Meinung

Donald Trump ist alt und braucht die Aufmerksamkeit

Donald Trump hört zu
United States President Donald J. Trump listens to remarks during the National Prayer Breakfast, February 8, 2018, in Washington, DC. Thousands from around the world attend the annual ecumenical gathering and every president since President Dwight Eisenhower has addressed the event. CAP/MPI/RS ©RS/MPI/Capital Pictures | Keine Weitergabe an Wiederverkäufer.

Eigentlich mag man den Namen gar nicht mehr hören und dennoch kann auch Jugendredakteur Markus nicht anders, als über Donald Trump zu schreiben.

Von Markus Hoppe

Niemand ist so oft in den Nachrichten wie ein bekannter Politiker. Und kein bekannter Politiker ist so oft in den Nachrichten wie Donald Trump. Er hat nun mal jeden Tag eine neue Idee – manche nennen es Politik, was er da macht –, wie er Aufmerksamkeit erregen kann. Was gab es denn da so in letzter Zeit?

Keiner ist so mächtig, wie die USA

Der „Handelskrieg“. Sogar eine Blondlocke wie Trump versteht, dass er nicht einfach einen echten Krieg anzetteln kann. Darum nutzt er halt die Wirtschaft und simuliert da ein Kräftemessen. Wer kann euch alle mit Zöllen belegen? Ich! Dabei bedenkt er nicht, dass auch sein Land im weiteren Verlauf Probleme bekommen könnte. Auch die USA haben nicht alle Rohstoffe, alle Ressourcen, und sie brauchen mehr Leute, als ihre eigenen Bürger, die den Kram kaufen. Und wenn er nun die ausländischen Konzerne vergrault hat, guckt nicht nur Trump in die Röhre. Doch das ist ihm egal. Erst mal sollen wir sehen, was für eine Macht die USA haben.

Ja. Nein. Doch: Das ist Trump-Style

Dann eine ganz große Glanzleistung: die Absage des Gipfeltreffens mit Kim Jong-un. Was denkt Trump sich dabei? „Warum planen wir nicht einfach mal ein Treffen mit einem Diktator und sagen es kurzerhand ab? Das wär doch mal lustig!“ Und ich dachte schon, Trump wäre in Bezug auf Nordkorea zur Vernunft gekommen. Angeblich war Nordkorea zu feindselig. Das stimmt, Atomtestgelände einzuebnen, um dem Vertragspartner ein Zeichen zu senden, ist echt feindselig … Jetzt kam es doch zum Treffen, und Trump meint natürlich, er wäre nie abgeneigt gewesen, er hätte nie was anderes gesagt.

Es gibt ein Wort, das Trumps „Politik“ beschreibt: Aufmerksamkeit. Wenn Donald Trump der Mittelpunkt ist, ist die Welt für ihn in Ordnung. Verdrängt ihn mal ein politisches Thema, zum Beispiel, wem die Stadt Jerusalem gehört, muss er sich einmischen. So wird das Jahre weitergehen. Zumindest, wenn wir ihm unsere Aufmerksamkeit schenken. Dann hat er alles, was er will.

 

Titelbild: RS/MPI/Capital Pictures

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