Meinung

Lohnt sich die neue Klima-Challenge? Wir haben es für euch ausprobiert!

Wir haben uns für euch an der neuen Klima-Challenge ausprobiert!
Wir haben uns für euch an der neuen Klima-Challenge ausprobiert!
Bei der neuen Challenge „Klimaversprechen“ können Punkte für ein klimafreundliches Verhalten gesammelt werden. Lohnt es sich, mitzumachen?
Von Marti Mlodzian, funky-Jugendreporter

Klickt man auf klimaversprechen.de, wird man auf die Website Vegpool umgeleitet. Das ist ein Portal über pflanzliche Ernährung. Es startete die Initiative „Klimaversprechen“, auf die Volker Quaschning von den Scientists for Future, Professor für Regenerative Energiesysteme in Berlin, als Schirmherr aufsprang. „Die Politik schläft beim Klimaschutz. Daher kann jetzt jeder sein persönliches Klimaversprechen abgeben – und dabei Punkte für klimafreundliches Verhalten sammeln. Die spielerische Umsetzung unterstützt dabei, nachhaltige Routinen zu entwickeln“, erläutert Kilian Dreißig von Vegpool die Spielregeln der am 1. Februar beginnenden Aktion.

Ist das nun etwas für alle Altersgruppen oder richtet sich die Initiative an Kinder und Jugendliche? Der Pressemitteilung zufolge offenbar an Letztere – denn „Klimaversprechen“ verfolgt ein klimapädagogisches Ziel. Also probiere ich es einfach mal aus. Öffnet man den oben genannten Link, kommt man auf eine Vegpool-Seite, auf der das Konzept erklärt wird: Man sammelt Punkte und erhält am Ende eine Urkunde. Darunter ein roter Button, auf dem „Challenge starten“ steht. Obwohl uns Hollywood gelehrt hat, dass man rote Buttons nicht drücken soll, tue ich es dennoch. Als Erstes kann man sich einen motivierenden Leitspruch ausdenken, der einen immer an die Gründe erinnern soll, warum man klimafreundlich leben möchte. Dann geht es los. Am ersten Tag besteht die Challenge darin, Milchprodukte loszuwerden. Indem man mehrmals auf Buttons wie „okay, verstanden“ drückt, bekommt man erste Punkte. Dann soll man sich Milchalternativen auf dem Einkaufszettel notieren. Im Anschluss bekommt man seine ersten 25 Punkte.

Wenn man gerne mal austesten möchte, ob pflanzliche Ernährung eine Alternative sein kann, sollte man diese Challenge starten. Allerdings ist es für meine Begriffe unlogisch, dass sich eine Klima-Challenge fast ausschließlich um pflanzliche Ernährung dreht und andere Aspekte außer Acht gelassen werden. Kinder und Jugendliche, die an der Challenge teilnehmen, sollten außerdem auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr achten, wenn sie ihre Ernährung im Wachstum umstellen.

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Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.