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Wissenschaft ist witzig!

Thora Schubert auf der Bühne
Thora Schubert ist selbst ehemalige Science-Slam-Preisträgerin. Nun gibt sie Neulingen die Chance, sich zu präsentieren.

Wissenschaft ist witzig – das beweist einmal mehr der Science Slam der Dr. Hans Riegel-Stiftung. Alle zwei Jahre treten hier wissenschaftswütige Nachwuchstalente gegeneinander an, um die Gunst des Publikums mit unterhaltsam aufbereiteten MINT-Themen zu gewinnen. Am September ist es wieder so weit: Mit Themen wie ,,Nagellack rettet den Apfelbaum!“ oder „Spannt den Sonnenschirm in der Arktis auf!“ machen sechs Slammerinnen und Slammer Lust auf mehr. Wem gelingen die besten Witze? Wer bereitet vermeintlich trockene Inhalte am spritzigsten auf? Moderiert wird die Veranstaltung von der Science-Slam-Preisträgerin Thora Schubert. Im Interview verrät die 26-Jährige, worauf es bei einem guten Vortrag ankommt und welche Witze sie selbst gerne einsetzt, um die Zuhörerschaft für sich zu gewinnen.

Du wirst im September gemeinsam mit Jacob Beautemps den Science Slam der Dr. Hans Riegel-Stiftung moderieren. Kannst du kurz zusammenfassen, was die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet?
Ein kurzweiliger Abend mit kleinen Häppchen sehr schön aufbereiteter Wissenschaft aus den verschiedensten Fachgebieten. Mit dabei sind Meteorologie, Medizin, Chemie, Biologie, Maschinenbau und Materialwissenschaften.

Wie genau läuft das Ganze dann ab?
Alle, die auf der Bühne stehen, haben zehn Minuten Zeit, um ein wissenschaftliches Thema leicht zugänglich aufbereitet und im Idealfall auch lustig zu präsentieren. Am Ende entscheidet das Publikum, welcher Vortrag am besten war. Deshalb hat jede und jeder auf der Bühne den Anspruch, das Publikum zum Lachen zu bringen und emotional mitzunehmen, um im Gedächtnis zu bleiben und im Idealfall als Siegerin oder Sieger gekürt zu werden.

Kannst du ein Beispiel aus deinen Vorträgen nennen, wie man wissenschaftliche Inhalte witzig vermittelt?
Der Klassiker in meinen Vorträgen sind witzige Mineralnamen. Blödit zum Beispiel. Das ist vielleicht keine Information, die wirklich viel bringt, aber sie ist witzig und bleibt im Gedächtnis. Selbst wenn die Leute einfach nur mitnehmen, dass es dieses lustige Mineral gibt, habe ich schon etwas geschafft.

Wer darf am Science Slam der Dr. Hans Riegel-Stiftung teilnehmen?
Bei diesem Slam sind alle Teilnehmenden Alumni der Dr. Hans Riegel-Stiftung, also junge Menschen, die ihre Facharbeit oder besondere Lernleistung in einem naturwissenschaftlichen Fach geschrieben haben und dann bei den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen eingereicht haben und mit dem Preis ausgezeichnet wurden. Ende Juni haben alle Teilnehmenden auch schon an einem entsprechenden Coaching teilgenommen, bei dem ich gemeinsam mit dem Poetry-Slammer Ingo Nordmann die klassischen Fehler vermittelt habe, die man macht, und erklärt habe, was man im Auge behalten sollte. Wir haben sozusagen schon im Voraus sichergestellt, dass nur gute Vorträge auf die Bühne kommen. Allgemein ist es nicht so einfach, für seinen allerersten Vortrag eine Bühne zu finden. Veranstaltende können ja nicht einschätzen, ob man gut ist und kaufen nicht gerne die Katze im Sack. Von daher ist der Slam im September auch etwas Besonderes, da dort nur Neulinge auftreten. Die einzelnen Vorträge werden auch aufgezeichnet, sodass anschließend alle ein Video vorliegen haben und dann leichter an anderen Slams teilnehmen können.

Was, denkst du, ist der Vorteil eines Science Slams?
Ich finde es super, dass Themen, die erst einmal abstrakt, kompliziert und hochwissenschaftlich klingen, so unterhaltsam erklärt werden. Wenn mich da jemand schrittweise und richtig gut durchdacht heranführt und die doch sonst so knifflige Wissenschaft für Leute, die gar nichts mit dem Thema zu tun haben, leicht zugänglich macht. Man holt die Menschen genau da ab, wo sie gerade sind – beispielsweise seit zehn Jahren fertig mit der Schule, sämtliche Inhalte des Biologie-Unterrichts sind in Vergessenheit geraten. Und dann fängt man ganz simpel an mit: Das ist ein Blatt. Ich zum Beispiel interessiere mich eigentlich gar nicht für alles, was mit dem Weltraum oder Astronauten zu tun hat. Aber wenn ein guter Vortrag gehalten wird, dann lerne ich etwas und denke mir: Cool!

Und was machst du aktuell?
Ich habe vor Kurzem meine Masterarbeit abgegeben und habe jetzt noch eine halbe Stelle an dem Forschungszentrum, wo ich die Masterarbeit geschrieben habe. Wir wollen die Arbeit publizieren, also alles noch einmal umarbeiten, schönere Grafiken einfügen. Und sonst arbeite ich an einigen Wissenschaftskommunikationsprojekten, die sich für mich aus dem Science Slam der Dr. Hans Riegel-Stiftung ergeben haben. Ich bin unter anderem Moderatorin bei „Terra Xplore“ und tauche ab und an als kleine Randfigur bei der „MaiThink X – Die Show“ auf.

Also war der Science Slam für dich ein Türöffner?
Total. Ausgehend davon haben mich dann einige Leute zu Slams eingeladen und eine Aufzeichnung eines Auftritts ist auf YouTube total durch die Decke gegangen. Es gab einen Sprung von 900 auf 350.000 Klicks innerhalb einer Woche. Keine Ahnung, was da passiert ist. Auf einen Schlag haben superviele Menschen das Video gesehen, auch einige, die an den richtigen Stellen sitzen. So ist auch „Terra Xplore“ auf mich aufmerksam geworden. Alles geht tatsächlich auf meinen ersten Vortrag zurück.

Worauf bist du schon besonders gespannt?
Ich bin vor allem gespannt darauf, zu sehen, wie sich die Vorträge seit dem Coaching weiterentwickelt haben. Insbesondere die damals noch recht unfertigen Vorträge.

Wer darf über den besten Slam abstimmen?
Wir haben zum einen unser Publikum vor Ort, bestehend aus 400 bis 500 Leuten. Zusätzlich wird der Science Slam auch über den YouTube-Kanal von Jacob Beautemps gestreamt, „Breaking Lab“. Alle können online zuschauen und abstimmen.

Was muss man als Science Slammerin mitbringen?
Ich erinnere mich daran, wie ich das erste Mal einem Thema begegnet bin und ratlos war. Es hilft also,
sich die eigene frühere Dummheit zu bewahren, um sich beim Schreiben des Vortrags in Erinnerung zu rufen: Was für mich selbstverständlich ist, muss trotzdem im Vortrag erklärt werden, damit das Publikum folgen kann. Und eine kleine Portion Rampensau gehört auch dazu.

Was macht deiner Meinung nach einen besonders guten Slam aus?
Ein guter Slam bringt einen zum Lachen, Nachdenken und es bleibt etwas hängen.

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