Jedes Jahr am 1. Dezember wird von der UNAIDS, dem Gemeinsamen Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS, der Welt-AIDS-Tag organisiert. Er soll über die Risiken und Folgen einer Infektion mit dem HI-Virus aufklären, sowie mit Vorurteilen aufräumen. Wir haben uns anlässlich des Tages mit dem Aufklärungsunterricht in der Schule beschäftigt.

Von Antonia Bernitt

Acquired Immune Deficiency Syndrome – puh, ein ganz schön schweres Wort. Kein Wunder, dass es eine Abkürzung dafür gibt. In der Regel sagt man einfach AIDS. AIDS ist eine Krankheit, die durch den HIV, einen Virus, der über Körperflüssigkeiten übertragen werden kann, ausgelöst wird. Die häufigsten Übertragungswege sind ungeschützter Geschlechtsverkehr und die Mehrfachnutzung von Spritzen zum Beispiel beim Drogenkonsum.

Dabei entsteht eine Störung im Immunsystem, was sich Parasiten, Pilze und Viren zu Nutze machen. Sie greifen den geschwächten Körper an und vermehren sich schnell. Dabei kann, unter anderem, auch AIDS entstehen, was sogar zum Tod führen kann. All das kann aber vermieden werden, indem man beim Geschlechtsverkehr mit einem Kondom verhütet.

Wir haben Schüler, Lehrer und Eltern verschiedene Fragen zum Thema Aufklärung über AIDS im Unterricht gestellt.

Findet ihr, dass ihr genug im Unterricht über AIDS aufgeklärt wurdet? Würdet ihr lieber von jemand vertrautem aufgeklärt werden (also einem Lehrer oder euren Eltern) oder jemand Fremden, zum Beispiel einem Experten?

Schülerin, 13: Ich finde, dass wir nicht richtig aufgeklärt wurden. In Biologie hatten wir zwar einmal Verhütung, aber die Folgen, wenn man nicht verhütet, die hatten wir noch nicht und immerhin ist AIDS gefährlich, sodass ich schon gerne besser aufgeklärt worden wäre. Und dann auch lieber von einer fremden Person, die sich auskennt.

Schülerin, 14: Wir hatten das Thema zwar noch nicht, aber wir machen das noch in Bio. So lange ich nicht von meinen Eltern aufgeklärt werde, ist es mir egal, ob Lehrer oder externe Person.

Schüler, 13: Wir hatten nur kurz das Thema Verhütung im Bio-Unterricht. Ich fand es jetzt nicht so prickelnd, aber es wäre besser gewesen, wenn wir etwas mehr über AIDS (also mögliche Folgen, wenn man nicht verhütet) gesprochen hätten. Dann lieber von einem darauf spezialisiertem Experten.

Finden sie, dass sie damals gut über AIDS unterrichtet wurden?
Finden sie, dass ihre Kinder gut aufgeklärt sind?

Frau, 46: Wir wurden ziemlich gut aufgeklärt, da damals viele Gerüchte über die Verbreitung von AIDS aufkamen und wir es sehr detailliert im Biologie-Unterricht durchgenommen haben. Meine jüngere Tochter (10) ist noch zu jung für dieses Thema, aber bei meiner Älteren (14) hoffe ich, dass es in absehbarer Zeit in Biologie ein Thema wird.

Finden Sie, dass Aufklärung zum Thema AIDS genug im Lehrplan vertreten ist? Wenn Aufklärung zum Thema AIDS nicht im Lehrplan stände, würden Sie es dann trotzdem unterrichten?

Lehrerin für Biologie: Es ist eine kleine Einheit zum Thema AIDS im Lehrplan, da man heute Methoden kennt, um AIDS zu bekämpfen. Aber durch AIDS ausgelöste Krankheiten sind auch gefährlich, weshalb ich auch ohne Vorgabe des Lehrplans über AIDS unterrichten würde.