Interview

Unterricht mal anders

Statt in die Schulbücher stecken die Schüler beim MEDIACAMPUS-Projekt ihre Nasen in die Zeitungen. Lehrer haben die Möglichkeit, mithilfe von Unterrichtsmaterialien und Zeitungssätzen den Unterricht mal ganz anders aufzuziehen. Wir haben mit der Braunschweiger Lehrerin Simone Hahn über ihre Erfahrungen mit dem Projekt gesprochen.
Statt in die Schulbücher stecken die Schüler beim MEDIACAMPUS-Projekt ihre Nasen in die Zeitungen.
Statt in die Schulbücher stecken die Schüler beim MEDIACAMPUS-Projekt ihre Nasen in die Zeitungen. Lehrer haben die Möglichkeit, mithilfe von Unterrichtsmaterialien und Zeitungssätzen den Unterricht mal ganz anders aufzuziehen. Wir haben mit der Braunschweiger Lehrerin Simone Hahn über ihre Erfahrungen mit dem Projekt gesprochen.

Frau Hahn, warum haben Sie sich vergangenes Schuljahr für die Teilnahme an MEDIACAMPUS entschieden?

Das Projekt ist im schulinternen Lehrplan unserer Schule fest verankert. Es war also keine bewusste Entscheidung. Ich hätte mich aber sicher auch selbstständig dafür entschieden, weil bei vielen Schülern Zeitunglesen nicht zum Tagesablauf gehört.

Wenn Sie an die erste MEDIACAMPUS-Stunde zurückdenken, gab es da in der Klasse Berührungsängste mit dem Medium?

Eigentlich nicht. Wir haben allerdings die digitale Ausgabe gewählt. Und da die Schüler mit den neuen Medien gut vertraut sind, hat sie der Umgang zum Lesen motiviert.

Wie hat sich der Umgang mit der Zeitung im Verlauf des Projektes verändert?

Ich glaube, es ist für die Schüler selbstverständlicher geworden, die Zeitung zu benutzen. Allerdings haben sich auch manche Schüler darauf beschränkt, was sie üblicherweise interessiert. Hier war funky38.de eine willkommene Alternative.

Wie hilfreich waren das MEDIACAMPUS-Unterrichtsmaterial und die aktuellen Arbeitsbögen für Ihren Unterricht?

Ich fand es sehr hilfreich. Es hat mir geholfen, einen Überblick zu bekommen und einen Schwerpunkt auszuwählen. Ich habe das Material dann vertiefend ergänzt.

Ihre Klasse hat viele Artikel eingereicht, die veröffentlich wurden. Wie haben Sie Ihre Schülerinnen und Schüler zum Schreiben motiviert?

Motiviert hat sie vor allem, dass sie das Thema frei wählen konnten und für Jugendliche schreiben durften. Wir haben uns die Reportage als Textsorte vorgenommen. Hier konnte man über eigene oder fremde Erlebnisse schreiben. Dazu wurden auch die Partnerangebote von Mediacampus gern genutzt. Dadurch, dass die Schüler über etwas schreiben konnten, was sie selbst bewegt oder was sie selbst erlebt haben, wurde das Produkt für sie sehr wichtig. 

Gab es Ressorts oder Themen, die Ihre Schüler besonders interessiert verfolgt haben?

Im Grunde waren das Reportagen aller Art, die als Vorbild zum eigenen Schreiben gedient haben.

Welchen Tipp geben Sie Kollegen mit auf den Weg, die zum ersten Mal bei MEDIACAMPUS mitmachen?

Das Projekt ist vielfältig und bietet für verschiedene Fächer viele interessante Unterrichtsaspekte. Besonders sinnvoll finde ich es, wenn man es schafft, das Projekt in mehreren Fächern gleichzeitig zu nutzen, zum Beispiel in Deutsch und Politik.

Bitte vervollständigen Sie den Satz: „MEDIACAMPUS ist einfach…“ 

… interessant und lebendig! 

Würden Sie das Schulbuch in Zukunft wieder gegen die Zeitung tauschen?

 Sehr gerne!

Du willst mehr? Du bekommst mehr!

Wir haben genug davon, dass die Geschichten immer nur von den Alten erzählt werden. Deswegen haben wir den Stift selbst in die Hand genommen, sind durch die Lande gezogen, haben Geschichten und Menschen gesucht, gefunden und alles aufgeschrieben, was uns untergekommen ist. Wir haben unsere Smartphones und Kameras gezückt und Fotos und Videos gemacht. Auf funky zeigen wir euch die Ergebnisse unserer Recherchen.