TUSEM Essen-Spieler Luca Witzke ist mit dem U20-Kader bei der Handballeuropameisterschaft in Slowenien. Und es sieht gut aus.

Von Anna Schlicker

Seit dem 19. Juli und noch bis zum 29. Juli finden die U-20-Handball-Europameisterschaften der Männer in Slowenien statt. In der deutschen Mannschaft spielt seit diesem Jahr auch ein Spieler aus Nordrhein-Westfalen mit. Er heißt Luca Witzke und ist bei dem Zweitligisten TUSEM Essen unter Vertrag, bei dem er seit 2015 im Rückraum spielt.

Wie laufen Europameisterschaften ab?

Die U-20-Europameisterschaften werden seit 1996 alle zwei Jahre ausgetragen. Rekordträger ist Dänemark mit insgesamt vier Goldmedaillen, dahinter folgen Deutschland mit drei und Spanien mit zwei Europameistertiteln. Wie beim Fußball gibt es auch hier ein Gruppensystem mit jeweils vier Ländern in einer Gruppe. Bei den Europameisterschaften wurde das System der Achtel- und Viertelfinals abgeschafft, stattdessen wurden Vor- und Hauptrunden eingeführt.

In der Vorrunde spielte Deutschland bereits gegen Schweden, Rumänien und Island und blieb dabei ungeschlagen. Die beiden bestplatzierten Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für die Hauptrunde, was in diesem Fall Island und Deutschland waren. Es werden von der Vorrunde die Punkte mitgenommen, die gegen die Mannschaft aus der Gruppe, die sich ebenfalls für die Hauptrunde qualifiziert hat, erspielt wurden. In der Vorrunde hat Deutschland gegen Island ein Unentschieden erspielt und somit einen Punkt mit in die Hauptrunde genommen.

Gute Aussichten für die deutsche Mannschaft

In der Hauptrunde hat sich die deutsche U-20-Mannschaft durch einen 26:22-Sieg gegen den Gastgeber Slowenien und einen 32:20-Sieg gegen Serbien für das Halbfinale qualifiziert. Somit hat Deutschland den vierten Platz der Europameisterschaft sicher. Am 27. Juli findet um 17 Uhr das Halbfinale statt, bei dem es für die junge Mannschaft um einen Podestplatz geht. Würde die deutsche Mannschaft dieses Jahr den Europameistertitel gewinnen, könnte sie in der Rangliste mit Dänemark gleichziehen.

Wer das Spiel der Deutschen mitverfolgen möchte, kann das bei der auf der Webseite der European Handball Federation tun.

 

Titelbild: picture alliance / Marco Wolf