Alle Infos zur Europawahl

Blauer Kreis mit gelben Sternen und rotem Kreuz als Zeichen für die Serie zur Europawahl
Europas Volksparteien müssen eine deutliche Niederlage hinnehmen. Liberale, Rechtspopulisten und Grüne gewinnen dagegen erheblich an Stimmen hinzu. Hier könnt ihr alle Infos finden.
Von Julien Hoffmann

Am Ende war es wohl keine große Überraschung: Nachdem die großen Volksparteien schon seit Längerem mit sinkenden Zustimmungsraten zu kämpfen hatten, zeigt nun auch das Ergebnis der diesjährigen Europawahl, wie sehr es in der bürgerlichen Mitte bröckelt. Zwar bleibt die Fraktion der Christdemokraten (EVP) mit 24 Prozent der Stimmen stärkste Kraft im EU-Parlament, jedoch nicht ohne dabei beträchtliche Verluste hinnehmen zu müssen. Noch deutlicher abgestraft wurden Europas Sozialdemokraten (S&D), die bei dieser Wahl sogar erstmalig unter 20 Prozent rutschten.

Die Niederlage der etablierten Parteien kam vor allem den Liberalen (14%) und den Grünen (9%) zugute, die beide ihr Ergebnis um mehrere Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl 2014 verbessern konnten. Auch die Rechtspopulisten konnten Zugewinne verzeichnen, wenn auch nicht so viel wie vorher gedacht.

Einen schnellen Überblick über die nationalen Stimmverteilungen und die jeweiligen Wahlsieger in den einzelnen EU-Staaten liefert die Tagesschau. Hier findet ihr außerdem zahlreiche Stellungnahmen der einzelnen Parteien sowie Interviews mit den Politologen Andreas Maurer und Philip Manow, die euch bei der Einschätzung der Wahlergebnisse helfen.

Wer sich einen regionaleren Überblick darüber verschaffen will, wie die Menschen in der eigenen Nachbarschafft abgestimmt haben, kann sich bei den Lokalzeitungen der Funke Mediengruppe informieren.

Viele Deutsche entschieden sich bei dieser Wahl für die Grünen: Rund ein Fünftel gab der Umweltpartei seine Stimme. Das sind doppelt so viele wie im Jahre 2014. Eine Erklärung hierzu liefert unter anderem das Hamburger Abendblatt. Vor der Kamera muss oder darf Michael Kellner noch den Wahlerfolg der Partei, deren Geschäftsführer er ist, erklären und wie sie den Erwartungen von „Fridays for Future“ und der YouTube-Szene gerecht werden wollen.

Anders als die meisten anderen Medien bietet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung seinen Onlinelesern eine Möglichkeit, die aktuellen Wahlergebnisse auch zeithistorisch einzuordnen: Interessierte können bis ins Jahr 1979 zurückblicken und so die letzten acht Europawahlen mit den jetzigen Ergebnissen vergleichen.

Die Zeit dagegen widmet sich der Frage, wie die hohen Wahlerfolge der AfD in Ostdeutschland zu bewerten sind und kommentiert die Auswirkungen der EU-Wahl auf den Brexit und die Politik in Großbritannien.

Bis ein offizielles Endergebnis der Wahl feststeht, können noch mehrere Tage oder Wochen vergehen. Bei der letzten Europawahl vor fünf Jahren dauerte es zum Beispiel ganze 18 Tage. Für die die Europawahl 2019 wird sogar noch mit einer noch längeren Zeit gerechnet. Eventuell könnte das amtliche Endergebnis dieses Mal erst am 24. Juni, also knapp einen Monat nach der Wahl, verkündet werden.

Du willst mehr? Du bekommst mehr!

Als typisches Opfer des „Irgendwas mit Medien“-Syndroms war es für mich seit Langem klar, dass mich mein Weg früher oder später in die Welt des Journalismus führen würde. Zum Glück war in der funky-Redaktion noch Platz für mich. Denn schon immer wollte ich in einem Job arbeiten, in dem ich mich täglich mit neuen Themen beschäftige und dabei immer etwas Neues dazulernen kann. Nachdem mir schon mein Praktikum in der Jugendredaktion sehr gut gefallen hat, freue ich mich jetzt auch als Volontär für funky schreiben zu dürfen.