Wann ihr euch von Freunden trennen solltet

Freundschaften sind etwas ganz Besonderes. Ohne Freunde wäre das Leben nur halb so schön und manche begleiten einen treu durch das ganze Leben. Aber aufgepasst: Es gibt auch Freundschaften, die nicht auf Gegenseitigkeit beruhen.
Von Yasina Hipp, funky-Jugendreporterin

Jeder kennt diesen einen Freund, dem man ständig Nachrichten schreibt, der aber nur auf die Hälfte davon antwortet. Und dann gibt es noch die Freunde, die man wochen-, monate- oder sogar jahrelang nicht gesehen hat, es sich beim Wiedersehen aber so anfühlt als wäre man nie getrennt gewesen. Woran erkennt man nun aber die „echten“ Freunde?

Das ist anscheinend gar nicht so einfach. Eine Studie von der Universität Tel Aviv kam zu einem erschreckenden Ergebnis: Ungefähr die Hälfte unserer Freundschaften sind nicht das, was sie vorgeben zu sein – weil sie nicht auf Gegenseitigkeit beruhen.

Jetzt musst du aber nicht gleich deine Kontakte durchgehen und alle deine Freundschaften misstrauisch hinterfragen. Denn diese Studie ist mit Vorsicht zu genießen, da lediglich 84 Teilnehmende befragt wurden. Die Ergebnisse dann auf eine Weltbevölkerung von 7,8 Millionen Menschen zu übertragen ist dann doch etwas gewagt. Zudem war die Stichprob nicht repräsentativ, da sie ausschließlich aus Studierenden eines Studiengangs bestand.

Trotzdem regt eine solche Erhebung zum Nachdenken an. Tun euch eure Freunde gut? Fühlt ihr euch in deren Gegenwart immer wohl, oder gibt es vielleicht Freunde, bei denen ihr euch verstellen müsst? Kommen Vorschläge zu einem gemeinsamen Filmeabend oder zum Zocken immer nur von euch?

Einsam sein möchte niemand, deswegen nennen viele Menschen andere Freunde, obwohl das in einer anderen Situation vielleicht nicht so wäre. Hier ein paar Weisheiten, um wahre Freunde zu erkennen:

Sie sind treue Seelen und begleiten euch schon seit der Kindheit durch die unterschiedlichsten Lebensphasen. Sie sagen euch auch mal direkt ins Gesicht, wenn sie etwas unpassend oder doof finden. Sie freuen sich ehrlich mit euch, wenn euch etwas Gutes passiert. Sie teilen den gleichen Humor und auch das ein oder andere Interesse mit euch. Sie würden sich direkt auf den Weg machen, wenn du sie brauchst. So können Freunde, dann auch zur Familie werden.

Bei besten Freunden ist übrigens weniger mehr. Ein oder zwei Menschen, die euch durch das gesamte Leben begleiten, reichen völlig aus. Und diese Freundschaften beruhen zu 100 Prozent auf Gegenseitigkeit.

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