5 funky facts

5 Funky Facts: So erkennst du Fake News

Blatt mit Schriftzug "Fake News" in Schreibmaschine
Woran lassen sich "richtige" Informationen erkennen?

Achtung, Fake News! Gerade in Zeiten von Pandemie und Krieg ist man ganz besonders auf seriösen Journalismus angewiesen. Falschinformationen sind dabei nicht nur lästig, sondern auch gefährlich. Wir haben ein Medientraining besucht und frei nach dem Motto „Freiwillige Selbstkontrolle“ fünf Schritte zusammengestellt, mit denen du Fake News auf die Spur kommen kannst.  

Amelie Bahlert und Lara Eckstein, funky-Jugendreporter

1. Sei skeptisch

Egal was du wo liest – sei immer ein bisschen misstrauisch. Auch dein Medium des Vertrauens kann mal Falschinformationen vermitteln. Wenn es ein gutes Medium ist, klärt es den Fehler zeitig auf. Dennoch solltest du immer kurz in dich gehen und dich fragen: Kann das wirklich so stimmen?

2. Checke deine Quellen

Ist dein Medium des Vertrauens überhaupt ein Medium des Vertrauens? Informiere dich über die Blattlinie und die politische Einstellung. Untersuche entsprechende Texte auf emotionsgeladene Adjektive wie „unglaublich“ und „wahnsinnig“. Diese sind wertend und meist Indizien für Boulevardjournalismus. Durch bewusste Falschplatzierungen und die Wortwahl steht diese Form des Journalismus einer seriösen und neutralen Berichterstattung im Weg. Achte außerdem darauf, dass im Text vermittelte Informationen belegt sind. Aussagen wie „Studien besagen, dass…“ reichen dabei nicht als Quelle aus! Datum und Forschungsteam gehören ebenfalls dazu. Auch ein Blick in die Vorgeschichte des Mediums kann nicht schaden. Gab es in der Vergangenheit Kritik an der Seriosität der Berichterstattung? Gab es Fälle von Fehlinformationen, die nicht aufgeklärt wurden? Wenn ja, steige vielleicht doch auf ein geeigneteres Medium um.

Tipp: Grundsätzlich bist du mit öffentlich-rechtlichen TV-Medien wie der „Tagesschau“ oder  dem „Heute Journal“ sowie mit deren digitalen Newsticker-Versionen auf der sicheren Seite. Auch Radiosender wie der „Deutschlandfunk“ oder Printmedien wie die „Süddeutsche Zeitung“ oder „Der SPIEGEL“ sind geeignet, um sich zu informieren.

3. Beachte das „Zwei-Quellen-Prinzip“!

Wenn du dennoch misstrauisch bist, schau dich nach einer weiteren Quelle um, die die Informationen bestätigt. Dazu kannst du einfach Schlüsselbegriffe des Artikels in deine Suchmaschine eingeben und schauen, ob es schon andere Artikel oder sogar Expert*innenmeinungen darüber gibt. Auch Journalist*innen arbeiten nach diesem sogenannten „Zwei-Quellen-Prinzip“

4. Frage Dich, wie es auf der anderen Seite aussieht

Ein wichtiges Indiz für unfaire Berichterstattung ist eine einseitige Berichterstattung. Achte also darauf, ob mehrere Standpunkte beleuchtet werden oder nur ein Blickwinkel immer wieder bestätigt wird. Besonders zu empfehlen sind Nachrichtenformate, die sich selbst die Frage stellen, welche Aspekte nicht geklärt werden konnten, beispielsweise  aufgrund einer unvollständigen Informationsgrundlage. Das kritische Auseinandersetzen mit der eigenen Arbeit gehört sowohl in der Wissenschaft, als auch bei seriösem Journalismus dazu, denn selten ist eine Antwort absolut richtig. 

Achtung: Je einfacher die Antwort auf ein komplexes Thema ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese Berichterstattung verkürzt und dadurch möglicherweise irreführend ist.

5. Lass dich nicht von deiner Bubble täuschen

Suchalgorithmen können dein Rechercheergebnis beeinflussen. Besonders in Sozialen Medien wie YouTube oder Instagram, aber auch bei beliebten Suchmaschinen wie Google oder Bing werden dir vorwiegend Artikel vorgeschlagen, die deinem Weltbild entsprechen. In deiner Ansicht dauerhaft bestätigt zu werden ist zwar verlockend, aber niemals genug, um sich umfassend zu informieren. Bewege dich deswegen bewusst außerhalb deiner Bubble und lies Medien, die vielleicht konservativer oder liberaler sind als deine eigenen Ansichten. Nur so kannst du dich verlässlich informieren und dabei verstehen, warum anderen Menschen, die andere Medien verwenden, so denken wie sie denken.


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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.