Meinung

Generation Z, partizipiert an der deutschen Parteienlandschaft!

Einerseits stellen die jungen Mitglieder der Generation Z Ansprüche an die Politik und fordern Veränderung in vielen Bereichen. Doch andererseits nehmen die wenigsten von ihnen aktiv am Geschehen in Bundestags-Parteien teil, was das Erreichen ihrer Ziele erschwert.
Jannik Schilling, funky-Jugendreporter

Lange Zeit galt die Generation Z als politikverdrossen, ja gänzlich uninteressiert. Doch seit vergangenem Jahr ist diese Einstufung nicht mehr haltbar. Denn 2019 war das Jahr des Jugendprotests: Erst mobilisierte die Urheberrechtsdebatte um „Artikel 13“ den Nachwuchs, wenig später trumpfte „Fridays for Future“ mit einem jungen Millionenpublikum auf. Zu mehr jugendlichem Engagement innerhalb der Parteien haben diese vielversprechenden Protestbewegungen jedoch nicht geführt.

Die deutschen Parteien sind weiterhin stark überaltert, der Altersschnitt liegt bei keiner Gruppierung wesentlich unter 50. Mitglieder unter 30 sind nur im zweistelligen Bereich vertreten und somit regelrechte Raritäten. Wir Jugendlichen scheinen starke Meinungen zu haben und politisch interessiert zu sein. Aber unser Engagement in die Parteien zu verlegen gilt weiterhin als unpopulär.

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Damit aber auch in der Politik ein Spurwechsel erfolgen kann, reicht es nicht aus, seine Forderungen auf Plakate zu pinseln und Slogans zu predigen. Nein, liebe Generation Z, in einer parlamentarischen Demokratie führt kein Weg an den Parteien vorbei. In Zeiten des demografischen Wandels ist eine Verjüngung der Parteienlandschaft dringend erforderlich. Eine Partei muss stets die gesamte Bevölkerung repräsentieren, damit das System funktioniert. Doch wie soll das gehen, wenn sich die Mehrheit der Mitglieder bereits im Rentenalter befindet und das jüngste Mitglied schon ein abgeschlossenes Studium vorweisen kann? 

Viele Jugendliche verbuchen das parteiliche Engagement als aussichtslos und aufwändig, die Strukturen kommen eingerostet und verstaubt daher. Starke Hierarchien, viel Zeitaufwand und ein zäher Kampf um winzige Erfolgserlebnisse schrecken ab. Auch mangelt es an Interessenüberschneidungen. Aber die Lösung liegt auf der Hand: Beschäftigt euch mit unseren Parteien und werdet Mitglied – dann könnt ihr selbst an der Neugestaltung der politischen Landschaft teilhaben. 

Worauf warten wir also noch? Uns, der Jugend, gehört die Zukunft. Wir können sie schon jetzt maßgeblich mitgestalten. Doch dafür müssen wir hinter unseren Protestschildern hervorkommen. 

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funky Redaktion

Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.