Interview

Jugend in der Donbass-Region: „Das Jahr 2014 hat mein Leben komplett verändert”

Zerstörtes Gebäude in der Ukraine
Seit acht Jahren dauern die Kämpfe in der ukrainischen Donbass-Region nun schon an. Viele junge Menschen sind praktisch mit dem Krieg aufgewachsen.

Seit acht Jahren ist die Region Donbass im Krieg. Im Interview schildert eine junge Ukrainerin ihre Jugend in dem von Russland besetzten Gebiet.

Hannah Lettl, funky-Jugendreporterin

Die russische Invasion der Ukraine am 24. Februar löste weltweites Entsetzen aus. Dabei dauert der Krieg im Osten des Landes bereits seit acht Jahren an. Bis vor Kurzem war der Konflikt in der ukrainischen Donbass Region allerdings nur selten Thema in den westlichen Medien. Wie erlebten junge Ukrainer*innen diese Zeit? Und wie geht es ihnen heute? Daria* (19) wurde in Antrazyt in der Donbass-Region geboren und verbrachte einen Großteil ihres Lebens im Donbass. Seit zwei Jahren studiert sie Wirtschaft und Verwaltung in Breslau, Polen. Im Interview erzählt sie von ihrer Kindheit und Jugend in dem Separatistengebiet, dem sogenannten survivor’s guilt syndrom und den Umständen, die ihre Familie trennen.

Daria studiert seit zwei Jahren in Breslau Wirtschaft und Verwaltung.

Wie ist die Situation in deiner Heimatstadt gerade?
Die Region Donbass, in der meine Heimatstadt liegt, wird seit acht Jahren von den Russen besetzt. Da Antrazytan der russischen Grenze liegt, gibt es derzeit keinen Beschuss, Russland nutzt den Donbass, um von dort weiter in die Ukraine vorzurücken. Derzeit kann niemand die Region verlassen, weil auf der ukrainischen Seite Beschuss droht und auf der anderen Seite die russische Grenze geschlossen ist. Meine Eltern, die dort feststecken, erzählen, dass man in der Stadt keinen einzigen Mann auf der Straße sehen kann. Denn die Polizei zwingt junge Männer, zur Armee zu gehen. Sie sammeln Männer für die russische Armee, weil sie mehr Leute brauchen. Mein Vater ist 56 Jahre alt und will nicht kämpfen, er würde sich lieber selbst erschießen. Mein Onkel arbeitet in einem Bergwerk als Ingenieur und er sagt, dass alle Bergleute zur russischen Armee geschickt wurden, um zu kämpfen.

Wie war es, dort aufzuwachsen?
Alles begann, als ich 11 Jahre alt war. Davor hatte ich ein tolles Leben, ich habe meine Kindheit geliebt. Meine Eltern sind Unternehmer und wir konnten viel reisen. 2013 begann die Revolution in Kiew, die Maidan-Proteste, und im Frühjahr 2014 wurde die Krim annektiert. Ein paar Wochen später sahen wir eine Menge Waffen- und Panzertransporte, denn die Hauptverkehrsstraße aus Russland führt durch meine Stadt. Da viele in der Region nicht mit dem Regierungswechsel in Kiew zufrieden waren, brachen Proteste aus, bei denen der Anschluss der Region an Russland gefordert wurde. In dieser Zeit sahen wir auch viele Russen in unsere Region ziehen, und wenn wir sie fragten, was sie hier tun, sagten sie: „Wir sind hierhergekommen, um den russischen Frieden zu unterstützen.“

Mein Vater ist 56 Jahre alt und will nicht kämpfen, er würde sich lieber selbst erschießen.

Daria

Am 11. Mai 2014 gab es ein Referendum über den Anschluss an Russland. Ich erinnere mich noch daran, dass ich mit meiner Mutter einen Spaziergang durch die Stadt machte und sie abstimmte. Ich weiß noch genau, wie sie das Kreuz bei „Nein“ gemacht hat. Es wurde gesagt, die Mehrheit habe für den Anschluss gestimmt, also seien wir jetzt eine Republik. Bis heute ist das Ergebnis der Abstimmung international umstritten. Wahrscheinlich ist es größtenteils gefälscht worden, wie immer in Russland. Kurz darauf fingen die Russen an, die Regierungsstellen zu übernehmen.

Wie hat sich der Krieg zwischen prorussischen Separatisten und der ukrainischen Armee, der auf das Referendum folgte, auf euer Leben ausgewirkt?
Ich erinnere mich an den schlimmsten Teil: Wir wollten von Donezk nach Italien in den Urlaub fliegen. Ein paar Wochen vorher hieß es, dass es keine Flüge mehr von Donezk aus geben würde, weil der gesamte Flughafen wegen der Kämpfe um ihn bombardiert wurde. Unser Flug wurde auf Kiew verlegt, also beschlossen wir, mit dem Zug dorthin zu fahren. Als wir morgens am Bahnhof ankamen, waren die Gleise von einem Bombenangriff zerstört und wir mussten in eine andere Stadt um von dort aus einen Zug nach Kiew zu nehmen. Ich erinnere mich, dass unsere Eltern zu mir sagten: „Macht euch keine Sorgen, wir kommen wieder zurück, lasst uns die Reise genießen.“ Aber wir hatten das Gefühl, dass sie ein bisschen nervös und seltsam waren.

Den ganzen Sommer über gab es schwere Gefechte in unserer Heimat und meine Oma, mein Onkel und Tanten saßen durchgängig im Keller.

Daria

Schließlich flogen wir nach zwei Wochen im Urlaub wieder zurück nach Kiew und am nächsten Morgen sollten wir mit dem Zug nach Hause fahren. Als wir dort ankamen, schwiegen unsere Eltern nicht mehr, sie meinten, dass wir alt genug wären, um die Geschehnisse zu verstehen. Sie sagten, es gebe starke Gefechte und regelmäßig Kampfflugzeuge am Himmel. Da wir Sommerferien hatten, beschlossen sie, dass wir an das Asowsche Meer fahren und dort abwarten. Nach ein paar Wochen hatte sich die Lage beruhigt und wir kehrten in meine Heimatstadt zurück. Aber jeden Tag hörte ich Schüsse und Explosionen. Als mein Bruder seine Bachelorarbeit in Donezk beendet hatte und aus dem Studentenwohnheim auszog, sagten meine Eltern, er könne nicht mehr hier bleiben, da er sonst in die russische Armee eingezogen werden könnte. Also schickten sie meinen Bruder und mich mit unserer Großmutter wieder an die Küste.

Kamen eure Eltern irgendwann nach?
Etwa vier Monate waren wir nur bei unserer Oma, dann flohen auch unsere Eltern. Denn die neue örtliche Regierung im Donbass begann, die Geschäfte und Häuser der Leute zu übernehmen. Unser Haus wurde auch fast von ihnen übernommen. Den ganzen Sommer über gab es schwere Gefechte in unserer Heimat und meine Oma, mein Onkel und Tanten saßen durchgängig im Keller. Als sich die Kämpfe etwas beruhigt hatten, zogen wir wieder zurück und lebten dort, bis ich mein Abitur machte. Aber dieses eine Jahr im Jahr 2014 hat mein Leben komplett verändert.

Wie hast du jetzt im Krieg Kontakt mit deinen Eltern?
Wegen der aktuellen Situation kann ich meine Eltern nicht sehen, denn sie sitzen zu Hause fest und warten auf den ukrainischen Sieg. Mein Bruder ist, seit wir mit meiner Großmutter ans Meer gefahren sind, nicht mehr im Donbass gewesen. Das heißt, er war seit acht Jahren nicht mehr zu Hause. Ich weiß nicht, wann ich meine Eltern wiedersehen werde, denn ich kann nicht dorthin fahren, es ist zu gefährlich. Ich hoffe aber, dass ich eines Tages wieder zu ihnen fahren kann.

Würdest du sagen, dass junge Ukrainier*innen politikinteressiert sind? Hat der Konflikt und der Krieg die jungen Menschen politisiert?
Seit 2013, als die Revolution in Kiew begann, interessieren sich viele junge Menschen stark für Politik, da die Entwicklungen unsere Zukunft beeinflussen. Allerdings nicht alle, denn viele Menschen, deren Familien nicht viel Geld haben, waren der Meinung, als Teil Russlands würde ihr Leben besser werden. Aber das Gegenteil ist passiert, es ist viel schlimmer geworden. Als die Frage aufkam, ob wir ein Teil Russlands werden sollten, waren viele Menschen sehr begeistert, aber mit der Zeit stellte sich auch Enttäuschung und Ernüchterung ein. Ein anderer Punkt sind die Dokumente. Viele Leute haben jetzt lokale Pässe aus der Donbass-Republik, die jedoch nur von Russland anerkannt werden. Sie können ohne Probleme nach Russland einreisen, aber an der Grenze zur Ukraine wird der Pass nicht anerkannt. Es ist im Grunde nur ein wertloses Stück Papier. Einige meiner Freunde können aus diesem Grund nicht reisen. Manchmal vergesse ich das und lade sie nach Polen ein, um mich zu besuchen, bis ich merke, dass sie nur ein Papier statt eines Passes haben.

Hast du jemals Spannungen zwischen pro-russischen und pro-ukrainischen Klassenkamerad*innen erlebt?
Oh, ja. Die Leute konfrontieren sich gegenseitig mit unterschiedlichen Standpunkten, beide Seiten versuchen, der jeweils anderen ihre Sichtweise näherzubringen. Irgendwann fingen sie jedoch an zu verstehen, dass es unmöglich ist, jemanden vom Gegenteil zu überzeugen, und haben damit aufgehört.

Wie sah deine Schulzeit aus?
Ich bin auf eine russischsprachige Schule gegangen, weil sie ein höheres Sprachniveau in Englisch und Deutsch anbot, aber an allen anderen Schulen in meiner Stadt wurde damals auf Ukrainisch unterrichtet. Als ich 14 Jahre alt war, begann die lokale Regierung, die Lehrpläne zu ändern, und führte so etwas wie einen Fahnenappell mit der republikanischen Hymne ein, die die Melodie der russischen Nationalhymne hat, aber mit anderen Worten. Ich erinnere mich, dass ich mich weigerte, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen. Eines Tages kam die Lehrerin zu mir und sagte, dass sie auch gegen all das sei, aber dass wir kontrolliert würden. Sie sagte, wenn ich nicht von der Schule geworfen werden wolle, solle ich erscheinen und wenigstens so tun, als würde ich es akzeptieren.

Wegen der Frontlinie war es sicherer und schneller durch Russland zu fahren statt durch die Ukraine.

Daria

Ich besuchte zwei Schulen zur gleichen Zeit. Eine in der Republik, um mit meinen Freunden zusammen zu sein, und eine auf Distanz, um das normale ukrainische Abitur zu machen. In der ukrainischen Schule habe ich nur die Tests und Abschlussprüfungen gemacht. Zum Glück haben die liberalen Lehrer in meiner anderen Schule mir oft bei den Aufgaben von der ukrainischen Schule geholfen. Andere hätten mir schlechtere Noten gegeben, wenn sie gewusst hätten, dass ich gleichzeitig ein Fernstudium absolviere.

War es nicht anstrengend, an zwei Schulen gleichzeitig zu lernen?
Ja, vor allem am Ende der neunten Klasse. Da hatten wir Abschlussprüfungen, nach denen man nicht auf die Universität, aber auf ein College gehen kann. Wir hatten eine Prüfung in meiner Heimatschule und gleich am nächsten Tag in der ukrainischen Schule, also mussten wir dorthin fahren. Wegen der Frontlinie war es sicherer und schneller durch Russland zu fahren statt durch die Ukraine. Unter anderem wegen der Grenzkontrollen dauerte die Fahrt aber trotzdem zwölf bis vierzehn Stunden. Ich erinnere mich daran, wie ich die erste Prüfung in meiner Heimatstadt Antrazyt schrieb, nach Hause rannte, ins Auto sprang und 12 Stunden nach Charkiw fuhr. Viele meiner Klassenkamerad*innen taten das gleiche. Danach mussten wir schnell wieder zurückfahren, um die nächste Prüfung in unserer Heimatstadt zu schreiben. Es war ein einziges Gehetze. Eigentlich brauchten wir diese Prüfungen in Antrazyt nicht schreiben, denn das Diplom ist nutzlos, aber wir wollten diese Prüfungen machen, um noch zwei Jahre länger in der Schule bleiben zu können.

Mit dem Abschluss eurer Schule hättet ihr nicht an die Universität gehen können?
Nur in meiner Region oder in Russland, aber für russische Universitäten müsste man zusätzlich auch noch andere russische Prüfungen ablegen. Wenn man die ukrainischen Prüfungen nicht abgelegt hat, steckt man einfach fest. Das ist der Grund, warum viele meiner Klassenkameraden im Donbass festsitzen. Die ukrainische Regierung hat allerdings ein Programm gestartet, um den Zugang zu den ukrainischen Universitäten zu vereinfachen, denn seit der Besetzung der Ukraine wurde auch der Unterricht ukrainischer Sprache, Literatur und Geschichte drastisch reduziert. Das macht es für die Schüler*innen sehr viel schwieriger, an eine ukrainische Universität zu gehen.

Hast du Freund*innen, die eine prorussische Meinung haben und diese aufgrund der aktuellen Situation geändert haben?
Ja. Ich kenne einige Leute, die für Russland waren und ihre Meinung geändert haben. Auf der anderen Seite habe ich einige Verwandte, die in Russland leben. Als alles begann, riefen sie meine Großmutter an und fragten, ob alles in Ordnung sei. Meine Cousine lebte in Charkiw, einer der ersten Städte, in denen geschossen wurde. Sie wohnte ganz in der Nähe des Ortes, an dem die Kämpfe begannen. Sie war zwei Wochen lang in einem Schutzraum untergebracht, und als meine Großmutter unseren Verwandten in Russland davon erzählte, sagten diese, dass das nicht stimme, weil Russland nicht auf Zivilisten schieße. Sie sagten, Russland wolle nur die Ukraine entmilitarisieren und die Regierung auswechseln, weil sie die Ukrainer*innen verraten würden. Sie behaupteten, dass wir alle durch pro-amerikanische und pro-europäische Nachrichten einer Gehirnwäsche unterzogen werden und dass Russland niemals seine „Brüder“ angreifen würde. Seit Wochen reden wir überhaupt nicht mehr mit unseren russischen Verwandten, weil sie glauben, dass alles mit Photoshop bearbeitet wurde. Es ist verrückt, dass sie dieser Propaganda glauben statt ihrer eigenen Familie.

Welche Auswirkungen hat die Invasion deiner Meinung nach auf die ukrainische Gesellschaft und Kultur? Russische Musiker*innen und Youtuber waren früher auch in der Ukraine beliebt. Werden sie jetzt boykottiert?
Auf jeden Fall. Früher haben alle meine Freunde und auch ich gerne russische Musik gehört. Ich bin sogar einigen russischen Influencern gefolgt. Viele von ihnen aber schweigen, was wir ekelhaft finden. Sie profitieren von unseren Klicks, also haben wir aufgehört, ihre Inhalte zu konsumieren. Der Boykott geht aber noch weiter: Meine Freunde und Verwandten, die in der Ukraine leben und früher Russisch gesprochen haben, wechseln jetzt komplett zum Ukrainischen, weil sie von Russisch so angewidert sind. Außerdem helfen sich die Ukrainer*innen im Moment gegenseitig so sehr, dass man die Einheit der Nation wirklich spüren kann. Meine Cousine musste zum Beispiel aus Charkiw fliehen, weil sie einen Tag vor Kriegsbeginn erfuhr, dass sie schwanger war. Sie ist nach Lviv gegangen, und so viele Menschen helfen ihr, wo sie können. Die Situation bringt die Menschen wirklich zusammen.

Was hältst du von den Reaktionen in den sozialen Medien?
Wenn ich sehe, dass einige meiner ausländischen Freunde etwas darüber posten, freue ich mich, denn das schafft ein Bewusstsein für die derzeitige Lage. Es ist so wichtig, dass die Menschen nicht schweigen, denn das ist 2014 passiert. Die Ukraine ist weltweit Thema, und zum Beispiel hier in Polen kann man die Unterstützung für die Ukrainer überall sehen. Selbst wenn man kein Geld spenden kann, hilft es Initiativen zu teilen und nicht aufzuhören, darüber zu reden.

Ich fühle mich unglaublich schuldig, dass ich hier in Sicherheit bin und nicht dort bei meiner Familie.

Daria

Als ich mein Austauschjahr in den USA machte, wurde ich oft gefragt, wo ich herkomme, und wenn ich Ukraine antwortete, wussten viele nicht, wo das liegt. Wenn ich dann sagte, es ist in der Nähe Russlands, nahmen viele direkt an, es sei ein Teil von Russland. Ich habe viele Projekte durchgeführt, um den Leuten zu erklären, woher ich komme. Heutzutage weiß jeder über die Ukraine Bescheid. Es ist so schön, sich unterstützt zu fühlen und das Gefühl zu haben, dass uns jemand den Rücken freihält, selbst wenn es nur in den sozialen Medien ist.

Wie hat sich dein Alltag seit der Invasion verändert? Wie fühlst du dich?
Jeden Tag bevor ich die Nachrichten öffne, hoffe ich zu lesen, dass der Krieg vorbei ist. Der ganze letzte Monat ist so verlaufen. Aber das Leben geht weiter und ich muss studieren. Es fällt mir schwer, in den Vorlesungen aufzupassen, wenn mir zum Beispiel meine Cousine eine SMS schickt und mir erzählt, dass in ihrer Nähe etwas explodiert ist. Wie kann ich an meine Prüfung denken, während sich meine Familie in Bombenkellern versteckt? Ich fühle mich unglaublich schuldig, dass ich hier in Sicherheit bin und nicht dort bei meiner Familie. In der ersten Woche habe ich alle 10 Minuten meine Eltern angerufen, weil ich so besorgt war. Aber meine Eltern sagten mir, ich solle mit Freunden einen Kaffee trinken gehen, in einen Club gehen – einfach weiterleben, anstatt meine Zeit mit Sorgen zu verschwenden. Sie sagten, sie hätten im Moment nicht die Möglichkeit, diese Dinge zu tun, und meinten zu mir: „Tu es für uns.“

Wie geht es deinen Freund*innen?
Meine beste Freundin ist aus Charkiw nach Hamburg geflohen. Vor Kurzem rief sie mich an und sagte: „Ich bin in Sicherheit, aber ich will einfach nur zurück. Ich will zurück, weil es mein Zuhause ist. Ich fühle mich in Deutschland willkommen, aber ich fühle mich nicht zu Hause.“ Sie sagt, dass sie das Gefühl hat, ihr Leben sei unterbrochen worden und nun müsse sie darauf warten, dass es zurückkommt. Mittlerweile geht es ihr besser und sie nimmt Sprach- und Yogakurse, um sich abzulenken. Aber diese Schuldgefühle bringen einen innerlich um. Seelisch leiden wir alle im Moment.

Was wünscht du dir?
Ich hatte am 2. März Geburtstag und dieses Jahr war mir nicht nach Feiern zumute. Aber ich habe die Tradition, mir an diesem Tag etwas zu wünschen, und bisher sind alle Wünsche auch in Erfüllung gegangen. Dieses Jahr habe ich mir zwei Dinge gewünscht: Erstens, dass der Krieg aufhört, und zweitens, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

*Name von der Redaktion geändert


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