Tonbandgerät ist eine Indie-Band. Sie macht also Musik unabhängig vom aktuellen Mainstream-Musikgeschmack. Trotzdem gut?

Von Marti Mlodzian

Die Hamburger Band Tonbandgerät hat ihr neues Album „Zwischen all dem Lärm“ veröffentlicht. Mit starken, ernsten, aber auch fröhlichen Texten in ihren Songs erklären sie unter anderem, warum Lärm nichts Negatives sein muss.

„Zwischen all dem Lärm“ ist bereits das dritte Album der Hamburger Band, die aus Gitarristin Sophia Poppensieker , Sänger Ole Specht, Schlagzeuger Jakob Sudau und Bassistin Isa Poppensieker besteht. Ihre Songs schreiben sie erstmals alle zusammen.

„Zwischen all dem Lärm“ – der Titel klingt ernst wie die meisten der Songs auf dem Album. Offenbar sollen die Songs zum Nachdenken anregen oder zumindest nachdenklich machen. Bei mir ist ihnen das schon mal gelungen. Es ist schön, mal was anderes zu hören als Taylor Swifts und Katy Perrys immer gleichen fröhlichen Popsongs.

Auch die musikalische Umsetzung der Texte ist super. Ole Specht singt die Texte großartig – und die anderen Bandmitglieder spielen echt gute Musik dazu, die offiziell Indie ist. Mit dem Begriff konnte ich erst mal nichts anfangen, doch nach kurzer Recherche dann doch: Independent-Musik (oder kurz: Indie) heißt, dass die Musik unabhängig vom aktuellen Musikgeschmack neue, eigene Wege geht. Das merkt man, denn irgendwie konnte ich die Musik keinem Genre so richtig zuordnen.

Doch nicht alle Songs fand ich gut. Der erste Song „Reisegruppe Angst und Bange“, der mit Jan Windmeier, dem Sänger der Band Turbostaat, entstand, war mir dann doch ein bisschen zu vermixt. Es ist quasi moderner Pop mit Punkrock von Jan Windmeier und noch irgendwelchen undefinierten Inhalten. Doch insgesamt muss ich wirklich zugeben, dass ich jetzt, nach dem Anhören des Albums, Indie-Fan bin und mich das Album wirklich begeistert hat.

Unsere Meinung: 
Nicht nur was für Fans.
Deutschsprachige Songs, die abseits des Mainstreams sind – wir finden es toll!