Interview

Jonathan Streubel: „Die Gründung war auf jeden Fall eine Herausforderung“

Mit "Trember" hat Jonathan eine neue App entwickelt, mit der sich Jugendliche leicht verabreden können.
Wie ist es eigentlich, bereits mit 16 Jahren seine eigene Firma zu besitzen? Jungunternehmer Jonathan Streubel (16) aus Berlin, der die App Trember neben der Schule gründete, hat uns von seinen Erfahrungen erzählt.
Von Emil Pieper, 8. Klasse, Berlin International School

Wie kann man einfacher und effizienter ein Treffen mit Freunden organisieren? Diese Frage stellte sich auch der 16-jährige Jonathan Streubel. Er wollte dieses Problem lösen. Als Lösung programmierte er eine eigene App names Trember. Diese App ermöglichte es Jugendlichen, Verabredungen einfacher zu planen und zu organisieren. Jonathans Arbeit als junger Unternehmer ist bemerkenswert und inspirierend, so dass auch andere junge Leute davon lernen könnten.

Von der eigenen Firmengründung hatte Jonathan schon lange geträumt

Die Idee einer App kam Jonathan während seiner Zeit als Austauschschüler in den USA. Er bemerkte, wie mühsam es ist, ein Treffen zu planen, wenn alle unterschiedliche Apps dafür benutzen. Er verglich das mit seinen Erfahrungen aus Deutschland. Hier wurde meistens eine WhatsApp-Gruppe dafür genutzt, was nach seiner Erfahrung manchmal ziemlich nervig und unstrukturiert sein kann. Oder Jonathan musste für jedes Treffen ein paar Freunde separat auf Snapchat, Instagram oder über iMessage kontaktieren. Das wird schnell kompliziert und zeitaufwendig.

Von der eigenen Firmengründung hatte Jonathan schon lange geträumt. Die Vorstellung eines eigenen Unternehmens hat ihm immer schon Spaß gemacht. “Ich hatte einfach Bock darauf, sowas zu machen und dann hat es mit der Idee gepasst,” sagt Jonathan. Zuvor hatte Jonathan auch einige Zeit lang Sneaker-Reselling gemacht.  Jonathan und sein Vater sind beide Gründer des Unternehmens hinter Trember.

Die Zeit kurz vor dem Launch war auf jeden Fall sehr stressig. Das war auf jeden Fall eine Herausforderung. Aber es macht auch Spaß.

Jonathan (16), Gründer der App „Trember“

Ein Unternehmen neben der Schule aufzubauen, ist  ziemlich anstrengend, sagt Jonathan. Er muss oft nach der Schule ins Büro und die Arbeit nimmt viel Zeit in Anspruch. Trotzdem macht es Jonathan sehr viel Spaß. Für ihn lohnt sich daher der Aufwand: ”Ich habe ja auch noch Hausaufgaben, aber es geht eigentlich. Es ist nur ein bisschen anstrengender.”

Jonathans schwierigste Herausforderung war bisher, als es kurz vor dem Launch oft Verzögerungen gab und es zeitlich nicht zu passen schien. ”Wir mussten eigene Features wieder rausschmeißen und so. Die Zeit war auf jeden Fall sehr stressig, und wir mussten auch viel umplanen und dann muss man auch sehr viel Zeit investieren. Das war auf jeden Fall eine Herausforderung und generell habe ich noch nie so etwas gemacht. Aber es macht auch Spaß.”

Ich hatte das Glück, dass mein Vater auch im Unternehmertum ist und mir helfen konnte.

Jonathan (16), Gründer der App „Trember“

Auch anderen interessierten jungen Menschen würde Jonathan empfehlen, ein Startup zu gründen, so lange man die Möglichkeit hat, das zu machen. ”Ich hatte das Glück, dass mein Vater auch im Unternehmertum ist und dass er mir helfen konnte, damit anzufangen und einzusteigen. Aber man soll auch klein anfangen. Irgendwie habe ich ja auch kleine Sachen mit Freunden davor gemacht und Sachen verkauft. Man soll einfach anfangen und wenn man Glück hat, dann ergibt sich was.”

Das Vorbildes Jungunternehmers ist dabei ein Mann, der Jason Paul heißt. Genau wie Jonathan, macht Jason als sportlichen Ausgleich Parkour und ist auch ein Unternehmer. Er ist von Red Bull gesponsert und hat eine eigenes Bekleidungslabel, welches “Team Farang” heißt. Jonathan findet Jason Paul sehr cool, und er inspiriert ihn sehr, weil er die gleichen Aktivitäten macht.  

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Von Reinickendorf bis Bochum, von Fulda bis Ottensen – überall schreiben Schülerinnen und Schüler Artikel über das, was um sie herum passiert. Jeder und jede aus ihrer eigenen Sichtweise, mit eigener Meinung und eigenem Schwerpunkt. Bei all den Unterschieden eint sie, dass sie mit ihrer Klasse an MEDIACAMPUS teilnehmen, dem medienpädagogischen Projekt der Funke Mediengruppe. Das erlernte Wissen wenden sie dann praktisch an, indem sie erste journalistische Texte schreiben. Auf funky können sie die Früchte ihrer Arbeit präsentieren.