Jedes Jahr kommt ein  neuer Teil von „FIFA“ raus. Was kann die neueste Version?
Von Moritz von Blittersdorff

Eigentlich muss man nicht viele Worte darüber verlieren, aber für alle, die es nicht kennen (wer auch immer das sein soll): Bei „FIFA“ geht es um Fußball. Man kann das Game auf dem PC und verschiedenen Konsolen wie Playstation 4 und Xbox One spielen. Der populärste Modus ist „Ultimate Team“, in dem man seinen eigenen Verein leiten muss. Man kann Spieler kaufen und verkaufen, diverse Spielmodi zocken und Challenges abschließen, um Belohnungen für das Team zu erhalten – so weit, so klassisch.

Auch die insgesamt 49. FIFA-Version hat einige Neuheiten in petto

Eine Neuheit bei „FIFA 19“ ist der Modus „Division Rivals“. Hier spielt man zuerst fünf Partien, um sich für eine Liga zu qualifizieren. Danach kann man eine Woche lang online gegen Gegner seines Niveaus spielen und am Ende der Woche Preise gewinnen. Auf jeden Fall ein sehr guter neuer Modus! Denn man gewinnt auch jedes Spiel Punkte, um sich für die „Weekend League“ zu qualifizieren. Da kann man von Freitag bis Montag bis zu 30 Spiele gegen andere FIFA-Zocker spielen, um noch bessere Belohnungen abzusahnen. (Die, die lieber offline gegen den Computer spielen, können bei den „Squad Battles“ jeden Tag vier Spiele spielen, eine Woche lang.)

Eine weitere Neuerung sind die Champions-League-Karten: Die gibt es, solange das Team, für das sich der Spieler entschieden hat, in der (realen) Champions League spielt. Hersteller EA konnte das Feature, von dem noch nicht ganz klar ist, wofür es gut ist, erst dieses Jahr hinzufügen, da er die Lizenz von Konami, dem Hersteller des Konkurrenz-Games „Pro Evolution Soccer“, abkaufen musste.

Auch neu ist das „Player Pick Pack“. Wer das entweder als Belohnung bekommt, kann sich einen von fünf Spielern aussuchen. Das macht das Game auf jeden Fall interessanter und spannender!

Einen großen Haken hat der Spaß: den Preis

Damit genug von den Modi – den „Karriere“-Modus, „The Journey“ und weitere lasse ich hier mal unberücksichtigt – und ein Wort zum Gameplay: gewöhnungsbedürftig. Die Schnelligkeit ist als Spieler-Attribut viel schwächer geworden, dafür sind Attribute wie Dribbling und Physis deutlich wichtiger geworden als noch in der Vorgänger-Version. Zudem wurde auch das Schusssystem umgestellt, was ebenfalls noch etwas gewöhnungsbedürftig ist, mehr aber auch nicht.

Ein wirklicher Kritikpunkt sind die Preise. Alleine das Spiel in der Standard-Edition kostet rund 65, die teureren Editionen 90 beziehungsweise 100 Euro. Auch die game-interne Währung „FIFA Points“ ist ziemlich überteuert: 12.000 Punkte kosten rund 100 Euro – und man kann damit nur 80 Packs öffnen. Ich hoffe, dass es in diesem Jahr wenigstens Rabatt gibt.

Denn am Ende ist „FIFA 19“ ein Muss für alle Fußballfans. EA Sports legt seinen Fokus wieder ganz klar auf „Ultimate Team“, da sie dadurch am meisten Geld verdienen – das macht den Modus aber auch jedes Jahr besser. Wirklich empfehlenswert!

Titelbild: EA Sports