Elternfragen

Elternfrage: Ist YouTube wichtig zum Lernen?

Im Laufe der Zeit stellen wir unseren Eltern tausendundeine Frage. In dieser Rubrik drehen wir den Spieß um und hören ausnahmsweise mal ihnen zu. Bei uns dürfen Eltern all das fragen, was sie schon immer über Jugendliche wissen wollten.

Die Eltern einer 14-jährigen Tochter aus Berlin fragen: Ist YouTube wichtig, um Unterrichtsthemen besser und schneller erklärt zu bekommen?

Lore Vieweg, funky-Jugendreporterin, antwortet: Innerhalb von weniger als acht Minuten habe ich gelernt, was die p-q-Formel ist und wie ich sie anwende. Dafür musste ich mein Zimmer nicht verlassen. Daher möchte ich diese Frage sofort mit Ja beantworten. Lernvideos auf YouTube erklären einem ein Thema nicht einfach nur schneller, sondern teilweise auch effektiver und vor allem einfacher. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass man in der Schule nicht so aufnahmefähig ist oder die Lehrer es zu schwer erklären. Es kann auch sein, dass es in einer 30-köpfigen Klasse im Grunde unmöglich ist, auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers einzugehen.

Das soll nicht bedeuten, dass Lehrer ihren Job nicht gut machen. Aber gut gestaltete Videos, die vielleicht auch noch mit Musik hinterlegt sind, können einem ein trockenes Thema unterhaltsam erklären. Und so verwundert es nicht, dass laut dem Rat für Kulturelle Bildung die Hälfte der Jugendlichen YouTube nutzt, um Lernvideos zu schauen. Besonders beliebt sind die YouTube-Kanäle „The SimpleClub“, „MrWissen2go“, „musstewissen“, „maiLab“ sowie „Die Merkhilfe“. Ihnen gelingt es, komplexe Themen einfach und lustig zu erklären.

Lehrer müssen jetzt aber nicht neidisch sein. Werden die Schulen künftig technisch besser ausgestattet, können auch sie ihren Unterricht aufpeppen. Einige Lehrer an meiner Schule haben dank Smartboards schon jetzt die Möglichkeit, mit uns spielerisch mittels Rätseln und Quizzen zu lernen. Das steigert bei uns Schülern die Vorfreude auf den Unterricht. Sie könnten uns auch You- Tube-Videos zeigen, weil die Boards über eine Internetverbindung verfügen. Doch oft ist diese instabil. Höchste Zeit also, dass die Digitalisierung an Berliner Schulen ankommt – und funktioniert.

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funky Redaktion

Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.