Der Wettlauf zum Mond

Sputnik 1
Im Oktober 1957 gelang es der Sowjetunion Sputnik 1 und das erste Lebewesen, die Hündin Laika, in den Weltraum zu schicken.

Zwischen 1950 und 1969 entstand zwischen der Sowjetunion und den USA ein Wettlauf über die wichtigsten Errungenschaften in der Weltraumforschung. Dieser Wettlauf heißt heute „Wettlauf zum Mond“ oder auf Englisch „Space Race“.

von Lena Kirchner, Klasse 8B, Schiller Schule, Bochum

Nach dem zweiten Weltkrieg begann unter den Weltmächten USA und der Sowjetunion ein Wettlauf um die militärische Vorherrschaft. Hierbei spielte die Entwicklung von Raketen und Satelliten eine wichtige Rolle. Beide Großmächte engagierten deutsche Wissenschaftler, die bereits im dritten Reich an Raketen geforscht hatten. Diese Technik war für beide Parteien im Kalten Krieg von großer Wichtigkeit, da sie sowohl zu militärischen Zwecken als auch zur Darstellung von Macht benutzt wurde. Beide, der amerikanische Eisenhower und der sowjetische Chruschtschuws, wollten demonstrieren, dass sie das fortschrittlichere Land präsentieren. Um das zu erreichen war zunächst das Ziel einen Satelliten zu bauen, mit dem man ein Land heimlich ausspionieren kann, ohne das es sich dagegen zur Wehr setzen kann.

Am 4. Oktober 1957 schaffte es die Sowjetunion den ersten Satelliten, namens „Sputnik 1“ und das erste Lebewesen, die Hündin Laika, in den Weltraum zu schicken. Diese Errungenschaft versetzte die USA in den sogenannten „Sputnikschock“, da sie sich bis dato für das fortschrittlichere Land hielten.

Daraufhin sandte die USA am 1. Februar 1958 die „Explorer 1“ in den Orbit und gründete im gleichen Jahr die NASA, die National Aeronautics and Space Administration. Die NASA hatte als zivile Raumfahrtbehörde den Auftrag das Weltall zu erkunden und zu erforschen. In ersten Expeditionen wurden zur Vorbereitung einer bemannten Raumfahrt drei Affen, Gordo, Miss Baker und Able ins All geschickt. Der erste Flug mit Menschen an Bord gelang allerdings am 16. April 1961 wiederum der Sowjetunion mit dem Astronauten Juri Gagarin.

Daraufhin kündigte John F. Kennedy im Mai 1961 an, dass die NASA in den nächsten zehn Jahren Menschen auf den Mond bringen würde. Im Februar 1962 erreichte dann auch die NASA mit dem Astronauten John Glenn den Weltraum. Zur selben Zeit schickte die Sowjetunion die erste Frau ins All. Im Jahr darauf starteten die Sowjets offiziell ein eigenes Mondprogramm. 1965 führten sie den ersten Weltraumspaziergang durch. Bereits ein Jahr später landete die erste unbemannte Sonde „Luna 9“ auf dem Mond.

Nur Wochen später schickte die USA die „Surveyor 1“ als zweite Sonde zum Mond. 1968 schaffte es die USA mit drei Leuten den Mond zu umkreisen und landeten ein Jahr darauf mit der „Apollo 11“ auf dem Mond. Die Mondlandung wurde live im Fernsehen übertragen und von 500 Millionen Menschen gesehen. Damit war der erste Mann auf dem Mond Neil Armstrong. Die Sowjets haben danach keine bemannte Mondmission mehr durchgeführt. Das Mondprogramm der NASA kostete bis dahin rund 120 Milliarden Dollar. Bis 1972 folgten sechs weitere „Apollo Missionen“, dann wurde das Programm eingestellt. Offiziell hat die USA den Wettlauf zum Mond gewonnen.

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Von Reinickendorf bis Bochum, von Fulda bis Ottensen – überall schreiben Schülerinnen und Schüler Artikel über das, was um sie herum passiert. Jeder und jede aus ihrer eigenen Sichtweise, mit eigener Meinung und eigenem Schwerpunkt. Bei all den Unterschieden eint sie, dass sie mit ihrer Klasse an MEDIACAMPUS teilnehmen, dem medienpädagogischen Projekt der Funke Mediengruppe. Das erlernte Wissen wenden sie dann praktisch an, indem sie erste journalistische Texte schreiben. Auf funky können sie die Früchte ihrer Arbeit präsentieren.