute den Bündnis 90/Die Grünen-Abgeordneten Julian Pahlke bei seinem Alltag im Bundestag begleiten. Der 30-Jährige sitzt seit letztem Jahr im Bundestag und beschäftigt sich dort hauptsächlich mit den Themen Flucht und Migration. Zuvor war er Seenotretter und Vorstandsmitglied der NGO „Jugend Rettet“, die nach eigenen Angaben bis zu 14.000 Geflüchtete aus dem Mittelmeer retten konnte, bis ihr Boot im Jahr 2017 von der Italienischen Regierung beschlagnahmt und Mitglieder der NGO angezeigt wurden.

Lobbyarbeit ist nicht unüblich

Als ich Julian frage, was es mit dem „Bundestagsfrühstück des Deutschen Roten Kreuz im Abgeordnetenrestaurant“ auf sich hat, zu dem wir uns grade aufmachen, entgegnet er trocken, dass das eine Lobbyveranstaltung sei. Lobbyismus hätte zwar oft einen schlechten Ruf, sei jedoch ein ganz normaler demokratischer Prozess, bei dem sich Firmen und Organisationen an die Politik wenden, um ihre Interessen zu schildern. Hauptsächlich geht es auf diesen Veranstaltungen um Networking und Weiterbildung, es gibt aber leider auch immer wieder Fälle, in denen sich Lobbyisten der übermäßigen Beeinflussung und Politiker*innen der Korruption schuldig machen. Für mich bedeutet diese erste Lobbyveranstaltung vor allem: gutes Frühstück und dünner Kaffee.

Unsere Tischnachbarn bestehen hauptsächlich aus älteren Männern, die polierte CSU-Anstecker fein säuberlich an ihren Anzügen befestigt haben. Alle Männer tragen einen Anzug, nur Julian nicht, der generell nicht dem typischen Bild eines Abgeordneten entspricht. Im legeren Outfit und mit ein paar sauberen Chucks sitzt er neben mir am gedeckten Tisch. Julians Anzugsverzicht ist laut eigener Aussage eine bewusste Entscheidung, immerhin würden die meisten Menschen nicht jeden Tag im Anzug herumlaufen. Es sei der Versuch einer Absenkung von Barrieren, die es zwischen der Politik und denen, für die die Politik gemacht wird, gibt, erklärt er mir. Eine sehr diplomatische Weise zu sagen, dass man verständlicherweise keinen Bock auf unbequeme Kleidung hat.

Wir lauschen einer viel zu ausführlichen Präsentation, die bedarfsgerechte Hilfe für die Ukraine fordert und den mangelhaften Zivilschutz in Deutschland anprangert. Ein paar inhalierte Mini-Brötchen mit Käse später steht ein kurzer Aufenthalt im Plenarsaal an.

Das alltägliche demokratische Pöbeln

Während Julian versucht, im Plenarsaal einen guten Platz zu ergattern, mache ich mich auf in Richtung Pressetribüne. Mit meinem Presseausweis vor der Brust stolziere ich an den „Zutritt für Besucher verboten“-Schildern vorbei. Es ist nicht das erste Mal, dass ich eine Plenarsitzung besuche, aber das erste Mal, dass ich mich auf der Pressetribüne befinde und mich frei bewegen darf. Ziemlich cool, muss ich zugeben. Ich sehe lauter müde Gesichter – sowohl vonSchülergruppen, die gelangweilt von der Besuchertribüne in den Plenarsaal starren, aber auch von den Abgeordneten selbst, die alle erst einmal wach werden müssen.

Alexander Gauland liest offensichtlich desinteressiert irgendwelche Unterlagen und Friedrich Merz betrachtet trotzig sein Tablet während Innenministerin Nancy Faeser den Etat des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat (BMI) verteidigt. Nach ihr erhält Marcus Bühl von der AfD das Wort und die ersten müden Gemüter erhitzen sich: Das alltägliche demokratische Pöbeln kann beginnen. Bevor es richtig zur Sache gehen wird, muss ich allerdings schon wieder gehen, denn Julian und ich treffen uns mit einer Gruppe aus seinem Wahlkreis.

Grün – Grüner – Wahlkreis Unterems

Das Bundespresseamt finanziert nämlich auf Wunsch eines Abgeordneten eine Wahlkreisfahrt für Politikinteressierte, damit die Wähler*innen sehen, was die jeweiligen Abgeordneten mit ihrem Mandat in Berlin anstellen. Julian setzt sich lässig vorne auf die Tischkante eines großen Tisches und grinst seine Wahlkreisgruppe aus Unterems an. Irgendwie überrascht mich dieser Termin, ich habe ihn mir deutlich steifer vorgestellt – aber Julian plaudert ganz zwanglos aus dem Nähkästchen.

Kann doch nicht sein, dass sich die Abgeordneten so wichtig nehmen, vorne sitzen und ein Ein-stündiges Referat über ihre Woche halten – Da hat doch niemand Spaß an Politik.

Julian Pahlke

Abwechselnd sollen ihm die Männer und Frauen Fragen stellen. Interessanterweise beschäftigen sich eine Vielzahl der Wortmeldungen mit persönlichen Fragen zur Integrationspolitik. Unter der Wählerschaft sind viele Menschen, die um aktive Hilfe bitten, wie sie beispielsweise gegen die Ablehnung eines Asylantrags von Schutzbedürftigen aus ihrer Region vorgehen können. Sie werfen der Deutschen Regierung vor, jede noch so kleine Datenungenauigkeit während des Asylverfahrens zu nutzen, um Migrant*innen abzuschieben. Julian erläutert: „Sechzehn Jahre konservative Politik sitzen noch tief in den Strukturen der Integrationsbehörden“, und wirft diesen vor, nicht grade Vorkämpfende humanistischer Ziele zu sein.

Auch um Fahrräder, nachhaltige Landwirtschaft und Erneuerbare Energien geht es. Gleichzeitig vernehme ich ein Raunen im Raum, als es um Autos geht. Ein Mann ruft, die Stimme voller Ekel, „SUV?“, als Julian über die Autovorlieben mancher Abgeordneter spricht. Dieser Raum ist so grün, wie man es sich nur vorstellen kann. Nachdem Julian sich bereit erklärt, eine Foto-Session mit seinem Wahlkreis zu machen, ist es nun an der Zeit für das Interview. Julian und ich begeben uns dafür in die Kantine und essen gemeinsam.

Politisierung und Parteibeitritt

Wie bist du in die Politik gekommen?
Ich war nie unpolitisch, aber dieses Bedürfnis, selbst aktiv zu werden, kam auf jeden Fall durch die Seenotrettung. Auf dem Mittelmeer sind Menschen vor unseren Augen ertrunken. Ich habe dort viel von dem gesehen, was ich ändern möchte und von dem ich überzeugt bin, dass es sich ändern muss. Das hat sehr viel in mir ausgelöst, sodass ich mir dachte: Vielleicht muss man den Aktivismus verlassen und im Bundestag das Vertreten, wofür wir bei „Jugend rettet“ zuvor gekämpft haben. Immerhin haben andere Parteien einen ehemaligen Cheflobbyisten von großen Vermögensverwaltern als Fraktionsvorsitzenden, warum sollte ich dann nicht aus der Seenotrettung kommen und mich für Seenotrettung, Menschenrechte und gesunden Humanismus stark machen?

War es für dich schon immer klar, dass du den Grünen beitreten würdest?
Ich bin erst sehr spät Parteimitglied geworden, weil ich noch im Vorstand von „Jugend rettet“ war. In der NGO musste ich mir für meine politische Arbeit Unabhängigkeit bewahren. Ich war mir aber sehr sicher, dass ich Mitglied der Grünen werden würde. Da gab es viele Gründe für – einer war, dass der deutsche Innenminister und der österreichische Außenminister123 uns medial in der Luft zerrissen haben und die Grünen uns aus tiefster Überzeugung unterstützt haben. Das hat mich schwer beeindruckt. Wir erlebten einen wahnsinnigen Schleudergang und die Grünen standen uns stabil zur Seite – das war keine Selbstverständlichkeit.

Vor- und Nachteile des Abgeordnetendaseins

Was machst du am liebsten an deinem Job?
Auf jeden Fall reise ich sehr gerne. Das sind nicht nur Reisen, die schön und angenehm sind. Es ist wichtig für mich, dorthin zu fahren, wo Unrecht geschieht. Das war das, was mich politisiert hat und ich glaube nicht, dass ich das jetzt außen vor lassen sollte – ich kann es auch nicht. Außerdem mag ich es, mich kurzfristig in die verschiedensten Themen einzuarbeiten. Dass ich mich von regionalen Problemen bis hin zu den Außengrenzen der EU mit allen Thematiken auseinandersetzten muss, ist sehr fordernd und das gefällt mir.

Und jetzt die Gegenfrage: Was gefällt dir nicht an deinem Beruf?
Das eine ist auf jeden Fall die AfD und der zwangsläufige Umgang mit der Partei. Aber zum Glück gibt es hier viele Formen des demokratischen Widerstandes. Manchmal stört mich die Art und Weise, wie Politik kommuniziert wird – sehr weit weg von den Menschen, die davon betroffen sind. Das klingt dann so anders und unehrlich. Das hat auch mit einer schlechten Fehlerkultur zu tun, die hier herrscht. Ich meine damit, dass man sich nicht eingestehen kann, etwas falsch gemacht zu haben, sondern immer versucht den eignen Ruf zu retten. Daraus resultiert dieses ‚Einen Schleier über alles werfen‘ und das ist nicht meine Art, Politik zu kommunizieren. Ich setzte mich gerne und aus voller Überzeugung hin und sage, warum mir etwas sehr schwerfällt, und mache transparent, warum ich eine Entscheidung so treffe und was das mit mir macht. Und wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann stehe ich dazu.

Mit 30 im Bundestag – und jetzt?

Gibt es neben deinem stressigen Alltag noch die Möglichkeit, die Freizeit zu genießen und 30 zu sein?
Mit der Freizeit ist es tatsächlich sehr schwierig. Aber dieser Beruf macht mir riesigen Spaß. Dennoch möchte ich Zeit finden, um neben diesem Beruf Dinge zu machen, die auch schön sind, zum Beispiel Reisen, Sport, Segeln oder etwas mit Freund*innen zu unternehmen. Diese Balance finde ich aber zunehmend immer besser.

Hast du das Gefühl, dass deine Mitabgeordneten dir aufgrund deines Alters miteiner gewissen Grundskepsis begegnen?
Innerhalb der Partei stehen wir alle auf der gleichen Ebene. Das finde ich sehr schön. In der Ampelregierung habe ich ebenfalls den Eindruck. Auch die FDP ist eine relativ junge Partei und die SPD ist mit vielen ehemaligen Jusos eingezogen. Aber die konservativen Parteien empfinde ich teilweise als etwas herablassend, da viele denken, sie wären mit ihren 20 Jahren parlamentarischer Erfahrung mehr wert als andere Abgeordnete – und das sind sie nicht. Der typische Abgeordnete ist eben nicht mehr Mitte 50 und trägt Anzug. Das ist Vergangenheit.

Veränderungen im Bundestag: „Wie kann das sein, dass das bis 2022 gedauert hat?“

Was hat sich mit der neuen Ampel-Koalition verändert? Ist der Bundestag wirklich jünger, diverser und moderner geworden?
Wir haben ganz viele junge Abgeordnete, das ist super. Ich hätte mir damals sehr gewünscht, dass junge Menschen im Parlament gewesen wären, als ich angefangen habe, mich für die Politik zu interessieren. Man erlebt auch ein Aufbruchsgefühl hier im Haus. Auf einmal verändert sich ganz viel, alles wird jünger, diverser, weiblicher, moderner. Das wird allerdings noch ein bisschen Zeit brauchen, bis das auch in den Strukturen ankommt. Nach dem ersten schwarzen Abgeordneten – Karamba Diaby von der SPD – haben wir nun die erste schwarze Frau in der Regierung. Wie kann das sein, dass das bis zum Jahr 2022 gedauert hat? Wir haben die ersten zwei trans*Personen, sowohl im Parlament, als auch bei uns in der Fraktion, und sie treten für die Interessen von queeren Menschen, insbesondere trans* Menschen, in Deutschland ein.

Wenn du dich im Plenarsaal umschaust, welche Berufsgruppe ist unterrepräsentiert? Welche ist überrepräsentiert?
Juristinnen gibt es am meisten, aber ich muss zugeben, aus der praktischen Erfahrung heraus hat das auch einen Grund. Man könnte sagen Jura ist ein bisschen wie eine Ausbildung zum Abgeordnetendasein. Die am wenigsten repräsentierte Berufsgruppe sind die Handwerkerinnen. Aber ich würde mir wünschen, das hier auch mal Menschen kandidieren und einziehen, die in der Vergangenheit arbeitslos waren oder die grade ihren Integrationskurs abgeschlossen haben und jetzt eine deutsche Staatsbürgerschaft haben, um auch mal mit dieser Bildungsbürgertum-Erzählung zu brechen, die immer im Raum steht.

Meinst du damit den Vorwurf, die Politik sei vor allem für Akademikerinnen ?
Ja, denn man hört immer noch, man müsse diverse abgeschlossene Studien und 20 Jahre Berufserfahrung haben, um Abgeordneter sein zu können. Nein! Wenn hier eine 18-jährige Abiturientin im Bundestag sitzt, dann ist das richtig so. Wenn ein Scheuble mit seinen 79 Jahren einen Sitz bekommt, dann hat das die gleiche Daseinsberechtigung. Genauso gehören hier diejenigen her, die vielleicht die kleinste Rente und Grundsicherung bekommen. Ebenso wie gut verdienende Rechtsanwälte. Sie alle gehören in einen Raum. Und dann muss man zusammen diskutieren, wo man mit dieser Gesellschaft hinwill. Das ist doch eigentlich der Sinn und Zweck dahinter.

Abgeordnete und ihr Anspruch auf einen Platz an der Sonne

Wir sprachen eben mit deiner Wahlkreisgruppe, unter anderem über die Autovorlieben gewisser Abgeordneter. Da wurde auch deutlich, dass das schicke Auto und das tägliche Essen im edlen Abgeordnetenrestaurant für viele Poltiker*innen eine Selbstverständlichkeit zu sein scheint. Hast du das Gefühl, dass einige Abgeordnete dieses Amt auch aus Prestigegründen bekleiden?
Ja auf jeden Fall. Ich erlebe es allerdings nicht so sehr in der Ampel, eher bei Konservativen und Rechten. Und ich finde es problematisch, weil es mit Selbstüberhöhung zu tun hat. Niemand ist ein besserer Mensch, weil er zum Abgeordneten gewählt wurde. Wir sind alle fehlbar. Aber viele tun so, als würden sie auf einmal über den Dingen stehen. Das passt nicht zu meiner Vorstellung von einem Parlament, dass von der Bevölkerung gewählt wird und diese auch vertreten soll.

Glaubst du, sich alle vier Jahre als Abgeordnete*r neu wählen zu lassen erhöht die Gefahr, dass Abgeordnete zu sehr von der Realität der Bevölkerung abdriften?
Ich habe das Gefühl, hier wären viele sehr einsam und sehr verloren, wenn sie dieses Mandat nicht hätten – aber das ist nicht bei allen so. Es gibt auch viele, die sehr selbstkritisch damit umgehen und sich fragen, ob sie wirklich erneut antreten wollen. Und dabei auch sehr hart mit sich selbst ins Gericht gehen.

Finanzen – Ist die Abgeordneten-Diät fair?

Wir haben über Instagram gefragt, was man einen Bundestagsabgeordneten noch so fragen könne. Viele Fragen bezogen sich darauf, ob du die hohe Bezahlung von 10.000 Euro monatlich als gerechtfertigt ansiehst.
Ich glaube, das ist immer ein zwei schneidiges Schwert. Hier sitzen auch Leute, die in einem anderen Job viel mehr verdienen würden. Die gehören hier hin, genauso wie der HARTZ-IV-Empfänger. Das heißt man muss mit dem Gehalt, das einheitlich sein muss, eine gewisse Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Zwängen schaffen. Für mich persönlich müsste es gar nicht so viel sein. Es ist ein Mittelweg, der hier gefunden wird – mit dieser ohne Frage sehr hohen Bezahlung. Der Bundestag muss sich selbst die Diät (Diät = Gehalt) vor den Augen der Öffentlichkeit festsetzten. Die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema, wie viel Geld Abgeordnete verdienen, ist wichtig. Das entscheidet kein Gremium. Das ist eine Form des Selbsterhaltungstriebs der Demokratie. Aber ein Faktor, den ich bisher ausgelassen habe, ist die Arbeitsbelastung. Diese Woche arbeite ich bestimmt 70 bis 80 Stunden, das ist in Ordnung und gehört zum Beruf aber lässt auch echt wenig Raum für Privates. Was ist der Job dann Wert? Wie bemisst man den Wert einen Abgeordneten? Es sind also sehr viele Faktoren, die in die Überlegung mit einfließen. Bei mir ist es so: Ich habe die 10.000 Euro, davon zahle ich ungefähr 4.200 Euro Steuern und meine Krankenversicherung. Dann gebe ich jeden Monat 2000 Euro an die Partei, sodass mir am Ende im Monat Netto 3.800 Euro bleiben. Bei den Grünen gehen 19 Prozent des Gehalts an den Landesverband und ein Prozent an den Kreisverband.

Ein Vertrauensvorschuss ist kein Blankoscheck

Nach über einer Stunde Interview und einem abschließenden Kaffee im Abgeordnetenrestaurant verabschieden wir uns. Entweder verdient Julians Medientrainer*in einen Oskar, oder – viel wahrscheinlicher – seine Aufrichtigkeit ist authentisch. Julian ist einer dieser ätzenden Menschen, die von Positivität und Tatendrang so unermüdlich strotzen, dass es unmöglich scheint, davon nicht angesteckt zu werden.

Ich habe es sehr genossen, kritische Gespräche mit jemandem zu führen, der keinen Nutzen aus seiner Überlegenheit zieht und das Gespräch auf Augenhöhe sucht. Ob er diesen Vertrauensvorschuss verdient und seine Ideale auch umsetzen kann, wird er in dieser Legislaturperiode beweisen müssen.

Ich danke Julian und seinem Team für diese einmalige Möglichkeit, eure kostbare Zeit und ganz besonders für eure Transparenz und Geduld, um all die Fragen einer 19-jährigen neugierigen Politikstudentin zu beantworten.

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