Ferdia Shaw spielt den Protagonisten Artemis Fowl im neuen gleichnamigen Disney-Streifen.
Interview

Schauspiel-Debut: Ferdia Shaw über seine Rolle als „Artemis Fowl“

Fans der Romanserie des irischen Erfolgsautors Eoin Colfer können sich freuen: Am 14. August startet „Artemis Fowl“ auf dem Streamingdienst Disney+. Der 15-jährige Ferdia Shaw spielt die Hauptrolle: Artemis, das junge kriminelle Genie. Artemis Fowl muss mit der Elfe Holly Short zusammenarbeiten, um seinen entführten Vater zu befreien und nicht zuletzt die ganze Welt zu retten. Was der junge Ire Ferdia am Set am Set gelernt hat und wie er die Zeit während des Drehs erlebte, erzählte er uns im Interview.
Markus Hoppe, funky-Jugendreporterin

Was inspirierte dich dazu, Schauspieler zu werden?
Ich wollte schon immer Schauspieler werden. Als Kind habe ich zusammen mit meinem Bruder und meiner Schwester nach der Schule kleine Filme gedreht. Da konnten wir uns so richtig ausprobieren: Wir drehten kleine SciFi-Filme, Comedy-Streifen, Horrorfilmchen und vieles mehr. Es war jedes Mal ein Riesenspaß. 

„Artemis Fowl“ ist dein erster Film. Wie bist du an die Rolle gekommen?
Um die Rolle zu bekommen, musste ich fünf Vorsprechen absolvieren. Am Anfang ging ich mit wenig Hoffnung in diese Auditions hinein. Es machte zwar Spaß und ich wollte die Rolle wirklich gerne haben, da ich alle Bücher gelesen hatte. Aber ich wusste auch, wie unwahrscheinlich das wäre. Es ging mir eher darum, zu sehen, wie solche Vorsprechen ablaufen. Doch dann hatte ich es plötzlich bis in die vierte Runde geschafft und es wurde ernst. Ich traf den Regisseur und auch andere Schauspieler. Von diesem Punkt an nahm ich das Ganze noch viel ernster und gab mein Bestes, um die Rolle zu bekommen.

Am Anfang ging ich mit wenig Hoffnung in die Auditions hinein.

Ferdia Shaw

Was änderte sich für dich, nachdem du in dem Film mitgespielt hattest?
Ich mag den Umstand, dass sich eigentlich nicht viel geändert hat. Ich gehe wieder in die Schule und spiele Tennis, mache wieder die üblichen Sachen. Aber es war definitiv eine tolle Erfahrung.

In einer Szene des Films sieht man, wie du auf den Wellen surfst. Ist das eine deiner Freizeitaktivitäten oder musstest du das für den Film lernen?
Ich musste es lernen. Doch nachdem ich es gelernt habe, surfe ich nun auch in meiner Freizeit und es ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen geworden. Die meisten dieser Surfszenen habe ich allerdings auch nicht selbst gespielt, das war mein sehr talentiertes Stuntdouble Sam.

Hast du eine besondere Beziehung zu den „Artemis Fowl“-Büchern? Warum wolltest du Artemis Fowl werden?
Ich habe die Bücher schon immer geliebt. Vor ein paar Jahren habe ich sie alle gelesen. Und speziell den Charakter von Artemis mochte ich sehr.

Ist Artemis also dein Lieblingscharakter oder hast du noch weitere?
Ich mag auch Mulch Diggums sehr. Ich finde, er hat ein paar coole Fähigkeiten. Auch Holly ist toll. Wie auch Root. Es sind alles interessante Charaktere, die toll beschrieben und im Film super umgesetzt wurden.

Wie sah denn ein typischer Arbeitstag am Set von „Artemis Fowl“ aus?
Wir begannen den Drehtag gegen acht oder neun Uhr. Als Erstes wärmten wir uns auf, es gab ein Stimmtraining, auch für die Kinder. Wir waren insgesamt neun Kinder, da wir alle noch unsere Doubles hatten. Dann ging die Arbeit am Set weiter. Wir drehten ein paar Szenen und arbeiteten im Stuntraum. Dort lernten wir, auf dem Onewheel zu fahren und mit Wirework umzugehen: Wenn ich während einer Explosion zurückfliegen sollte, brauchte man nur die Seile an meinem Rücken festzumachen und daran zu ziehen. Das war ein Riesenspaß!

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Der Dreh welcher Szene hat dir am meisten gefallen?
Meine Lieblingsszene im Film ist die, in der ich den Hang bei Fowl Manor mit meinem Onewheel hochfahre. Das war eine Menge Arbeit. Ich fuhr gegen viele Bäume, bevor ich es schließlich geschafft habe. So unterschied sich diese Szene definitiv von den anderen Szenen.

Dieser Film macht dich nun zu einem Vorbild für andere Möchtegern-Schauspieler. Hast du Tipps für diejenigen, die sagen: Ich möchte das auch schaffen?
Ich würde sagen: Probiert es aus! Bei mir hat es geklappt, ich bin bei ein paar Vorsprechen gewesen und habe die Rolle bekommen. Auch Jugendgruppen, die das gemeinsame Ziel haben, Schauspieler zu werden, sind super. Es ist toll, einer Gruppe anzugehören, die den gleichen Traum hat. Dreht ein paar Filme, lernt die Tricks … vielleicht klappt es so! 

Was nun? Du bist am Anfang deiner Filmkarriere. Weißt du schon, wie es weitergehen wird?
Ich möchte definitiv in noch mehr Filmen mitspielen. Ich würde auch gerne verschiedene Aspekte des Filmemachens ausprobieren. Also in die Regie hineinschnuppern oder auch mal eine Animation designen. So oder so: Ich wollte immer und will immer noch Schauspieler werden. Ich habe viel Zuspruch bekommen, das hat mich sehr motiviert. Also werde ich wohl auch zu weiteren Vorsprechen gehen. 

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.