Besserwissenwissen: Darum ist Lachen gesund

Frau lacht herzhaft mirt Kaffeebecher in der Hand
Im Schnitt lachen Erwachsene 15 bis 20 mal pro Tag.

Es gibt eine neue Portion Wissen zum Mitnehmen und Angeben. Diesmal geht es um etwas, das wohl alle gerne tun: Wusstest du, dass Lachen gesund für dich und deinen Körper ist? 

Kate Preece, funky-Jugendreporterin

Eine körperliche Funktion, die rund 300 Muskeln beansprucht, innerhalb von zehn Minuten 50 Kilokalorien verbrennt und somit ebenso effektiv ist wie drei Minuten Rudern – hört sich nach hartem Hochleistungssport an, oder? Trotzdem wird diese Tätigkeit mitnichten als kräftezehrend empfunden – denn es handelt sich um das Lachen. 

Ob als Reaktion auf einen Witz, aus Sympathie oder Freude: Ein Erwachsener lacht rund 15 bis 20 mal am Tag. Und das ist eigentlich noch viel zu wenig. Denn Lachen bringt zahlreiche Vorteile mit sich und wird sogar in der Medizin empfohlen, um beispielsweise das Risiko für einen Herzinfarkt zu verringern. Doch was passiert überhaupt beim Lachen und wie kommt es, dass diese alltägliche Form der Kommunikation so wichtig für Körper und Geist ist?

Was wenigen bewusst ist: Der Körper vollbringt beim Lachen Schwerstarbeit. Die Reflexbewegung ist für den Körper ein regelrechter Energieschub und sorgt dafür, dass das Herzkreislaufsystem angeregt wird. Auch wird durch die tiefere Atmung die Sauerstoffversorgung von roten Blutkörperchen verstärkt und der Stoffwechsel angekurbelt. Dadurch erweitern sich die Blutgefäße, was der Grund dafür ist, dass Lachen in der Medizin einen guten Stand hat. In der Folge wird so die Durchblutung angeregt und der Blutdruck sinkt. Und damit noch nicht genug! Durch herzhaftes Lachen werden im Körper Abwehrstoffe gebildet, die das Immunsystem unterstützen. Auch der Zusammenhang zwischen Lachen und dem „Sich-danach-gut-Fühlen“ ist keinesfalls Einbildung: Es werden Endorphine und Serotonin freigesetzt, sogenannte Glückshormone, die dafür sorgen, dass wir entspannt und fröhlich sind. Parallel zu der Produktion der Glückshormone unterdrückt unser Körper die Ausschüttung von Stresshormonen. Durch diese Veränderung im Hormonhaushalt sind wir positiv gestimmt und sogar Schmerzen können in diesem Zustand als gelindert wahrgenommen werden. Der Humorforscher Willibald Ruch von der Universität Zürich setzte für seinen Versuch Proband*innen in Eiswasser und dokumentierte, wie lange sie es dort aushielten. Er kam zu dem Schluss: Diejenigen, die während des Versuchs echt und herzhaft lachten, konnten es länger im kalten Wasser aushalten. Die Schmerzgrenze kann durch Lachen also verschoben werden. Was im Übrigen auch der Grund dafür ist, dass es in Kliniken Clowns zur Erheiterung kranker Kinder gibt. Nebenbei bemerkt: Kinder lachen mit rund 400 mal am Tag deutlich öfter als Erwachsene.  

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