Um mehr Harmonie in die Klassenräume zu bringen, dürfen Lehrer hier all das fragen, was sie noch nie an ihren Schülern verstanden haben – Schüler antworten.

Eine Lehrerin fragt: „Wenn ihr den Unterricht gestalten könntet, was würdet ihr anders machen?“

Carla Rüngeler aus der funky-Jugendredaktion antwortet: Zuallererst möchte ich anmerken, dass ich sehr froh bin, dass diese Frage gestellt wurde, denn es ist toll, dass Lehrer versuchen, sich in die Rolle der Schüler hineinzuversetzen und sich für ihre Vorschläge interessieren.

Nun zur Antwort: An meiner Schule ist es normal, sich sein Schulbrot von zu Hause mitzunehmen oder sich etwas in der Cafeteria zu kaufen. Jetzt, da wir in der Oberstufe sind, gibt es keine großen Mittagspausen mehr, in denen wir in der Mensa etwas Warmes essen können. Uns bleiben nur noch die 20-minütigen Pausen, in denen wir meist damit beschäftigt sind, unsere Bücher aus den Spinden zu holen und zum nächsten Raum zu gehen. Deshalb bin ich dafür, das Essen und Trinken im Unterricht zu erlauben.

Zudem würde ich das von Lehrern geliebte und von Schülern gehasste „Komm doch man die Tafel“-Spiel abschaffen. Denn es führt nur zu Schweißausbrüchen und Angst. Beides lässt uns die korrekten Antworten vergessen. Schlechte Noten und ein Gefühl der peinlichen Zurschaustellung sind das Resultat.

Auf Platz 3 meiner Liste der Änderungen steht die Sitzplatzwahl oder eben Nichtwahl. Aus dem Alter, in dem es eine Bestrafung für Jungs und Mädchen war, neben dem anderen Geschlecht sitzen zu müssen, sind wir weitestgehend raus. Das nervt einfach nur noch. Natürlich gibt es in jeder Klasse einen Rowdy oder eine Gruppe von Rüpeln, die den Unterricht stören. Doch die lassen sich nicht durch eine ausgeloste Sitzordnung, die sich dann jeden Monat wieder ändert, aufhalten. Deshalb, liebe Lehrer: Lasst uns doch einfach neben unseren Freunden sitzen, solange alles gut geht und wir trotzdem dem Unterricht folgen können.