Besserwisserwissen: Mehr Muckis durch Muskelkater?

Frau hält sich Rücken
Was ist dran am Mythos dass Sport bei Muskelkater hilft?

Es gibt wieder eine Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Diesmal geht es um einen weit verbreiteten Irrtum: Wusstest du, dass Sport bei Muskelkater nicht gut für den Muskelaufbau ist?

Egal ob nach einer längeren Laufpause, einem harten Training im Fitnessstudio oder einer Bergwanderung mit der Familie – einen nervigen Muskelkater hatte wohl jeder von uns schon einmal. Die Frage, die sich viele dann stellen, lautet: Sollte ich jetzt erst recht Sport machen, um noch schneller Muskeln aufbauen zu können?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Nein beantworten. Muskelkater ist weder ein Zeichen für ein gutes Training, noch ist er notwendig für einen effektiven Muskelaufbau. Der weitverbreitete Mythos, dass Muskelkater durch eine Überproduktion von Milchsäure im beanspruchten Muskel entsteht, ist mittlerweile widerlegt. Bei starken Trainingsreizen oder ungewohnten Belastungen entstehen kleine Verletzungen in den Muskelfasern. Darin bilden sich Flüssigkeitsansammlungen. Diese lassen den Muskel anschwellen und es kommt zu Muskelschmerzen, die bis zu zehn Tage anhalten können.

Währenddessen ist es sinnvoll, die betroffenen Muskelpartien nur wenig zu belasten, um Verletzungen zu vermeiden und sich auf andere Muskelbereiche zu konzentrieren. Bei starkem Muskelkater sollte auf jeden Fall für ein paar Tage pausiert und der Körper nur durch leichte Bewegungen, z. B. einen Spaziergang, belastet werden. Des Weiteren ist es wichtig, auf ausreichend Schlaf und Energie zu achten, damit sich das verletzte Gewebe reparieren kann. Eine zusätzliche Zufuhr von Magnesium unterstützt den Muskel bei der Regeneration.

In diesem Sinne gilt: Weniger ist mehr. Setzt man seinen Körper pausenlos zu hohen Belastungen aus, so kann es schnell zum Übertraining kommen. Die Folge: Der Körper steht unter dauerhaftem Stress, gewünschte Wirkungen bleiben aus, die Leistungsfähigkeit geht zurück und das Verletzungsrisiko steigt.

Übrigens: Das Wort „Kater“ von Muskelkater leitet sich von dem griechischen Wort „katarrh“ ab, welches übersetzt Entzündung oder Schmerzen bedeutet.

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Aufgewachsen bin ich in einer nostalgischen Thüringer Kleinstadt. Schon in der Schule habe ich gerne Texte geschrieben, denn damit kann ich meinen Gefühlen und Gedanken freien Lauf zu lassen. funky gibt mir die Möglichkeit meine Perspektive zu verschiedenen Dingen mit anderen zu teilen, und ich hoffe, dass ich somit so viele Menschen wie möglich inspirieren und zum Nachdenken anregen kann.